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No sleep 'til Brooklyn!
Apropos Nets. Eigentlich noch in New Jersey beheimatet, aber von allen bereits als Brooklyn Nets tituliert - der Umzug findet nach Fertigstellung der eine Milliarde Dollar teuren Arena im Herzen von Brooklyn im nächsten Jahr statt - haben die Nets sich in dieser Transferperiode bereits weit aus dem Fenster gelehnt - frei nach der Devise des alten Beastie-Boys Klassikers, No sleep 'til Brooklyn. So konnte nicht nur der Vertrag von Team-USA-Spieler Deron Williams für fünf Jahre und 98 Millionen Dollar verlängert werden, auch All-Star Joe Johnson wurde per Trade aus Atlanta losgeeist. Und da man ja noch nicht genug ausgegeben hatte, wurde kurzerhand auch der Vertrag von Gerald Wallace für vier Jahre und 40 Millionen Dollar verlängert.
Allerdings sollte als Krönung ja auch noch Dwight Howard zum Team stoßen, doch trotz lauter Bekundungen, nur zu den Nets wechseln zu wollen, hat sein Club das letzte Wort. Und die Magic war von den ihnen zum Tausch angebotenen Spielern weniger als begeistert, so dass sie Howard nun auf dem Markt anbieten. Un der Hoffnung, zumindest einen All-Star, im besten Falle eben Andrew Bynum von den Lakers, zu erhalten.
Doch dies Geschäft birgt für jedes Team das Risiko, Howard, der ja nur noch eine Saison Vertrag hat, im nächsten Jahr ohne Gegenleistung zu verlieren. Und da Howard bisher nicht von seinem Wunsch, nach New Jersey aka Brooklyn gehen zu wollen, abweicht, könnte es passieren, dass er einfach noch ein Jahr in Florida bleibt, um dann als Free Agent den Verein zu verlassen.
Hinrich, Harris - und ein Comeback-Kid
Neben den großen Deals gab es natürlich auch noch jede Menge kleinere Bewegungen auf dem Spielermarkt. So holen die Chicago Bulls mit Kirk Hinrich aus Atlanta einen verlorenen Sohn zurück, um den Ausfall des am Kreuzband verletzten Derrick Rose zumindest teilweise kompensieren zu können. Hinrich, von den Bulls gedraftet und dann nach sieben Jahren nach Washington getradet, wurde weder dort noch bei den Atlanta Hawks jemals glücklich und unterschrieb deshalb ohne zu zögern einen wesentlich geringer dotierten Vertrag in seiner Wahlheimat Chicago, auch Milwaukee und Miami waren am Guard interessiert.
Und auch Ex-Maverick Devin Harris hat eine neue Heimat gefunden. Im Tausch für Marvin Williams verlässt er die Utah Jazz und schließt sich den Atlanta Hawks an. Harris, der erst vorletzte Saison im Tausch für Deron Williams von New Jersey an Utah abgegeben wurde, hofft bei den Hawks an seine alten Leistungen aus Tagen in Texas anknüpfen zu können.
An alte Zeiten möchte auch Brandon Roy anknüpfen. Jahrelang das Rückgrat der Portland Trail Blazers trat Roy im letzten Jahr zurück und verzichtete auf einen Teil der ihm noch zustehenden 63 Millionen Dollar Gehalt, was aufgrund seiner schweren Knieprobleme für jedermann verständlich erschien. Doch gute Rahe-Maßnahmen sowie ein Besuch bei Kobe Bryants Doktor in Düsseldorf scheinen Wunder gewirkt zu haben - Roy spielte bei den Minnesota Timberwolves vor und wird dort in den nächsten zwei Jahren Teamkollege von Kevin Love und Ricky Rudio sein.Versüßt wird ihm die Rückkehr mit 5,2 Millionen Dollar pro Jahr.
Jeremy Lin - New York oder Houston?
Ebenfalls gern nach Minnesota holen würden die Timberwolves Roys Ex-Teamkollegen Nicolas Batum. Der Franzose hat ein Angebot unterzeichnet, das ihm in vier Jahren knapp 50 Millionen Dollar einbringen würde. Doch der Franzose ist eben nur ein Restricted Free Agent, was bedeutet, dass Portland die Möglichkeit hat, ihm ein gleich dotiertes Angebot zu machen und ihn damit zum Bleiben zu zwingen. Und tatsächlich hört man aus Portland deutliche Stimmen, dies auch tun zu wollen, schließlich gilt Batum neben LaMarcus Aldridge als wichtigster Baustein für den Neuaufbau im Nord-Westen.
Doch auch die Trail Blazers haben ihre Fühler nach einem Restricted Free Agent ausgestreckt. Center Roy Hibbert von den Indiana Pacers hat mit 58 Millionen Dollar für vier Jahre das nach den neuen CBA-Regeln höchstmögliche Vertragsangebot für Free Agents vorliegen. Und er scheint aufgrund eines viel niedrigeren Angebots der Pacers auch zu einer Unterschrift zu tendieren. Fraglich jedoch, ob die Pacers dann nicht doch nachziehen, schließlich sind verlässliche, verletzungsfreie junge Center in der Liga das teuerste Gut.
Dem gleichen Dilemma sieht sich auch New Yorks Shootingstar Jeremy Lin gegenüber gestellt. Nicht sicher, wie sein Standing in New York ist, hat er ein Angebot der Houston Rockets angenommen, dem Club, der ihn vor Jahren draftete, nur um ihn dann wieder gehen zu lassen. Doch die Knicks werden Lin kaum ziehen lassen und das Angebot sicherlich ausgleichen. Zumal die Knicks ja extra für Lins Ausbildung Jason Kidd von den Dallas Mavericks verpflichtet haben. Der machte nach der Entscheidung deutlich, dass die Chance, Lins Mentor zu sein, eins der größten Argumente war, Dallas zu verlassen.
Clipper-Nation bangt um Chris Paul
Einigen Wirbel gab es dieser Tage bei den Los Angeles Clippers. Auf dem Transfermarkt hatte man mit der Vertragsverlängerung von Chauncey Billups, dem Einkauf von Jamals Crawford sowie der Verpflichtung von Lamar Odom genau das erreicht, was man wollte: Entlastung für Chris Paul und Blake Griffin und zudem den verlorenen Sohn Odom zurück nach Los Angeles geholt. Zu dem Club, der ihn 1999 als vierten Pick im Draft auswählte und von dem er nach vier Jahren mit unschönen Nebengeräuschen zu der Miami Heat wechselte





