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Sorgen um Robert Lewandowski: Aber Bayern mit viel Zuversicht vor Giganten-Duell gegen Real Madrid

Zu den Kommentaren0 Kommentare   |   Quelle: sid
11. April 2017, 19:23 Uhr
Robert Lewandowski
Robert Lewandowski brach das Abschlusstraining ab

Bayern München gegen Real Madrid: Schon im Viertelfinale der Champions League kommt es zum vorweggenommenen Endspiel, in das die Bayern trotz der Sorgen um Torjäger Robert Lewandowski und des Ausfalls von Mats Hummels mit viel Zuversicht gehen.

Spielt er oder spielt er nicht? Vor dem Giganten-Duell gegen Real Madrid ist beim FC Bayern plötzlich die schmerzhafte Schulterverletzung seines schier unersetzlichen Tor-Garanten Robert Lewandowski das Gesprächsthema Nummer eins. Der Einsatz des 28 Jahre alten Polen ist zumindest fraglich, auch wenn er selbst am vergangenen Samstag hoch und heilig versichert hatte, dass er einsatzbereit sein werde.

"Wir müssen abwarten und werden morgen entscheiden. Wenn er Schmerzen hat, wird er nicht spielen", sagte Trainer Carlo Ancelotti am Dienstagabend, fügte aber vor dem Viertelfinal-Kracher am Mittwoch (20.45 Uhr im LIVETICKER) gegen die Königlichen in aller Deutlichkeit an: "Es wird an unserer Strategie und an unserem Selbstvertrauen nichts ändern. Wir wissen wie stark er ist, aber wir können auch ohne ihn stark sein. Da habe ich keine Zweifel."

"Wir sind ganz ruhig"

Lewandowski nahm am Dienstag nur 20 Minuten lang am Abschlusstraining teil. Sollte der Torjäger, der in dieser Saison bereits 38 Pflichtspieltreffer erzielt hat, tatsächlich ausfallen, würde wohl Weltmeister Thomas Müller ins Sturmzentrum rücken. "Es steht immer einer bereit. Wir haben einen super Kader. Wir werden ein gutes Spiel machen. Wir sind ganz ruhig", betonte deshalb auch Superstar Arjen Robben.

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Die Bayern geben sich betont gelassen, aber im Umfeld ist die Aufregung beim Auftritt von Superstar Cristiano Ronaldo riesig. Es ist ein Spiel, das die Fußball-Welt elekrtisiert: die schwarze Bestie gegen das königliche weiße Ballett, Lehrmeister Carlo Ancelotti gegen Schüler Zinédine Zidane, Edel-Techniker Thiago gegen Weltmeister Toni Kroos, und, und, und. Mehr geht nicht!

"Es ist Showtime. Pack ma's", sagte Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge über den "Kampf der Schwergewichte", wie sogar die UEFA den europäischen Klassiker in großen Worten ankündigte. "Es ist wahrscheinlich das beste Spiel, das es weltweit gibt", sagte Real-Legende Emilio Butragueño vor dem mit Spannung erwarteten Hinspiel in der Allianz Arena. Immerhin kommen die Giganten zusammen auf 58 Meistertitel (26 Bayern, 32 Real) und 16 Triumphe in der Königsklasse (fünf, elf).

"Es werden zwei fantastische Spiele, auf die sich alle freuen", sagte der Ex-Münchner Kroos, und Bayerns Kapitän Philipp Lahm pflichtete ihm bei: "Das ist ein Viertelfinale, hört sich aber wie ein Finale an." Ein "Finale", in dem die Chancen auf 50:50 taxiert werden, für das sich die Bayern aber gerüstet fühlen.

Real ohne Innenverteidiger-Duo

"Ich habe großes Vertrauen in die Mannschaft, wir sind sehr, sehr gut aufgestellt", betonte Lahm trotz der Sorgen um Lewandowski und des Ausfalls von Mats Hummels. Immerhin sind Manuel Neuer und Thomas Müller wieder einsatzbereit. Kroos hätte bei seiner Rückkehr nach München ohnehin am liebsten, "wenn die Bayern mit ihrer besten Elf spielen. Ich liebe Herausforderungen."
Bei Real fehlen in Pepe und Raphael Varane zwei Innenverteidiger. Für Rummenigge klingt der Kader des "sicherlich populärsten Klubs der Welt" aber immer noch wie "ein 'who is who' des internationalen Fußballs. Die größte Attraktion ist für mich nach wie vor Cristiano Ronaldo", meinte der Bayern-Boss, "dennoch", fügte er entschlossen an: "Wir sind stark genug, um uns auch vor dieser herausragenden Mannschaft nicht verstecken zu müssen."

Ancelotti kann dies nur unterstreichen. "Wir haben gute Chancen, uns durchzusetzen", sagte der 57 Jahre alte Italiener vor dem "sehr speziellen" Spiel gegen seinen Ex-Klub, den er 2014 zum Triumph in der Champions League geführt hatte. Rummenigge erwartet für den Coach "zwei sehr emotionale Abende, Wechselbäder der Gefühle". Ancelotti sei ein "Topinsider" und wisse, "wie ihr Herz schlägt". Doch Vorteile sieht der Münchner Trainer trotzdem nicht: "Es gibt keine Geheimnisse."

Man kennt sich so oder so bestens. Beim letzten Mal erlebten die Münchner allerdings ein Debakel: Im Halbfinale 2013/14 verloren sie unter Pep Guardiola in Madrid 0:1 und zu Hause 0:4 (!). Trainer von Real: Carlo Ancelotti. Und genau dieser Ancelotti soll drei Jahre später den Spieß umdrehen und die Bayern ins Finale nach Cardiff (3. Juni) und zum begehrten Titel führen. 

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