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1. Werder Bremen und Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal gescheitert
Datum: 19. August 2012, 18:35 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa/sportal.de
Diskussion: 7 Kommentare
 
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Werder Bremen und Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal gescheitert

Matthew Taylor, Preußen Münster, Werder Bremen
Matthew Taylor traf dreimal für Preußen Münster gegen Bremen

Auf Hoffenheim, Greuther Fürth, HSV und Nürnberg folgten Eintracht Frankfurt und Werder Bremen - gleich sechs Bundesligisten gingen an einem heißen Pokalwochenende k.o. Das hat es seit der Saison 1987/88 nicht mehr gegeben.

Werder Bremen hat seine Mannschaft komplett umgekrempelt, doch noch greifen die Rädchen noch nicht ineinander. Das wurde den Hanseaten bei Preußen Münster zum Verhängnis und nach einem 2:4 nach Verlängerung war der Fehlstart für die Mannen von Trainer Thomas Schaaf perfekt.

Der Drittligist aus Münster belohnte sich vor 18.000 Zuschauern im ausverkauften Preußen-Stadion für einen couragierten Auftritt, bei dem der Underdog gleich zweimal einen Rückstand aufholte. Eljero Elia (45. Minute) und der eingewechselte Niclas Füllkrug (67.) hatten Werder in der regulären Spielzeit zweimal in Front gebracht. Doch der Amerikaner Matthew Taylor (54./82.) brachte die unermüdlich kämpfenden Münsteraner mit seinen Toren in die Verlängerung.

Dort gelang Dimitri Nazarov in der 96. Minute der Treffer zum 3:2, der überragende Taylor (118.) sorgte für die Entscheidung. Der Bremer Sokratis sah in der Verlängerung noch die Gelb-Rote Karte.

Bremen mit vier Neuzugängen 

Preußen Münster hatte bereits fünf Partien in der 3. Liga absolviert und dabei einen guten Saisonstart erwischt. Selbstbewusst und eingespielt präsentierten sich die Westfalen und hatten damit Werder einiges voraus. Thomas Schaaf bot mit Kevin de Bruyne, Nils Petersen, Theodor Gebre Selassie und Elia vier Neuzugänge in der Startformation auf. Sie konnten dem Bremer Spiel ihren Stempel aber noch nicht aufdrücken.

Im Gegenteil, Münster war zunächst besser im Spiel, die klareren Chancen besaßen indes die Gäste. Doch Bayern-Leihgabe Petersen scheiterte gleich zweimal freistehend am glänzend aufgelegten SCP-Schlussmann Daniel Masuch (12./26.).

Münster hält glänzend mit

Bei brütender Hitze war Münster dem Gegner auch läuferisch und kämpferisch mindestens ebenbürtig. In der 35. Minute hätten die unermüdlichen Offensiv-Bemühungen der Preußen fast Erfolg gehabt. Doch Werder-Keeper Sebastian Mielitz hatte zweimal großes Glück: Erst landete ein Freistoß des Ex-Bremers Amaury Bischoff am Pfosten, ein paar Sekunden später traf Kevin Schöneberg mit einem Gewaltschuss nur die Latte.

Auf der Gegenseite parierte Masuch erneut glänzend gegen Gebre Selassie (43.), bei Elias Schuss in den Winkel Sekunden vor der Pause war der Torhüter dann aber machtlos.

Taylor, immer wieder Taylor 

Nach dem Wechsel drängte der Drittligist auf den Ausgleich und wurde endlich belohnt. Torjäger Matthew Taylor setzte sich nach klugem Steilpass von Dimitri Nazarov nicht nur gegen Sokratis, sondern auch gegen Torhüter Mielitz durch und schob zum verdienten 1:1 ein.

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zu "Werder Bremen und Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal gescheitert"
7 Kommentare
Letzter Kommentar:
frank schrieb am 20.08.2012 13:30
Von ein paar Ausnahmespielern und Ausnahmeclubs mal abgesehen gilt für den Großteil der Bundesliga und Zweiten liga doch das große Hire & Fire! Der Bundesliga-Durchschnittsprofi spielt heute da und morgen dort. So fehlt die Identifikation mit dem Club, bei dem ich spiele, die Einstellung auf dem Platz fehlt, weil ob ich nu heute für Hertha oder morgen für Eintracht spiele, egal, eh eine Soße. Und jedes Jahr ein neuer Club, neuer Trainer, so lernen die Spieler ständig neue Systeme kennen, können aber letztendlich keines richtig. Und da haben wir ihn dann, den Universaldiletanten. Klasse kommt nämlich von Kontinuität und Nachhaltigkeit. Ich muss an etwas mal länger arbeiten, damit was bei rauskommt. Das ständige Auswechseln von Spielern, Trainern und Managern führt geradewegs in die Beliebigkeit. Es gab mal Zeiten, in denen Spieler dort, wo sie groß wurden auch einen Großteil der Karriere verbrachten. Damals stand auch nicht nur erste Liga drauf, da war auch erste Liga drin. Bis auf 2-3 Clubs sind die Bundesligisten heute nur noch vollkommen austauschbare Ensembles, nicht konkurrenzfähig international und national von jedem unterklassigen Team jederzeit in Schwierigkeiten zu bringen.
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