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Rom: Nowak Djokovic wartet auf Alexander Zverev im Finale

Zu den Kommentaren   |   Quelle: sid
20. Mai 2017, 21:30 Uhr
Alexander Zverev
Alexander Zverev steht im Finale vom Rom

Deutschlands bester Tennisprofi Alexander Zverev hat nach einer beeindruckenden Vorstellung erstmals das Finale eines ATP-Masters erreicht. Der 20 Jahre alte Hamburger setzte sich in Rom gegen den US-Amerikaner John Isner mit 6:4, 6:7 (5:7) und 6:1 durch. Zverev wird damit am Montag in der neuen Weltrangliste mindestens von Platz 17 auf 14 klettern. So hoch war er noch nie platziert. Bei einem Triumph würde er als Zehnter sogar erstmals in die Top-10 einziehen.

"Ich schaue nicht auf Statistiken wie die, wer als jüngster Spieler ein Masters-Titel geholt hat. Ich versuche, Match für Match zu spielen und mich zu entwickeln", sagte Zverev, der im Endspiel erstmals auf den Weltranglistenzweiten Novak Djokovic trifft. Der 29 Jahre alte Serbe setzte sich im zweiten Halbfinale gegen Dominic Thiem in nur knapp einer Stunde mit 6:1, 6:0 durch, es war sein fünfter Sieg im fünften Duell mit dem Österreicher.

Zverev ist der jüngste Masters-Finalist seit Djokovic 2007, der damals als 19-Jähriger auch das Turnier gewann. Letzter Deutscher, der in einen Masters-Endspiel stand, war Nicolas Kiefer, der 2008 im kanadischen Toronto Rafael Nadal (Spanien) unterlegen war.

Zverev und Isner standen sich in Rom zum insgesamt dritten Mal gegenüber, auch die anderen beiden Aufeinandertreffen gab es bei einem Masters. 2016 in Shanghai siegte der junge Deutsche glatt in zwei Sätzen, in diesem Jahr in Miami ging es über drei Tiebreaks, mit dem besseren Ende für Zverev.

Gegen Isner gab Zverev im ersten Satz bei eigenem Aufschlag lediglich zwei Punkte ab und verwandelte den ersten Satzball. Nach einem Duell ohne Breaks ging es in Durchgang zwei in den Tiebreak, in dem Isner bei einer 5:0-Führung schon wie der sichere Sieger aussah. Doch Zverev kämpfte sich auf 5:6 heran, ehe der Amerikaner bei eigenem Aufschlag doch den ersten Satzball nutzte.

Im entscheidenden dritten Satz gelang Zverev das frühe Break zum 2:0, als er einen wuchtigen Rückhand-Return knapp an die Linie setzte. Zverev zeigte die Faust und pushte sich nach vorn. Mit dem Aufwind im Rücken trieb er seinen Gegner in Grundlinienduellen über den Platz, strotzte auch weiter vor Selbstbewusstsein und Entschlossenheit.

Zverev verwandelt dritten Matchball

Bei einer 3:1-Führung ließ er sich auch von drei Breakpunkten Isners nicht aus dem Konzept bringen, wehrte diese ab und machte schließlich das 4:1. Als er seinem Gegner anschließend zum zweiten Mal das Service abnahm, war die Partie entschieden. Zverev verwandelte nach 1:57 Stunden seinen dritten Matchball.

Alexander Zverev hatte in der Runde der letzten Acht den an Nummer fünf gesetzten Kanadier Milos Raonic 7:6,, 6:1 bezwungen. Sein bislang bestes Masters-Resultat war das Erreichen der Viertelfinals von Miami Ende März und Madrid in der vergangenen Woche. Vor knapp zwei Wochen hatte er zudem das Sandplatzturnier in München gewonnen.

Altmeister Tommy Haas (Los Angeles), Florian Mayer (Bayreuth) und Jan-Lennard Struff (Warstein) waren allesamt in der zweiten Runde gescheitert, Zverevs älterer Bruder Mischa hatte bereits sein Erstrundenspiel verloren.