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Curva Grande vor dem Ende?

Zu den Kommentaren0 Kommentare   |   Quelle: sportal.de
25. Januar 2016, 13:35 Uhr
Jacques Villeneuve
Jacques Villeneuve trauert den alten Zeiten hinterher

Der Italien-GP in Monza könnte ein neues Gesicht bekommen und seine traditionsreiche Curva Grande verlieren. Die Tank-Stopps bleiben ein Wunschdenken und  Pat Fry heuert bei Manor an. Jacques Villeneuve fordert die Verrücktheit zurück, während Honda neue Pferdestärken findet und Argentinien in den Rennkalender zurück will.

Monza soll umgestylt werden: Der Autodromo Nazionale di Monza, seit 1950 Austragungsort des Italien-GP, soll laut italienischen Medienberichten umgebaut werden. Die traditionsreiche und charakteristische Curva Grande soll durch einen alten, reaktivierten Streckenabschnitt sowie eine neue Schikane ersetzt werden.

Mit diesem Einschnitt soll speziell die Moto-GP wieder angelockt werden. Die Motorrad-Königsklasse blieb Monza seit 1987 fern. Die F1 überlegt nun, sich der Streckenänderung anzuschließen und auf die Curva Grande zu verzichten. Laut Gazzetta dello Sport soll Sebastian Vettel den veränderten Kurs im Simulator bereits getestet und für gut befunden haben. 

Der Umbau könnte bis zu vier Millionen Euro kosten, hängt aber auch davon ab, ob die Königsklasse über die Saison 2016 hinaus in Monza gastiert. Dann läuft der bestehende Vertrag aus. Gespräche mit Bernie Ecclestone werden bereits geführt, der Chef-Promoter fordert laut Autoprint 28 Millionen Euro pro Jahr, während Monza nur 20 Millionen aufbringen kann.

Früherer Ferrari-Ingenieur Fry zu Manor: Der Ex-Ferrari-Ingenieur Pat Fry ist künftig für den Manor-Rennstall tätig. Der 51-Jährige, der in seiner Zeit als Chefingenieur von McLaren in den 90er-Jahren unter anderem Mika Häkkinen und David Coulthard betreute, war von Juli 2010 bis Dezember 2014 stellvertretender Technischer Direktor bei Ferrari, ehe sich die Scuderia im Zuge der personellen Neuausrichtung von ihm trennte.

Der Rennstall Manor-Marussia, in der Formel-1-WM bisher mit Ferrari-Motoren unterwegs, wird ab der Saison 2016 von Mercedes ausgerüstet. Fry, der in seinen Jahren bei McLaren ebenfalls mit Mercedes-Motoren arbeitete, soll die Entwicklung vorantreiben.

Haas glaubt an Austin-GP: Da Texas die Förderungsmittel für den Austin-GP von 25 auf 19,5 Millionen Dollar gesenkt hat, steht der Große Preis auf der Kippe. Hinzu kommt das Regenchaos aus dem letzten Jahr, das den GP finanziell zum Fiasko für die Betreiber werden ließ. 

Trotzdem ist sich Gene Haas, Begründer des neuen Haas-F1-Rennstalls, sicher, dass das Rennen auf dem Circuit of The Americas stattfinden wird. "Diese Bedenken gibt es immer. Aber es ist eine wunderschöne Strecke. Sie haben viel Geld reingepumpt. Ich glaube nicht, dass sie deswegen jetzt hinschmeißen", so Haas gegenüber Autosport.com

Ferner ist sich der 62-Jährige sicher, dass die Präsenz der F1 in Amerika steigen wird: "Es stehen Rennen in Anaheim, Kalifornien und New Jersey im Raum. Es wird nicht so sein, dass die F1 aus Amerika verschwindet. Vielmehr geht es darum, ob drei oder sogar vier Rennen stattfinden."

Tank-Stopp erneut abgelehnt: Der Vorschlag, die Befüllung des Tanks während eines Rennens wieder einzuführen, wurde abgeschmettert, bevor er überhaupt konkret diskutiert wurde. Die Strategiegruppe gab am Rande eines Treffens in genf zu verstehen, dass die Wiedereinführung mit der Kostenkontrolle der Teams nicht vereinbar sei.

Bereits im Mai 2015 keimte das Thema auf. Während die Fahrer dafür plädierten, waren die Teams durchweg dagegen. Nun wurde der Vorschlag erneut laut, aber wieder abgelehnt, da die Kosten letztlich einen entscheidenden Faktor darstellen.

Villeneuve will verrückte F1 zurück: Jacques Villeneuve glaubt, den Grund für die sinkende Beliebtheit der Königsklasse gefunden zu haben: "Die Formel 1 muss extrem sein, unerreichbar, verrückt, bescheuert - so war sie immer. Sie ist ein Labor, in dem der Himmel das Limit ist."

Aktuelle Trends und undurchsichtige Techniken wie DRS oder die Hybrid-Motoren würden die Königsklasse allerdings uninteressant werden lassen: "Das ist nicht die F1. Das ist nicht extrem und macht keinen Sinn. Es sorgt dafür, dass die Aufmerksamkeit der Leute für den Sport sinkt", so der Ex-Weltmeister gegenüber CNN.  

Honda sieht sich in Schlagdistanz: Wie die AS berichtet, soll Honda ein Durchbruch bei ihrer Power Unit gelungen sein. Angeblich sei man nun in der Lage, bis zu 223 PS mehr aus dem Motor herauszuholen. Damit wäre das McClaren-Team der beiden Ex-Weltmeister Jenson Button und Fernando Alonso nach dem verkorksten Debüt-Jahr in Kontakt mit den Spitzenteams. 

Dafür soll Honda in 24-Stunden-Schichten am Antrieb gearbeitet haben, auch an Weihnachten und Silvester wurde durchgeschraubt. Am Kühlungssystem wurde zudem ebenfalls intensiv gearbeitet, um die mangelnde Zuverlässigkeit zu beheben. In der letzten Saison musste die Leistung immer wieder heruntergefahren werden, um ein langes oder heißes Rennen zu überstehen. 



Argentinien an GP interessiert: Argentiniens neuer Präsident Mauricio Macri will das Image seines Landes aufpolieren und sich neben der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 auch für einen F1-Grand-Prix ins Spiel bringen. Das bestätigte Tourismus-Minister Gustavo Santos der spanischen Nachrichtenagentur EFE.

Laut Santos würden solche presigeträchtigen Events "unsere Marke und unsere Position verstärken." Bernie Ecclestone bestätigte zum Ende der letzten Saison bereits Gespräche und schloss einen Einstieg der Südamerikaner nicht aus. In Buenos Aires fanden zwischen 1953 und 1998 insgesamt bereits 21 Rennen statt. 

Marciello: "Arrivabene mochte mich einfach nicht":
 Nach seinem Aus bei Ferrari hat Nachwuchs-Fahrer Raffaele Marciello gegen Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene nachgetreten: "Wir haben nie wirklich gut zusammen gearbeitet. Also entschied er, dass ich nicht die richtige Person für Ferrari bin", erklärte Marciello bei Motorsport.com und fügte hinzu: "Ich glaube, er mochte mich einfach nicht."

Mit der Trennung von Ferrari endet auch die Anstellung als Testfahrer für Sauber. Die Königsklasse rückt für den 21-Jährigen damit erstmal in die Ferne. Beim russischen GP2-Team Russian Time will er sich dennoch für höhere Aufgaben empfehlen: "Wenn ich in der GP2 eine gute Saison fahre, kann das einige Türen öffnen. Ich werde mein Bestes geben, um nächstes Jahr in der F1 zu starten."

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