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Beiersdorfer über Rucksack-Affäre: 'Kein grundsätzlicher Imageschaden'

Zu den Kommentaren5 Kommentare   |   Quelle: sportal.de
19. August 2015, 09:46 Uhr
Dietmar Beiersdorfer
Dietmar Beiersdorfer findet an der Aktion nichts Tragisches

Der HSV-Saisonstart hätte kaum schlimmer laufen können. Neben dem Pokal-Aus und der Klatsche beim FC Bayern gab es abseits des Platzes wenig zu lachen: Sportdirektor Peter Knäbel wurde ein Rucksack gestohlen, in dem unter anderem Gehaltslisten waren, zudem wurde ein Fan-T-Shirt mit einer Choreographie von Hertha BSC verkauft. Jetzt meldete sich Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer zu Wort - und blickt nach vorne.

"Wir haben Anzeige erstattet und lassen den Fall des Datenklaus bekanntermaßen von einer unabhängigen Gesellschaft prüfen. Ich glaube aber nicht, dass das jetzt unserem Image grundsätzlich schadet, da festgestellt wird, dass wir professionell und zielorientiert mit dieser Sache umgehen", stellte Beiersdorfer in der Sport Bild klar.

Daher führte er weiter aus: "Wir bekommen grundsätzlich sehr viele positive Rückmeldungen zur Entwicklung unseres Klubs, unsere Fans stehen in außergewöhnlicher Weise zum Verein. Trotzdem ist uns klar: Es darf nicht passieren, dass Dokumente des HSV unerlaubt an die Öffentlichkeit kommen. Das ist schwerwiegend. Aber es ist nicht bewiesen, dass die Schuld beim HSV liegt."

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Beiersdorfer: "Machen auch viele gute Sachen"

 


Der HSV fokussiert sich derweil darauf, die Negativ-Spirale zu verlassen: "Wir arbeiten viel und zielgerichtet. Dass es auch mal zu Fehlern kommt, ist nicht immer auszuschließen. Natürlich darf es uns nicht passieren, dass wir ein T-Shirt fertigen mit einem Bild von Hertha BSC. Da brauchen wir eine bessere Qualitäts-Kontrolle. Aber wir machen auch viele gute Sachen."

So habe der Klub "eine Stiftung für die Förderung des Nachwuchses in Hamburg gegründet, um unsere soziale Verantwortung für die Menschen dieser Stadt und die Stadt Hamburg auf ewig zu zementieren, unsere Arena heißt zur Freude unserer Anhänger wieder Volksparkstadion, und wir beginnen in diesem Jahr mit dem Bau unseres Nachwuchs-Campus, der in Zukunft ein wichtiger Erfolgsfaktor für uns wird. Wer unseren Weg versteht, verzeiht uns auch den einen oder anderen Fehler".

Letztlich müsse der HSV einen Schritt nach dem anderen machen: "Ein Beispiel: Bei den Sichtungslehrgängen des DFB stellen die Scouts anderer Vereine fest: 'Ah, der schlafende Riese HSV ist auch wieder aufgewacht.' Weil wir lange gar nicht da waren. Wenn ich nicht hinfahre, kann ich keinen Fehler machen. Ich kriege aber auch keinen guten jungen Spieler. Jetzt werden wir vielleicht auch mal einen Spieler holen, der nicht einschlägt. Aber wenn ich immer hinfahre, kriegen wir auch wieder genau das richtige Talent. Da wollen wir hin."

Autor: Adrian Franke

 

zu "Beiersdorfer über Rucksack-Affäre: 'Kein grundsätzlicher ..."
5 Kommentare
Letzter Kommentar:
orangeoctober schrieb am 19.08.2015 12:55
Die meisten die hier kommentieren, haben schon seit langer Zeit jegliche Objektivität hinsichtlich der Lage beim HSV verloren. Man liest anscheinend nur noch HSV und lästert sinnfrei drauf los. Bitte setzt euch doch konstruktiv mit dem Thema auseinander. Man hört nur noch Stammtischparolen und hämisches Gelächter.

Dass der HSV bei DFB-Sichtungslehrgängen nicht mehr vor Ort war, ist erstens nicht die Schuld derjenigen, die aktuell die Verantwortung tragen und zweitens nicht gleichbedeutend damit, dass der HSV die entsprechenden Talente überhaupt nicht gesichtet bzw. auf dem Schirm hatte. Klar sollte eine Teilnahme selbstverständlich sein. Da stimmte ich zu. Der HSV nimmt wieder daran Teil. Ein Fehler der letzten Jahre, der von den Verantwortlichen korrigiert wurde. Daraufbezogene Kritik für die aktuell Verantwortlichen ist also unangebracht. Die sollte sich eher an Arnesen, Jarchow und Co. richten.

Drittens ist die Nachwuchsarbeit des HSV bisher zwar nicht Spitze aber auch nicht die Allerschlechteste gewesen. Das Problem lag und liegt bei der Durchlässigkeit zur Profimannschaft. Ich verzichte jetzt darauf Profis aufzuzählen, die aktuell in einer ersten Liga aktiv sind. Es sind nämlich einige. Auch gar nicht so schlecht. Das wird in Zukunft aber wahrscheinlich auch ein Problem bleiben, da Vereine mit mehr Geld kommen werden und die besten Talente wegkaufen werden (siehe Tah). Auch der mediale Rummel wird einige vertreiben, wie diesen Sommer z.B. Melvin Krohl (ehem. U17) zu Werder Bremen.

Ich glaube langsam, dass diejenigen, die besonders in den letzten Wochen und Monaten fröhlich auf den am Boden liegenden HSV eintreten, fern ab von der Realität sind. Ihr glaubt nämlich anscheinend, dass man einen Scherbenhaufen in der größenordnung des HSV innerhalb von drei Monaten bzw. seit der Umstrukturierung in eine AG aufsammeln kann. Da habt ihr euch gewaltig geschnitten!

Jahrelange misswirtschaft braucht auch jahrelange Aufarbeitung, um wieder eine solide Basis zu haben. Das wissen die Verantwortlichen beim HSV. Die meisten Leute, die sich hier zu Wort melden, anscheinend nicht.
Schöne Grüße aus Hamburg,
ein Pauli-Fan
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