
Nach der Kür folgte für den BVB die Pflicht. Drei Tage nach der Gala gegen Ajax Amsterdam mühte sich der Meister zu einem 2:1-Erfolg gegen Mainz 05. Der Erfolg hatte jedoch einen bitteren Beigeschmack, denn Ilkay Gündogan verletzte sich und droht auszufallen.
Vor 34.000 Zuschauern in der ausverkauften Coface Arena erzielte Robert Lewandowski (11./43.) die Treffer für die Dortmunder. Marco Caligiuri hatte die Gastgeber bereits in der vierten Minute in Führung gebracht. Für die 05er war es die erste Heimniederlage nach zuvor vier Siegen vor eigenem Publikum.
Die Freude über den Sieg war groß, dennoch war die Preis des Erfolgs hoch. Denn noch vor der Pause musste Jürgen Klopp wechseln und den verletzten Ilkay Gündogan ersetzen. Eine genaue Diagnose steht aus, ein Einsatz am Dienstag gegen Düsseldorf ist fraglich. Positiv zu vermerken ist hingegen, dass der BVB den Sprung auf Platz zwei der Bundesliga-Tabelle geschafft hat.
Dabei waren die Hausherren durch einen wunderbaren Treffer früh in Führung gegangen. Caligiuri traf mit einem wunderbaren Diagonalschuss in den Winkel, Roman Weidenfeller blieb dabei ohne Abwehrchance. Der BVB behielt die Ruhe, von einer Schockwirkung war nichts zu spüren. Und so dauerte es nur sieben Minuten, bis Lewandowski den Treffer egalisierte - eine scharfe Flanke von Reus schlug neben dem Pfosten der Mainzer ein, Lewandowski berührte den Ball dabei jedoch minimal und wurde von der DFL als Torschütze bestätigt.
Mainz mit guten Chancen, der BVB trifft
Danach kontrollierten die Gäste zunächst die Partie. Klopp hatte sein Team im Vergleich zum beeindruckenden Sieg in Amsterdam auf einer Position verändert. Für Kevin Großkreutz stand der Pole Jakub Blaszczykowski in der Anfangsformation. Nationalspieler Sven Bender lief dagegen trotz seines in Amsterdam erlittenen Nasenbeinbruchs von Beginn an auf.
FSV-Trainer Thomas Tuchel hatte seine Mannschaft nach der unglücklichen 0:1-Niederlage in Hamburg gleich auf vier Positionen umgestellt und auf ein 4-2-3-1-System mit dem Ungarn Adam Szalai als einziger Spitze gesetzt. Im Spiel nach vorne agierten die Hausherren aber oft zu ungenau, waren trotzdem stets gefährlich.
Denns ie hatten vor dem Seitenwechsel die deutlich besseren Chancen. Nicolai Müller (24.), Andreas Ivanschitz (33.) und Szalai (41.) verpassten aber die erneute Führung der 05er. Stattdessen ging die Borussia kurz vor der Pause in Front. Lewandowski hob den Ball nach Zuspiel von Mario Götze wunderschön über Christian Wetklo in die Maschen.
Mainz ohne Durchschlagskraft in der Offensive
Kurz nach dem Seitenwechsel hätte der polnische Nationalstürmer bereits alles klar machen können. Der Angreifer fand in Wetklo aber seinen Meister. So musste der Double-Gewinner weiter hart arbeiten, um die drei Punkte auf der Habenseite zu verbuchen. Die Mainzer versuchten bis zum Schlusspfiff alles, um zumindest noch ein Unentscheiden zu erreichen.
Wie so oft in dieser Saison fehlte es den Rheinhessen aber an der nötigen Durchschlagskraft im Angriff, sodass Weidenfeller gerade im zweiten Durchgang einen relativ ruhigen Nachmittag verlebte. Daran konnte auch Routinier Ivan Klasnic bei seinem kurzen Heim-Debüt nichts ändern.