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Clipper-Nation bangt um Chris Paul
Einigen Wirbel gab es dieser Tage bei den Los Angeles Clippers. Auf dem Transfermarkt hatte man mit der Vertragsverlängerung von Chauncey Billups, dem Einkauf von Jamals Crawford sowie der Verpflichtung von Lamar Odom genau das erreicht, was man wollte: Entlastung für Chris Paul und Blake Griffin und zudem den verlorenen Sohn Odom zurück nach Los Angeles geholt. Zu dem Club, der ihn 1999 als vierten Pick im Draft auswählte und von dem er nach vier Jahren mit unschönen Nebengeräuschen zu der Miami Heat wechselte
Für Odom verließ Mo Williams den Club in Richtung Utah, die ihrerseits Rookie Tadija Dragicevic an die Mavericks abgaben und Dallas neun Millionen Dollar Gehalt einsparen ließen. Doch dazu später mehr. Denn In Los Angeles schaute dieser Tage alles gebannt auf Chris Paul, dem ein Angebot zur vorzeitigen Vertragsverlängerung vorlag. Knapp 60 Millionen Dollar für vier Jahre - eigentlich kein schlechter Deal.
Doch da Paul erst im nächsten Jahr als Free Agent und nach mehr als einem Jahr beim Club ein Maximum-Angebot bekommen könnte (Fünf Jahre, etwa 100 Millionen Dollar), schlug er das Angebot aus. Was laut eigener Aussage nicht heißen soll, er würde nicht in Los Angeles bleiben wollen, doch sich seine Optionen offen zu halten ist in heutigen Zeiten natürlich mehr als normal. Zumal auch Blake Griffin die ihm angebotene Vertragsverlängerung noch nicht unterschrieben hat und im nächsten Jahr als Restricted Free Agent wechseln könnte.
Die Verlierer im Transfer-Spektakel
Doch wo es Gewinner gibt, gibt es natürlich auch Verlierer. Einer davon sind sicherlich die Boston Celtics, bei denen der Abschied von Ray Allen eine herbe Lücke reißt. Sicher, Allen war sich mit Point Guard Rajon Rondo schon länger nicht mehr grün und hatte im letzten Jahr immer wieder verletzungsbedingte Schwächephasen. Doch ein gleichwertiger Ersatz für den Scharfschützen wird Courtney Lee, der aus Houston kommen soll, wohl kaum werden.
Vielleicht schon eher Jason Terry, der sich mit den Celtics auf einen Drei-Jahres-Vertrag geeinigt haben soll. Terry, der den Dallas Mavericks nach eigenem Bekunden noch die Chance gab, mit dem 15-Millionen-Dollar-Angebot gleichzuziehen, musste enttäuscht feststellen, dass die Mavericks lieber Geld sparen als ihn halten wollen. In Anbetracht des Aderlasses des Clubs von Dirk Nowitzki eine völlig unverständliche Entscheidung. Und so wird Terry im nächsten Jahr wohl im Celtics-Grün zu sehen sein. Ob allerdings die Verpflichtung von Terry reicht, um gegen Miami und Chicago um die Krone im Osten mitzuspielen, ist mehr als fraglich.
Katastrophenalarm in Dallas
Und somit sind wir beim wohl größten Verlierer der Transferperiode angekommen: den Dallas Mavericks. Was war nicht alles angekündigt worden. Man wolle mit Deron Williams und Dwight Howard die ultimative Doppelverpflichtung angehen. Geld spiele dabei keine Rolle. Steve Nash sollte aus Phoenix zurück geholt werden, um mit Dirk Nowitzki ein Altmeister-Dream Team zu bilden. Jason Terry und Jason Kidd sollten als Backups gehalten werden, um den Mavs die stärkste Bank des Westens zu geben. Und nebenbei sollte noch ein defensiv starker Forward verpflichtet werden.





