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Transfergerüchte im Sommer - Segen oder Fluch?
Immer her damit, über solche Gerüchte kann man herrlich diskustieren.
Erst wenn der Spieler mit neuem Trikot in der Hand da steht, ist das eine Meldung wert.
Die Gerüchte gehören nun mal zum Geschäft, aber ich lese nur die Überschriften.

1. FC Nürnberg

Schäfer, R.
Bei den gefährlichen Offensivaktionen der Gladbacher immer auf dem Posten - lediglich bei Herrmanns Anschlusstreffer in der 58. Minute war er ohne Abwehrchance. Parierte gut gegen Herrmann (36., 63.), De Jong (43.) und Juan Arango (56.). In der 8. Minute hatte Schäfer Glück, dass Kiyotake für ihn nach Herrmanns Schuss den Ball von der Linie kratzte.
Chandler, T.
Ordentliches Spiel von Chandler als Rechtsverteidiger, der aber beim schnell ausgeführten Freistoß der Borussia in der 58. Minute De Jong aus den Augen ließ - der Niederländer konnte so das 1:2 von Herrmann vorbereiten. Chandler schaltete sich schon früh immer wieder ins Angriffsspiel der Nürnberger ein und schlug brauchbare Flanken in den Borussia-Strafraum. Bei einer Herrmann-Chance in der 36. Minute zusammen mit Frantz nicht in der Lage, den Gladbacher bei einem Konter zu stellen.
Nilsson, P.

Nilsson, P

. : 3,5
Hatte so seine Schwierigkeiten mit Patrick Herrmann, den er zum Beispiel nicht am Torerfolg in der 58. Minute hindern konnte. Auch De Jong kam zentral einmal zu einer Großchance, als Nilsson und Klose sich nicht gut abgestimmt hatten (43.). Fand insgesamt aber mit zunehmender Spieldauer besser ins Spiel, behielt in der hektischen Schlussphase dann den Überblick.
Klose, T.
Wirkte von Beginn an ruhig und abgeklärt, oft klärte er schon vor dem Strafraum, bevor es richtig gefährlich werden konnte für das FCN-Tor. Durch die defensive Spielweise der Nürnberger, die die Räume vor dem Strafraum sehr eng machten und auf den Flügeln wenige Flanken zuließen, mit relativ wenigen Ballkontakten im Zentrum.
Pinola, J.

Pinola, J

. : 3,5
Der Routinier ist nicht unumstritten in Nürnberg, auch gegen Gladbach unterlief ihm der eine oder andere Ballverlust oder Fehlpass zuviel. Doch als es im zweiten Abschnitt darauf ankam, in den verbleibenden 30 Minuten den knappen Vorsprung zu sichern, da war der Argentinier voll da. Kämpferisch und läuferisch ohne Fehl und Tadel, sicherte lieber Frantz ab, als selbst den Weg nach vorne anzutreten.
Kiyotake, H.
Stärkster Feldspieler der Nürnberger. War enorm lauffreudig, tauchte mal auf dem Flügel, mal zentral auf und war mit seinen Dribblings und Pässen belebendes Element in der FCN-Offensive. In der 30. Minute schaltete er nach einem Marx-Fehlpass blitzschnell und bereitete so das vorentscheidende 2:0 vor. Ausbaufähig ist sicher seine Zweikampfbilanz.
Feulner, M.
Wie Kiyotake hatte auch Feulner einen guten Tag erwischt im Dress des Clubs. Machte viele Kilometer, zog viele Fouls, war im Mittelfeld viel unterwegs und harmonierte gut mit Kiyotake. Brachte zum Beispiel in der Szene, die zum zwischenzeitlichen 2:0 führte, mit seinem geschickten Laufweg im Zentrum die Gladbacher Abwehr ins Wanken. Torgefahr strahlte Feulner aber nicht aus, auch gefährliche Zuspiele ins Zentrum kamen von ihm noch zu wenig. Defensivleistung: ok.
Simons, T.
Vom Papier her spielte Nürnberg im 4-1-4-1-System - Simons war der zentrale Spieler vor der eigenen Viererkette, der jedoch defensiv von Balitsch unterstützt wurde. Kam nicht immer ohne Fouls aus gegen Gladbach, fand in den Zweikämpfen auch nicht immer das richtige Timing. Übernahm aber Verantwortung in der vierten Minute, verwandelte den umstrittenen Foulelfmeter sicher.
Balitsch, H.
Unterstützte vor allem Simons bei den Aufgaben in der Defensive zuverlässig, ohne aber dabei wirklich zu glänzen oder sich wenigstens positiv abzuheben. Eine alles in allem durchschnittliche, vor allem aber eine fehlerfreie Partie des erfahrenen Haudegen.
Frantz, M.
Aufregung in der vierten Minute, als Frantz nach der Grätsche von Marx im Gladbacher Strafraum schon abhob, bevor es dann doch noch eine Berührung gab. Unsportlich sagen die einen, clever gemacht die anderen - fest steht: Mit seiner Elfmeterentscheidung lag Schiedsrichter Meyer in dieser Szene daneben. Im weiteren Spielverlauf mit einer durchwachsenen Leistung: Konnte sich nur selten gegen Jantschke durchsetzen, arbeitete aber gut nach hinten mit - mit Ausnahme der Szene in der 36. Minute, als Herrmann ihm und Chandler entwischte.
Pekhart, T.
War bei Gladbachs Innenverteidigung lange Zeit wie abgemeldet, dann aber bewies er in der 30. Minute doch eiskalt und effektiv seinen Torinstinkt: Von Kiyotake im richtigen Moment in Szene gesetzt, ließ er sich die Chance zum 2:0 nicht entgehen, traf mit einem platzierten Flachschuss in die lange Ecke. Ausgewechselt in der 68. Minute gegen Polter.
Polter, S.
Für Pekhart ins Spiel gekommen, hatte Polter in der 72. Minute im Fünfmeterraum der Gladbacher die große Chance, das Spiel zugunsten des FCN zu entscheiden, verpasste aber den richtigen Moment zum Torabschluss. Konnte nicht nachhaltig auf sich aufmerksam machen in der Offensive, auch er war zum Schluss als Defensivspieler gefordert.
zu "Einzelkritik 1. FC Nürnberg Bundesliga Fußball, 20. Spieltag ..."
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