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Olympia
Datum: 08. August 2012, 13:06 Uhr
Format: Artikel
Diskussion: 1 Kommentar
 
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Gewichtheber Steiner übersteht Unfall ohne schwere Verletzungen

Matthias Steiner, Gewichtheben, Olympia
Matthias Steiner zog sich bei seinem Unfall keine schweren Verletzungen zu

Als Matthias Steiner unter der Last von 196 Kilogramm einknickte und die Hantel in seinen Nacken fiel, saß der Schock bei allen Zuschauern tief. Tags drauf gab es Entwarnung. Steiner verletzte sich nur leicht. Auch Spekulationen um ein Karriereaus waren wohl verfrüht.

Eine unruhige Nacht erlebte Gewichtheber Steiner dennoch, denn die Schmerzen nach seinem Unfall waren groß. "Er hat Schmerzen, ihm tut alles weh", wusste Bundestrainer Frank Mantek zu berichten, der gleichzeitig froh war, dass ansonsten keine schweren Verletzungen festgestellt werden konnten: "Die Ärzte haben nichts Akutes gefunden. Er hat keinerlei Ausfälle. Zuerst musste man ja das Schlimmste befürchten."

Steiner musste am Mittwochvormittag erneut ins Krankenhaus, da am Abend zuvor nicht alle Untersuchungen durchgeführt werden konnten. Spekulationen, dass der Olympiasieger von Peking nach diesem Unfall seine Karriere beenden könnte, wurden aus seinem Umfeld dementiert.

Steiner kann weitermachen

"Er kann mit Sicherheit weitermachen. Ob er aber noch einmal einen vierjährigen Zyklus bis Olympia 2016 mitmacht, das weiß ich nicht", meinte Claus Umbach, Verbandspräsident der Gewichtheber. Auch Bundestrainer Mantek denkt nicht an Rücktritt: "Die Frage stellt sich jetzt nicht. Wir haben nie über ein Karriereende gesprochen. Wir haben immer nur über Olympia diskutiert."

Steiner selbst hatte vor dem olympischen Wettkampf bereits angekündigt, weitermachen zu wollen. "Ich fühle mich nicht so alt, dass ich jetzt aufhören muss", hatte der beinahe 30-Jährige erklärt. Zudem ist kaum vorstellbar, dass Steiner seine Karriere mit diesem Unfall als Schlusspunkt beenden möchte. Ziele könnten die EM und WM im nächsten Jahr sein.

Spieß: "Das war heftig" 

Trotz des glimpflichen Endes hatte der Unfall bei den Beteiligten auch am nächsten Tag noch Spuren hinterlassen. "Das war heftig", meinte Steiners Nationalmannschaftskollege Jürgen Spieß. Auch Umbach war erschüttert: "Es hätte wirklich schlimm ausgehen können."

Umbach glaubt, manch anderer Athlet wäre gar nicht in die Lage gekommen. "Das ist Matthias. Er ist ein Beißer, gibt kein Kilo verloren. Er hätte die Hantel schon früher fallen lassen können ohne Folgen. Aber er wollte das Gewicht unbedingt halten."

zu "Gewichtheber Steiner übersteht Unfall ohne schwere Verletzungen"
1 Kommentare
Letzter Kommentar:
Ronny - Man of the capital letters schrieb am 08.08.2012 14:07
MAN(N) LEBT NUR ZWEIMAL!

Da kann Herr Steiner allen Schutzengeln danken, die zum Zeitpunkt des Unfalls anwesend waren! Habe selbst mal beim Bankdrücken 120 kg auf den Brustkorb bekommen (wenn man sich überschätzt) und empfand das schon als äußerst schmerzhaft. Wenn ich mir aber vorstelle, dass einem 196 kg nahezu ungebremst in den Nacken rauschen, dann wird mir regelrecht schlecht.

Als ich die Bilder sah stockte mir kurz der Atem und ich frage mich auch immer noch - wieso der Mann eine gefühlte halbe Ewigkeit unter dem Gewicht der Hantel zu kämpfen hatte bis endlich mal Mitglieder des olympischen Komitees (?) zum Unfallort kamen. Wieso stehen da keine 2 Helfer an der Seite um genau in solch einer Situation eingreifen und schnellstmöglich Hilfestellung leisten zu können. Ist ja bei Strongman-Wettkämpfen auch der Fall! Wieso nicht hier?

Auch unglaublich, welche Belastung der Körper in diesem Moment aushalten musste! Jedem "Normalo" hätte es wohl sämtliche Knochen gebrochen.

Matthias Steiner kann ab jetzt seinen 2. Geburtstag feiern!!!
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