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Bundesliga: Der VfL Wolfsburg im Halbzeit-Check

Zu den Kommentaren   |   Von: Yannick Hüber
21. Januar 2014, 09:11 Uhr
Kevin De Bruyne,VfL Wolfsburg,Bundesliga
Symbol der neuen Generation: Kevin de Bruyne bei der VfL Vorstellung mit Klaus Allofs und Dieter Hecking

Der Transfer von Kevin De Bruyne ist für die Liga eine reine Machtdemonstration des VfL Wolfsburg. Mit dem Neuzugang soll's nach Europa und langfristig an die Bundesligaspitze gehen. sportal.de analysiert die "neue Generation" und die Erfolgs-Taktik.

Voller Hoffnung hielt er am Sonntag sein neues Trikot mit der Nummer 14 ins Blitzlichtgewitter: Nach langen Verhandlungen ist Kevin de Bruyne wieder in der Bundesliga angekommen. Er selbst könnte zum Symbol einer ganz neuen Wolfsburger Generation werden: Denn der heftig umworbene Belgier hat sich ganz bewusst für den VfL Wolfsburg entschieden und andere lukrative Angebote ausgeschlagen. "Das hier ist ein gutes Projekt", erklärte De Bruyne der Bild.

"Für mich war es sehr wichtig, nach vier Clubs in zweieinhalb Jahren wieder Kontinuität zu finden", so der Neuzugang weiter. Kontinuität beim VfL Wolfsburg? Was vor gut anderthalb Jahren noch als Fremdwort in der Autostadt kursierte, ist nun ein völlig geläufiger Begriff. Mit VW-Millionen und dem sportlichen Führungsduo Klaus Allofs und Dieter Hecking ist der VfL Wolfsburg für viele Jahre bestens gerüstet. Platz fünf zum Saisonende wäre erst der Anfang einer rosigen Zukunft.

Wolfsburg auf dem Weg zur Bundesliga-Macht

"Dass Wolfsburg eine richtige Macht werden kann, ist allen klar", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp bei Sky voraus. Nur wenigen Bundesligisten wurde in der jüngeren Vergangenheit kein Interesse an de Bruyne nachgesagt. Dass der VfL die Konkurrenz mit 17,5 Millionen Euro (beim Erreichen eines interationalen Wettbewerbs erhöht sich die Ablösesumme auf bis zu 22 Millionen) ausgestochen hat, wird von den Mitbietenden als reine Machtdemonstration aufgefasst. Dabei ist De Bruyne nicht die erste Großinvestition von Manager Allofs: Bereits im Sommer blätterte er 16 Millionen Euro für Triple-Sieger Luiz Gustavo hin. Ein Transfer, der sich rentieren sollte.

"Ich möchte eines klarstellen: Natürlich haben wir gute Voraussetzungen, doch auch wir können nicht einfach in die Schatulle greifen. Auch bei uns gibt es Vorgaben, die wir einhalten müssen," versuchte Allofs den Hype um die VW-Millionen einzubremsen. Die direkten Konkurrenten aus Dortmund, Leverkusen, Mönchengladbach und Gelsenkirchen scheinen donnoch schon vor der designierten Wolfsburger Vormachtstellung kapituliert zu haben. "Da hat VW in den letzten Monaten sicherlich einige Touaregs verkauft", reagierte Schalke-Manager Heldt im kicker trotzig.



 

Geld schießt nicht nur Tore

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge erhofft sich durch die finanzielle Basis des VfL einen Titel-Kandidaten mehr. "In Wolfsburg wird gut gearbeitet und man ist bereit, Gelder in den Markt zu investieren. Ich begrüße das sehr", sagte der Vorstandschef im Interview mit der Bild.

Mit dem Konzern im Rücken ist es dem VfL Wolfsburg durchaus zuzutrauen, sich in den nächsten Jahren zu einem ernsten Meisterschafts-Anwärter zu entwickeln. Die Verantwortlichen sind - mit Blick auf die Vergangenheit - gewarnt. Bereits 2009 demonstrierte das Beispiel Wolfsburg, dass Geld nicht nur Tore schießt, sondern auch Titel gewinnt. Mit Allofs an der Spitze soll nun nachhaltiger gehandelt werden - schneller Erfolg ist natürlich trotzdem höchst willkommen.

Nachwuchskräfte gehören ins Konzept

Das Konzept sieht einen gesunden Mix aus jungen und erfahrenen Spielern vor. Teure Neuzugänge bilden die Säulen des Teams, in dem eigene Nachwuchskräfte behutsam aufgebaut werden können. Maximilian Arnold und Robin Knoche haben den Sprung bereits geschafft und sind zu absoluten Leistungsträgern avanciert.

Doch gerade hier kommt auf die Verantwortlichen noch Arbeit zu. Denn mit Julian Brandt und Federico Palacios-Martinez haben sich zuletzt die größten VfL-Talente gegen eine Zukunft in der Autostadt entschieden. "Ich kann das nicht nachvollziehen", erzählte Allofs in der Bild enttäuscht. Beide hätten bei den auslaufenden Verträgen von Diego und Ivica Olic hervorragende Perspektiven im Profi-Team gehabt. Aus seinen Fehlern hat der Manager längst gelernt und ist derzeit bemüht, die Verträge der Jugend-Talente Moritz Sprenger und Paul Seguin zu verlängern.

Das Erbe der Ära Magath

Doch das erste Etappen-Ziel beim Aufbau der "neuen Generation" ist es, die Fehler der Vorgänger zu bereinigen. Felix Magath hinterließ nach seinem Kaufrausch einen völlig wahllos zusammengewürfelten Kader. Den hat Allofs zwar schon tiefgründig sondiert und mit Trainer Hecking ein ambitioniertes Team aufgebaut, alle Problemstellen sind aber noch nicht aufgearbeitet. So ist die viel debattierte Zukunft von Diego weiterhin ungeklärt. Dessen Jahresgehalt beläuft sich derzeit laut Medien-Informationen auf rund acht Millionen Euro. Der Manager ist trotz der finanziell unabhängigen Situation bemüht, die Personalkosten zu reduzieren.

Des Weiteren wird der Vertrag von Oldie-Stürmer Ivica Olic wohl nicht verlängert. Im Sommer muss ein hochkarätiger Stürmer von internationalem Niveau her Investitionsbereitschaft besteht.

VfL auf Konsolidierungskurs

Insgesamt unterliegt das Wolfsburger Projekt aber unter einem kritischen Standpunkt: Aus den Planungen geht nicht deutlich genug hervor, ob sich der VfL langfristig vom Konzern im Rücken lösen will, oder weiter von den VW-Subventionen abhängig bleibt. Denn sollten kontinuierlich unüberschaubare Geldsummen in den Verein gepumpt werden, würde dieser sämtliche Konzepte der Bundesliga demoralisieren.

In dieser Saison fährt die "neue Generation" des VfL Wolfsburg aber noch einen Konsolidierungskurs. Zwar verlief der Saisonstart noch etwas holprig, nach Sprüngen zwischen Platz sechs und 16 konnte man sich aber zum Ende der Rückrunde auf den Europa-League-Plätzen etablieren. Die wird man aufgrund des starken Kaders und eines durchdachten taktischen Konzepts auch nicht mehr abgeben.

Schachzüge auf der Sechs

Mittlerweile sind die Wölfe sogar seit neun Spielen ungeschlagen. Kein Zufall, denn zu Beginn dieser Serie hat Hecking endgültig seine Stammelf gefunden. Belegen lässt sich das am Besten am Parade-Bespiele Ja-Cheol Koo. Der Südkoreaner sollte in den Planungen des Trainers eine Schlüssel-Position einnehmen. Hecking stellte den offensiv veranlagten Mittelfeldspieler neben Luiz Gustavo im defensiven Mittelfeld auf. Aus der Tiefe sollte er das Spiel mit seiner Kreativität ankurbeln, sich bei den Angriffen immer auf die überladene Seite schieben und den sezierenden Pass spielen.

Ein Schachzug, der nicht aufging - Koo konnte den VfL aufgrund des Überangebots im Mittelfeld in Richtung Mainz verlassen. Seit dem neunten Spieltag vertraut Hecking dem defensiver agierenden und einst schon als Fehleinkauf verschrieenen Slobodan Medojevic die Rolle an. Neben Partner Luiz Gustavo spielt er den defensiveren Part und hält der offensiven Mittelfeldreihe den Rücken frei. Gustavo verkörpert die Umschalt-Zentrale, ist neben seinen defensiven Pflichten hauptverantwortlich für den Spielaufbau. Der Stratege ist dank seines Spielverständnisses und seiner technischen Versiertheit zu einem fast unersetzbaren Bestandteil geworden, kann sogar auf drei Torbeteiligungen verweisen.

Die Außenverteidigung ist das Prunkstück

Im umgestellten System sorgen die beiden Sechser aber nicht mehr für Überzahlsituationen auf den Außenpositionen. Die Aufgabe hat sich mit der Umstellung verstärkt auf die Außenverteidiger verlagert. Gerade Ricardo Rodriguez kommt diese Rolle enorm entgegen. Der Linksverteidiger initiierte über seine Seite zahlreiche Flügel-Angriffe und bereitete nicht wenige Großchancen vor. Neben seiner hohen Bedeutung im System, konnte der 21-jährige Schweizer zudem eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass man sich als Spieler beim VfL Wolfsburg auch persönlich weiterentwickeln kann. Dazu kommen seine Fähigkeiten am ruhenden Ball: Zweimal traf Rodriguez per Freistoß, verwandelte dazu einen Elfmeter.

Zwar sind die Angriffe der Wölfe relativ linkslastig, aber auch Pendant Patrick Ochs bewältigt die Aufgaben auf der rechten Seite sehr wirkungsvoll. Wie Rodriguez bereitete auch er drei Treffer vor.

Arnold in moderner Spielmacher-Rolle

Abnehmer im Zentrum sind Ivica Olic, mit sieben Treffern bester Torschütze, und Maximilian Arnold, der Diego auf der zentralen Position verdrängt hat. Der Youngster verkörpert im Gegensatz zum erfahrenen Brasilianer nicht den klassischen Spielmacher, sondern einen "falschen Zehner." Arnold besticht weniger durch Kreativität und kluge Pässe, sucht vielmehr selbst den Weg in die Spitze. An dieser Stelle kann er seine außergewöhnliche Schussstärke optimal einsetzen. Seine moderne Rolle belegen auch die Statistiken: In elf Spielen traf Arnold fünf Mal, bereitete aber keinen einzigen Treffer vor.

Freiraum gewähren ihm die hochschiebenden Außenverteidiger, sowie Diego und Ivan Perisic. Da die beiden Flügelspieler nicht invers (mit dem starken Fuß zum Zentrum) agieren, neigen sie nicht im Übermaß dazu, in die Mitte zu ziehen und dort den Raum zu verengen.

Theorien zur Einbindung von De Bruyne

Stellt sich die Frage, an welcher Stelle denn nun 17-Millionen-Mann De Bruyne im Erfolgs-System integriert werden soll. Der Belgier ist flexibel einsetzbar, spielte bei Werder Bremen sogar zeitweise im Sturm. Egal wie Hecking das Luxusproblem löst, ein taktisches Detail muss der Trainer verändern. "Sein Tempo, sein Eins-gegen-Eins, sein Zug zum Tor - das hat uns ein bisschen gefehlt", erklärte Hecking der Bild. Seine Aussage lässt darauf schließen, dass er den Neuzugang vorzugsweise in der Offensive einsetzen wird und er dort eine zentrale Rolle einnimmt. Ein Tausch mit Medojevic erscheint aufgrund der Analogie zur taktischen Problematik mit Koo äußerst unwahrscheinlich.

Auch das System mit einem klassischen Stoßstürmer wird Hecking bei Olic' Treffsicherheit wohl kaum über den Haufen werfen. Realistischer erscheint es demnach, den wenig effektiven Ivan Perisic aus der Startelf zu nehmen. Das wiederum würde die Spielphilosophie geringfügig verändern, jedoch nicht weniger effektiv machen. So könnte Maximilian Arnold auf die linke Außenposition ausweichen und im Zentrum Platz für De Bruyne machen. In dem Fall wären Linksfuß Arnold aber die herausragenden Gelegenheiten zum Torschuss genommen.

Mit veränderter Philosophie nach Europa?

Denkbar wäre allerdings auch eine zweite Option, bei der beide Flügelspieler invers aufgestellt werden: Auf diese Weise könnten die drei offensiven Mittelfeldspieler frei rotieren und rochieren und so Räume aufreißen.

Alles taktische Luxusprobleme, bei deren Lösung Dieter Hecking nicht allzu viel falsch machen kann. Bleiben die Wölfe auch in der Rückrunde von inflationärem Verletzungspech verschont, wird Platz fünf kein allzu beschwerliches Unterfangen.

 

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