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Sebastian Vettel fuhr im Freien Training zum Großen Preis von Russland die mit Abstand schnellste Runde

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28. April 2017, 16:53 Uhr
Sebastian Vettel
Sebastian Vettel dreht die mit Abstand schnellste Runde

Sebastian Vettel wirkt auch unter der strahlenden Sonne am Schwarzen Meer wie ein echter WM-Favorit. Ferrari dominierte das freie Training zum Großen Preis von Russland deutlich, der Heppenheimer drehte dabei die mit Abstand schnellste Runde am Freitag - Mercedes um Vizeweltmeister Lewis Hamilton hatte im Olympiapark von Sotschi dagegen Probleme zu folgen.

Zum Auftakt vor dem Rennen am Sonntag (14.00 Uhr im LIVETICKER) benötigte WM-Spitzenreiter Vettel auf seinem schnellsten Umlauf 1:34,120 Minuten, sein Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen hatte als Zweiter rund zweieinhalb Zehntelsekunden Rückstand. Erst dahinter reihten sich die Silberpfeile ein: Valtteri Bottas (+0,670) wurde Dritter vor Vettels großem Rivalen - der WM-Zweite Hamilton hatte rund sieben Zehntel Rückstand auf den Deutschen, der zwei der bisherigen drei Saisonrennen gewann.

"Dieser Abstand ist nicht realistisch", schränkte Vettel gleich ein: "Ich denke, Mercedes wird morgen keine Probleme haben, das hier ist eine sehr gute Strecke für sie. Man kann hier vieles noch verschleiern, deshalb schaue ich erstmal nur auf unsere Leistung. Die schnelle Runde war okay, viel wichtiger war, was wir danach im Renntrimm gemacht haben. Das sah auch gut aus."

Nico Hülkenberg (Emmerich/+2,209) landete im Renault auf dem achten Platz. Pascal Wehrlein (Worndorf) lag im unterlegenen Sauber als 18. knapp dreieinhalb Sekunden hinter der Spitze. Mercedes hatte am Freitag Pech mit Verkehr auf der Strecke, schien aber auch grundsätzlich noch Zeit auf die Roten zu verlieren. Das überrascht, denn zumindest auf einer schnellen Runde war Mercedes in dieser Saison trotz der Probleme stets stärker als Ferrari. Für das Qualifying am Samstag (14.00 Uhr) verspricht dies angesichts des doch großen Abstandes Spannung, die erste Ferrari-Pole seit Singapur 2015 scheint möglich.

"Das war ein schwieriger Tag für uns", sagte Hamilton: "Wir haben unser geplantes Programm absolviert, aber Ferrari scheint sehr, sehr schnell. Wir müssen schauen, wo wir unsere Geschwindigkeit noch verbessern können."

 

Probleme bei Mercedes

Grundsätzlich wird Mercedes in Sotschi eigentlich wieder stärker eingeschätzt als etwa beim vergangenen WM-Lauf in Bahrain. Dort hatten die Silbernen am Rennsonntag auf lange Distanz Probleme mit den Hinterreifen, auch beim Saisonstart in Melbourne wurde dies zum Stolperstein. Das Problem: Bei zu hohen Temperaturen überhitzen die Oberflächen der Pneus am W08.

Dieser Problematik widmete Mercedes sich bei den Tests im Anschluss an den Großen Preis in Bahrain ausgiebig. Ob die Maßnahmen Erfolg hatten, "wissen wir aber noch nicht", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff dem SID: "Wir hatten bei den hohen Temperaturen in Bahrain perfekte Laborbedingungen. Aber ob wir das Problem verstanden und behoben haben, werden wir eher bei den kommenden Rennen sehen. Hier in Sotschi vielleicht nicht so sehr, weil der Asphalt sowieso sehr reifenschonend ist." Erneuter Reifenärger für Mercedes am Rennsonntag gilt in Sotschi daher als eher unwahrscheinlich.

Zumindest am Freitag schien sich nun allerdings ein ganz neues Problem aufzutun, das auch die Performance im Qualifying beeinflussen könnte - endgültig aufgedeckt werden die Karten aber ohnehin erst am Samstagnachmittag. Und zumindest bisher war der Kurs rund um die Olympiastätten von 2014 Mercedes-Revier: Seit der Premiere vor drei Jahren holten die Silberpfeile stets den Sieg.

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