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F1 News und Gerüchte: Juan Pablo Montoya: Sebastian Vettel ist besser als Hamilton

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30. März 2016, 16:38 Uhr
Juan Pablo Montoya
Aus der Sicht von Montoya ist Vettel besser als Hamilton

Juan Pablo Montoya sieht in Sebastian Vettel den akribischeren Arbeiter, und damit den besseren Rennfahrer im Vergleich zu Lewis Hamilton. Der wiederum zweifelt an den Regeländerungen für die Saison 2017. Bernie Ecclestone trauert Flavio Briatore nach, Fernando Alsono braucht das Okay der Ärzte und Renault strebt nicht nach Dominanz.

Montoya: Vettel ist besser als Hamilton: Für Juan Pablo Montoya ist Sebastian Vettel ein besserer Rennfahrer als Lewis Hamilton. Vettel sei der "komplettere Fahrer", sagte der Ex-F1-Pilot der Auto Bild Motorsport. Und die höhrere Qualität komme nicht von ungefähr, sondern sei das Resultat harter Arbeit.

"Ich habe ihn schon getroffen, als er noch ein junger Kerl war und schon da hat er mehr gearbeitet, als ich es je bei jemand anderem gesehen habe", erinnerte sich Montoya. Deswegen glaubt der Kolumbianer auch an die Titelchance des vierfachen Weltmeisters: "Wenn Ferrari einen guten Job macht, dann ja. In der Formel 1 ist es einfach: Wer immer das beste Auto hat, der ist auch der schnellste Fahrer."

Hamilton zweifelt an Regeländerung: In der Saison 2017 sollen die F1-Boliden pro Runde fünf Sekunden schneller fahren. Dadurch soll die Königsklasse für den Zuschauer wieder interessanter werden. In den Augen von Hamilton wird dieser Schuss aber nach hinten losgehen: "Wenn wir nur fünf Sekunden schneller werden, wird sich nichts ändern - wir fahren einfach nur schneller."

Die Änderung würden "nicht für besseres Racing sorgen". Stattdessen sollte das Überholen gefördert werden: "Ich selbst denke, dass wir mehr mechanischen Grip und weniger aerodynamische Wirbel am Heck des Autos brauchen, damit wir näher heranfahren und überholen können."

Ecclestone wünscht sich Briatore-Comeback: Bernie Ecclestone vermisst Flavio Briatore: "Ich würde mir wünschen, dass Flavio zurückkommt. Aber das ist nicht möglich. Das ist sehr traurig, denn es ist ein großer Verlust für die F1", sagte der F1-Boss den Gulf News. Briatore hat seit der Crashgate-Affäre von 2009 kein Amt mehr in der Königsklasse ausgeübt. 

Die Sperre ist zwar mittlerweile aufgehoben, sein Ruf und das Vertrauen in Briatore hat aber gelitten. Allerdings nicht in den Augen von Ecclestone: "Soweit es mich betrifft, ist er der Kerl, dem ich am meisten vertraue. Ich vertraue ihm so sehr, dass ich ihm ohne zu zögern mein Blankoscheckbuch geben würde. Es ist Unsinn, kein Vertrauen und keinen Glauben an ihn zu haben."



Alsono braucht Einverständnis der Ärzte: Nach seinem schweren Unfall in Melbourne ist Fernando Alonso auf das Urteil der FIA-Ärzte angewiesen. Nur wenn er grünes Licht erhält, darf er in Bahrain starten. Der zweifache Weltmeister wird am Donnerstagmorgen gründlich untersucht. Danach wird entschieden, ob er renntauglich ist. 

Alonso selbst wird alles dafür tun, in Bahrain im Cockpit zu sitzen: "Ich bin erfreut, nach meinem Unfall in Australien nach Bahrain zu kommen", wird der 34-Jährige von motorsport-total.com zitiert, "ich habe einige Zeit mit Ausruhen verbracht und kann es nicht erwarten, ins Auto zurückzukehren." Allerdings konnte Alonso die letzten Wochen offenbar nicht trainieren. 

Wie die Sun berichtet, wird Ersatzfahrer Stoffel Vandoorne einspringen, sollte Alonso keine Starterlaubnis erteilt werden. Derzeit befindet sich der Belgier in Japan für Super-Formula-Tests. McLaren scheint also nicht davon auszugehen, dass sie ihren Ersatzfahrer benötigen. 

Force India mit Updates nach Bahrain: In den letzten Jahren erwies sich Bahrain als gutes Pflaster für Force India. Um die Leistungen aus den letzten Jahren zu bestätigen, rüstete das Hülkenberg-Team seine Fahrer für den zweiten Grand Prix der Saison mit einigen Updates aus, die für eine bessere Performance als noch in Melbourne sorgen sollen.

"Wir haben für Bahrain ein paar Updates. Genauer gesagt sind es ein paar aerodynamische Änderungen, die die Frontpartie verbessern sollten. Die sollten das Auto etwas schneller machen," erzählte Otmar Szafnauer auf motorsport-total.com. Der Betriebsleiter hofft, "dass da mehr drin ist, als die Plätze sieben und 13. Bahrain ist eher eine Motorenstrecke als Melbourne."

Etwas zurückhaltender, aber trotzdem optimistisch blickt auch Teamchef  Vijay Mallya voraus: "Auf dem Papier sollte Bahrain eine starke Strecke für uns sein. Also bin ich optimistisch, dass wir eine ähnliche Performance wie in Melbourne zeigen können."

Renault: Dominanz ist nicht das Ziel: Auf kurz oder lang will Renault das alles dominierende Mercedes-Team zwar stürzen. In dessen Fußstapfen wollen die Franzosen, die nach sechsjähriger Abstinenz mit eigenem Werksteam in die F1 zurückgekehrt sind, aber nicht treten. "Wir sind nicht wie andere Premiummarken. Wir sind Franzosen und Kämpfer", wird Konzernchef Carlos Ghosn von motorsport-total.com zitiert.

Anstatt also konkurrenzlos vorne weg zu fahren, will man "eine spannende Geschichte kreieren. Wir wollen etwas tun, was Spaß macht und gut für den Sport ist." Deswegen müsse auch nicht jedes Rennen gewonnen werden, "weil das nicht gut für jeden ist. Aber wir wollen ein Sieganwärter in jedem Rennen werden."

Nach der Saison 2016, die bereits als Übergangsjahr deklariert wurde, soll spätestens 2018 angegriffen werden: "Wir wissen, dass es zwei bis drei Jahre dauern wird, um auf das Podium zu kommen. Wir wissen, dass das nicht Gold bedeutet, aber das Podest wäre ein guter Anfang", betonte Motorsportchef Cyril Abiteboul. 

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