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'The Angry One': Klopp mit Wutrede nach Liverpool-Pleite

Zu den Kommentaren2 Kommentare   |   Quelle: sid
03. Januar 2016, 12:49 Uhr
Jürgen Klopp
Jürgen Klopp und der FC Liverpool unterlagen 2:0 gegen West Ham United

Jürgen Klopp kannte kein Erbarmen. Der sonst so smarte Fußballlehrer, der Kumpeltyp, dem mit seiner "Normal One"-Attitüde beim FC Liverpool und in der englischen Premier League die Sympathien zufliegen, zog nach der bitteren 0:2-Niederlage bei West Ham United am Samstag auf der Insel bislang unbekannte Saiten auf. Jürgen Klopp war "The Angry One" - und ließ seinem Ärger über den blutleeren Auftritt seines Teams in einer Wutrede freien Lauf.

"Es ist kein Tag, um enttäuscht zu sein - es ist ein Tag, um sauer zu sein. Ich habe es den Spielern umgehend nach Abpfiff gesagt: Das war nicht genug!", sagte Klopp.

Statt sich im Kampf um die Europapokalplätze mit dem möglichen dritten Sieg in acht Tagen eine bessere Position zu erarbeiten, offenbarten die Reds eklatante Schwächen: Die Abwehr agierte bei beiden Kopfball-Gegentoren durch Michail Antonio (10.) und Andy Carroll (55.) geradezu dilettantisch, die Offensive blieb über weite Strecken harmlos.

 

"95 Prozent reichen nicht"

An der Seitenlinie haderte Klopp, er versuchte das Spiel seiner Elf gestikulierend zu beeinflussen - und musste angesichts der mangelhaften Umsetzung die Niederlage doch kopfschüttelnd hinnehmen.

"Wenn man nicht 100 Prozent gibt, sondern nur 95, dann ist das nicht genug", monierte Klopp und fügte an: "Wer will denn schon 95 Prozent sehen?" Für korrigierende Handgriffe bleibt Klopp wenig Zeit. Bereits am Dienstag steht im League-Cup-Halbfinalhinspiel bei Stoke City viel auf dem Spiel.

Nicht unwahrscheinlich ist es, dass Klopp an der Linie künftig von Vereins-Idol Steven Gerrard unterstützt wird. Teammanager Klopp will den 35-Jährigen in den Trainerstab des ehemaligen englischen Rekordmeisters holen. "Ich habe mit Klopp gesprochen. Ich habe noch kein klares Angebot, aber der Klub hat mich wissen lassen, dass sie mich gerne wieder dort sehen würden", sagte Gerrard dem Daily Telegraph. Gerrard hatte die Reds im Sommer nach 17 Jahren und 710 Spielen verlassen, er steht nun bei Los Angeles Galaxy in den USA unter Vertrag. 

van Gaal mit letzter Galgenfrist

Derweil verschaffte sich der frühere Bayern-Trainer Louis van Gaal bei Manchester United durch ein 2:1 gegen Swansea City wohl eine weitere Galgenfrist. 50-Millionen-Mann Anthony Martial (47.) und der in der Liga seit Anfang November torlose Wayne Rooney (77.) brachten den Red Devils den ersten Sieg seit sechs Spielen. Weltmeister Bastian Schweinsteiger war an der Entstehung beider Tore beteiligt.

Einen Traumstart ins neue Jahr erwischte Spitzenreiter FC Arsenal. Das Team der deutschen Weltmeister Mesut Özil und Per Mertesacker erarbeitete sich dank des glanzlosen 1:0-Erfolgs gegen Abstiegskandidat Newcastle United ein Zwei-Punkte-Polster auf den direkten Verfolger Leicester City.

zu "'The Angry One': Klopp mit Wutrede nach Liverpool-Pleite"
2 Kommentare
Letzter Kommentar:
Bertie schrieb am 05.01.2016 08:36
Klopps und smart??? Für mich und nach meiner Meinung ist er eher ein Rüpel, arrogant und unerträglich, nachtretend bei Niederlagen und hochmütig bis zum Umfallen bei Siegen, das kommt der Realität näher. Und öffentlich seine Spieler so runterzuputzen, das vergisst kein Profi - keiner der eigenen Mannschaft, kein anderer der Liga. Klopp hat mit diesem ekligen Verhalten seine Position nicht gestärkt, schätze ich, zumindest nicht in den Augen von Engländern, denen Fairness wichtig ist. Allmählich dürfte auch in England die Erkenntnis reifen, daß Klopp sein unerträglichen Fehlverhalten an und neben der Linie zwar geschickt als Emotionalität verkauft, dies aber nur Gehabe ist, und er in Wirklichkeit tatsächlich das Ekel ist, das an der Seitenline inzwischen auch in England zu sehen ist.
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