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2. Gylfi Sigurdsson? Nicht geklappt. Clint Dempsey? Nicht geklappt.
Von: Daniel Raecke
Datum: 05. September 2012, 11:00 Uhr
Format: Artikel
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Gylfi Sigurdsson? Nicht geklappt. Clint Dempsey? Nicht geklappt.

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Gylfi Sigurdsson? Nicht geklappt. Clint Dempsey? Nicht geklappt.

Die gleiche Konstellation ergab sich am Freitag, dem letzten Tag der Transferperiode, noch einmal. Diesmal ging es um Fulhams amerikanischen Stürmer Clint Dempsey, dessen geforderte Ablöse Liverpool nicht zahlen wollte. Auch Dempsey wechselte daraufhin zu den Spurs. Nach der Niederlage gegen Arsenal erklärte Rodgers nun, er hätte dem Wechsel Andy Carrolls, der an West Ham United ausgeliehen worden war, niemals zugestimmt, wenn er gewusst hätte, dass er keinen Ersatz für den Nationalstürmer bekommen würde.

Tatsächlich befinden sich aktuell im Liverpooler Kader nur zwei Angreifer: Luis Suárez und der junge Fabio Borini. Borini, im Sommer aus Parma gekommen, ist schnell und passt ebenso gut in Rodgers System wie Suárez, der exzellent presst, aber vor dem Tor nicht der Kaltblütigste ist. Verletzungen kann die Offensive jedenfalls kaum kompensieren. Dass Rodgers mit seinen diesbezüglichen Klagen an die Öffentlichkeit ging, nahmen ihm die Besitzer offensichtlich übel.

So wählte John W. Henry, der CEO der Fenway Sports Group, also der oberste Boss in Liverpool und Boston, das ungewöhnliche Mittel eines offenen Briefs an die Fans, in dem er die Transferphilosophie seines Unternehmens erläuterte. Er sei selbst enttäuscht darüber, dass es nicht mit der Verpflichtung eines Stürmers geklappt habe, aber das dürfe nicht über die großen Erfolge hinwegtäuschen, die in der Verpflichtung junger Hoffnungsträger wie Sahin, Borini und Joe Allen (der 22-jährige Waliser kam für fast 20 Millionen Euro aus Swansea) bestünden. Henry erwähnte sogar explizit den Kauf des Deutschen Samed Yesil aus Leverkusen als Ausweis der langfristigen Strategie.

"16 Jahre, nicht 16 Wochen"

"Unsere Ambitionen bestehen nicht darin, einen MIttelfeldplatz mit teuren, kurzfristigen Lösungen zu halten, die nur ein, zwei Jahre etwas bringen", so Henry in seinem Brief. Abgesehen vom impliziten Eingeständnis, das das aktuelle Saisonziel höchstens ein Mittelfeldplatz sein könnte, musste man in diesem Satz einen Seitenhieb gegen Rodgers und seinen Wunsch nach der Verpflichtung Clint Dempseys lesen.

Die Transferperiode sei nicht optimal verlaufen, so Henry weiter, aber er denke nicht an die nächsten 16 Wochen, sondern an die nächsten 16 Jahre. Das langfristige Ziel sei es, nie wieder hohe Schulden anzuhäufen, die von Henry ausdrücklich gelobten Financial Fairplay-Regeln der UEFA einzuhalten, und mit im Club selbst ausgebildeten Spielern irgendwann wieder Englischer Meister zu werden.

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