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Schalke macht sich Mut - mit BVB und Heldt-Erfahrung

Zu den Kommentaren6 Kommentare   |   Quelle: sid
24. Februar 2014, 12:07 Uhr
Horst Heldt
Horst Heldt spricht aus Erfahrung

Ausgerechnet im Spiel des Jahres ist für Schalke 04 der Erzrivale das Vorbild. Wie Borussia Dortmund vor zehn Monaten Real Madrid entzauberte, hat Trainer Jens Keller vor dem Achtelfinale der Champions League gegen die Königlichen natürlich vor Augen.

Wie viel er seinen Spielern vom damaligen 4:1 des BVB zeigen will, verriet er allerdings nicht. "Die Mannschaft wird einige Szenen sehen. Ob wir jetzt Dortmund-Bilder bringen, weiß ich nicht", sagte der 43-Jährige vor dem Hinspiel am Mittwoch im ZDF und fügte schmunzelnd hinzu: "Ich glaube, wir haben gar keinen Fernseher, auf dem man Gelb abspielen kann." Auch wenn der Revierrivale es im letztjährigen Halbfinale vorgemacht hat - zu viel Schwarz-Gelb verträgt Königsblau nicht.

Sportvorstand Horst Heldt kramte deshalb in seinem eigenen Erfahrungsschatz, um dem krassen Außenseiter vor dem Duell mit dem Rekord-Europapokalsieger Mut zu machen. "Ich habe es als Spieler selbst erlebt", sagte der 44-Jährige: Am 1. Oktober 2003 bezwang er mit dem VfB Stuttgart den scheinbar übermachten englischen Meister Manchester United mit 2:1. "Wenn du den ersten Zweikampf gewinnst, die erste Möglichkeit hast, wenn die Zuschauer einen Einwurf bejubeln, dann wächst etwas. Das kann eine Mannschaft tragen", erinnerte sich der ehemalige Mittelfeldspieler.

Vor zehneinhalb Jahren funktionierte es: Der Underdog wuchs über sich hinaus und triumphierte. Der Gigant fiel, und ein Supertalent namens Cristiano Ronaldo schlich als Verlierer vom Feld. Der Portugiese kommt nun als Weltfußballer nach Schalke. Und allein schon die Aufgabe, den 29-Jährigen zu stoppen, bereitet den Gelsenkirchenern Kopfzerbrechen.

Der zuletzt stärkste Rechtsverteidiger Atsuto Uchida ist verletzt, sein Vertreter Tim Hoogland wirkte schon in der Bundesliga das eine oder andere Mal überfordert. So ruht die Hoffnung auf Kapitän Benedikt Höwedes. Ob der Nationalspieler nach seinem Muskelfaserriss gegen Real wieder spielen kann, ist aber noch ungewiss.

"Er muss sagen, ob er in der Lage ist", sagte Heldt und fügte an: "Es wäre natürlich wichtig, wenn er spielen könnte." Die Mammutaufgabe gegen Real-Superstar Ronaldo könnte aber auch Höwedes nicht alleine lösen: "Egal wer spielt, er braucht Unterstützung."

Das Wichtigste, glaubt Heldt, sei "Mut zum eigenen Spiel". Nach 13 von 15 möglichen Punkten in der Bundesliga-Rückrunde und mittlerweile acht Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage (bei nur zwei Gegentoren) ist das Selbstbewusstsein auf Schalke gewachsen - trotz des mageren 0:0 am Freitag gegen Mainz 05. "Man kann in einem Augenblick auch mal die Gesetze aushebeln", meinte Heldt, "das ist nicht nur im DFB-Pokal möglich."

Mut machen könnte den Königsblauen auch die Statistik. Denn Real hat trotz aller Erfolge einen regelrechten Deutschland-Komplex: Von 25 Spielen in deutschen Stadien gewannen die Königlichen nur eins - vor 14 Jahren in Leverkusen. Die letzten sechs Gastspiele verloren sie allesamt. Doch davon will Heldt nichts hören: "Das ist eine Kack-Statistik."

 

 

zu "Schalke macht sich Mut - mit BVB und Heldt-Erfahrung"
6 Kommentare
Letzter Kommentar:
achwas schrieb am 24.02.2014 21:03
jetzt mal ganz objektiv betrachtet, hat Schalke weder im Hin- noch im Rückspiel den hauch einer chance!

2:0 und 4:1 für Real.
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