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Live-Ticker Tennis Internazionali d'Italia, Finale, Saison 2017

Internazionali d'Italia - Finale

Rom, Italien14.05.2017 - 21.05.2017
A. Zverev
[16]
Match beendet
 
N. Djokovic
[2]
A. Zverev
N. Djokovic
 
 
1. Satz
2. Satz
6
6
4
3
Centrale | Finale
Spielzeit: 01:22 h
Letzte Aktualisierung: 14:55:48
Zverev
Djokovic
Ticker-Kommentator: Oliver Stein
Abschied
 
Mit dem Bild eines strahlenden Siegers wollen wir uns nach einer spannenden Tenniswoche nun aber aus der Ewigen Stadt verabschieden. Wir bedanken uns für ihre Treue, hoffen, dass sie ähnlich viel Spaß hatten wie wir und würden uns freuen, Sie schon bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen - in acht Tagen zieht der ATP-Tross ja bereits auf die Sandplätze von Roland Garros weiter. Bis dahin sagt Oliver Stein nun aber Tschüss und auf Wiederlesen - - beziehungsweise natürlich Ciao a Roma!
Zverev
 
Aber wen interessiert das auf lange Sicht gesehen schon - unter dem Strich zählt hier nur der Turniersieg von Sascha Zverev. Mit dem er übrigens nicht nur das höchste Preisgeld seiner Karriere verdient (gut 800.000 Euro), sondern für den es auch 1000 Weltranglistenpunkte gibt - dank derer Zverev ab kommenden Montag in den Top10 auftauchen wird.
Zahlen
 
Wobei man natürlich fair sein muss und neben Zverevs großartiger Leistung auch auf den Auftritt des Djokers gucken muss. 27 (!!) Unforced Errors bei nur elf Winnern, dazu eine ganz schwache Quote beim zweiten Aufschlag (38 Prozent gewonnen Punkte) - das hatte mit dem, was wir gestern im Match gegen Thiem erlebt haben, absolut gar nichts mehr gemein.
Fazit
 
Wahnsinn. Irre. Unglaublich! Mit den Superlativen könnten wir wohl noch bis morgen früh weiter machen. Da das aber niemand lesen will, belassen wir es beim Wichtigsten: Herzlichen Glückwunsch Sascha Zverev zum ersten deutschen Masters-Sieg seit 2001!
6:4, 6:3
Es ist vollbracht: Nach 82 Minuten beendet eine zu lange Vorhand von Novak Djokovic dieses Finale und krönt Alexander Zverev zum Masters-Champion!
6:4, 5:3
 
Unfassbar: Genau das unterstreicht Novak Djokovic dann auch - und schenkt Zverev per Doppelfehler den ersten Matchball!
6:4, 5:3
 
Auch seinen folgenden Spielball vergibt der Djoker mit einem unnötigen Fehler von der Grundlinie. Mit dem Auftritt von gestern gegen Dominic Thiem hat das hier heute absolut gar nichts mehr zu tun ...
6:4, 5:3
 
Zunächst mal ist es aber der Djoker, der sich hier per Servicewinner nochmal einen Spielball sichert. Den Zverev aber umgehend wieder ausgleicht, um auf Einstand zu stellen.
6:4, 5:3
 
Einen vermurksten Rückhandreturn gleicht Zverev mit einem richtig guten wieder aus. Und so rückt der Turniersieg bei 30:30 immer näher!
6:4, 5:3
 
Diesmal kontert Zverev einen Stopp des Serben mit dem perfekten Gegenstopp zu 15:15. Und Djokovic meckert und meckert. Gegen wen, weiß allerdings niemand so genau ... am ehesten wohl gegen den Wind.
6:4, 5:3
 
Rums, bums, Zverev! Djokovic returniert zumindest anständig, aber Zverev packt den Bullen bei den Hörnern und feuert eine Vorhand Inside-Out auf die Grundlinie - und am verdutzten Djoker vorbei. 5:3 für den Deutschen!
6:4, 4:3
 
Djokovic meckert, Zverev lächelt - der Aufschlagwinner zum 40:0 war natürlich wichtig.
6:4, 4:3
 
Wow. Das ist einfach nur cool! Zunächst packt Zverev den Servicewinner aus, dann legt er mit einer Vorhand kurz Inside-Out gespielt zum 30:0 nach.
6:4, 4:3
 
Stark von Zverev, der zum zweiten Mal eine Challenge nimmt - und diesmal auch Recht behält. Fergus Murphy korrigiert den Ausruf des Linienrichters, Punktwiederholung statt 0:15!
6:4, 4:3
 
Psychospielchen vom Djoker: Während Zverev nach dem Seitenwechsel schon seit zwei Minuten wieder auf dem Court steht, lässt sich der Serbe von Umpire Murphy zwei Mal auffordern, sich doch auch endlich mal wieder zu erheben.
6:4, 4:3
 
Zverevs Return wird zu kurz, Djokovic kann sich die Ecke mit der Vorhand aussuchen und punktet cross - 4:3 für Zverev, der natürlich nach wie vor ein Break Vorsprung hat.
6:4, 4:2
 
Und so kann Zverev das 4:3 zunächst mal verhindern, in dem er seinen Vorhandreturn genau auf die Grundlinie klebt und Djokovic so zum Fehler zwingt. Doch der Serbe legt sofort wieder mit einer Vorhand Inside-Out zum Vorteil vor.
6:4, 4:2
 
Diesmal sitzt der Stopp des Djokers, Zverevs Gegenstopp ist zu lang - sodass Djokovic mit der Vorhand longline ins leere Feld punkten und auf Vorteil stellen kann. Aber nach wie vor lässt sein erster Aufschlag den Serben komplett im Stich ...
6:4, 4:2
 
Schade, schade - Zverev agiert ausnahmsweise mal ungeduldig und setzt die Vorhand im Crossduell in den Korridor. Einstand!
6:4, 4:2
 
Und wer macht ihn? Natürlich Alex Zverev! Djokovic bleibt ohne Not mit der Rückhand an der Netzkante hängen und knallt als Reaktion den Schläger auf den Boden - denn Zverev hat den nächsten Breakball!
6:4, 4:2
 
... und anschließend mit der Vorhand Inside-Out auf 30:30 stellen. Das wird jetzt ein ganz, ganz wichtiger Punkt!
6:4, 4:2
 
Oh weia! Auch der folgende Stopp des Djokers bleibt an der Netzkante hängen und beschert Zverev das 0:30. Immerhin kann der Serbe dann aber per Servicewinner zum 15:30 verkürzen ...
6:4, 4:2
 
Zumal Djokovic sich anmerken lässt, dass seine Nerven arg strapaziert sind. Der Doppelfehler zum 0:15 zeugt jedenfalls nicht von befreitem Aufspielen ...
6:4, 4:2
 
Das nennt man dann ein Ausrufezeichen: Mit Ass Nummer sieben hämmert sich Zverev zum 4:2. Und so langsam darf man wohl anfangen, hier vom Titel für den deutschen Youngster zu träumen!
6:4, 3:2
 
OK, das mit den Stopps scheint heute generell nicht gut zu funktionieren: Zverevs Versuch gerät zu lang und beschert dem Djoker einen leichten Punktgewinn am Netz. Aber der Deutsche stellt anschließend per Servicewinner doch auf 40:15 ...
6:4, 3:2
 
Starkes Serve-and-Volley von Zverev, der keine Anstalten macht, hier nachzulassen. Ein völlig vermasselter Stoppversuch des Djokers sorgt anschließend für das 30:0.
6:4, 3:2
 
Mit der Vorhand cross aus dem Halbfeld nimmt Djokovic sein Aufschlagspiel dann auch mit und verkürzt auf 2:3. Aber gegen Zverevs ersten Aufschlag (83 Prozent gewonnen Punkte) ist heute noch kein Kraut gewachsen ...
6:4, 3:1
 
Ein wütender Zverev scheint aber heute ein guter zu sein - der Returnwinner zum Einstand ist jedenfalls mal wieder ein fabelhafter Ball. Doch Djokovic kompensiert das umgehend und stellt mit der Rückhand longline auf Vorteil.
6:4, 3:1
 
Und dann wird zum ersten Mal heute diskutiert. Zverev hat Djokovics Ass im Aus gesehen, Fergus Murphy steigt von seinem Stuhl und zeigt dem Deutschen einen anderen Abdruck, als der im Auge hatte - und am Ende hat (wie immer) der Referee Recht.
6:4, 3:1
 
Soviel dazu. Zverev returniert plötzlich mit dem Mut des Ungestressten, erzwingt zwei Fehler beim Djoker und hat plötzlich doch das 30:30.
6:4, 3:1
 
Ausnahmsweise arbeitet Djokovic auch mal wieder an einem deutlichen Aufschlagspiel. Zumindest bis zum 30:0 ... aber das kann Zverev ja jetzt auch fast egal sein.
6:4, 3:1
 
Als wolle er mich widerlegen stellt Zverev per Servicewinner auf 40:15 und unterstreicht das Ganze dann mit seinem sechsten Ass zum 3:1. Break bestätigt - es läuft bei Alexander Zverev!
6:4, 2:1
 
Das Erstaunliche ist, dass Zverev hier huete gar nciht mal so sehr auf seinen sonst so guten ersten Aufschlag angewiesen ist. Fünf Asse und ein halbes Dutzend Servicewinner waren es, aber der Deutsche dominiert eben auch fast jeden Ballwechsel ...
6:4, 2:1
 
Da möchte man am liebsten selber Standing Ovations liefern: Sascha Zverev returniert gut, erzwingt den Vorhandfehler beim Djoker und schnappt sich auch im zweiten Satz das frühe Break. Wahnsinn!
6:4, 1:1
 
Wow. Starker langer Return von Zverev, der Djoker kontert mit einem Ballonball - den Zverev humorlos mit der Rückhand longline abschießt. Breakchance für den Deutschen!
6:4, 1:1
 
Aufgegeben hat Djokovic hier aber natürlich nicht. Die Rückhand longline zum 15:30 zum Beispiel ist wie aus dem Lehrbuch abgeschrieben ... und der Servicewinner zum 30:30 verschafft ihm dann sogar ein bisschen Luft zum Atmen.
6:4, 1:1
 
Als wolle er das bestätigen, leistet sich Djokovic zwei Fehler mit der Vorhand und sieht sich dem nächsten 0:30 gegenüber. Ich wiederhole mich: Bärenstark, was Alex Zverev hier abliefert.
6:4, 1:1
 
Unter dem Strich steht für Zverev das nächste souveräne Aufschlagspiel sowie der 1:1-Ausgleich. Was für einen Gegner, der in fast jedem seiner Aufschlagspiele zittern muss, natürlich auch ein wenig deprimierend ist ...
6:4, 0:1
 
Zverev dürfte es natürlich egal sein, was der Djoker denkt und macht. Hauptsache, er punktet nicht zu oft - und das 40:15 für den Deutschen ist ja auch wieder vielversprechend.
6:4, 0:1
 
Vielleicht muss man da doch mal hinterfragen, ob der Djoker taktisch wirklich gut beraten ist. Was kein Vorwurf an seinen Bruder Marko sein soll ... aber der ist eben kein ausgebildeter Tennistrainer.
6:4, 0:1
 
Djokovic versucht es jetzt auch mal über die geduldige Schiene. Kein Problem für Zverev, der schön mitspielt und dann den Djoker'schen Fehler mit der Vorhand Inside-Out erzwingt, die genau ins Eck tropft. Taktisch ist das bärenstark vom Hamburger!
6:4, 0:1
 
Der folgende Stoppversuch des Deutschen bleibt dann aber an der Netzkante hängen und beschert Novak Djokovic das hart erarbeitete Spiel zum 1:0. Mehr als fünf Minuten hat es gedauert ... und das ganz ohne Einstand.
6:4, 0:0
 
Zwei Rückhandwinner und ein guter Erster des Djokers durch die Mitte sorgen dann für ein komfortables 40:15. Aber Zverev steckt nicht auf, und returniert sich zum 40:30 ...
6:4, 0:0
 
Genau so haben wir uns das gewünscht. Während Zverev ganz offensichtlich noch in seinem Hoch steckt, scheint sich Djokovic am Riemen reißen zu wollen und spielt auch wieder konzentrierter. Was in dieser Phase zu einem tollen Ballwechsel nach dem anderen führt.
6:4, 0:0
 
Die Rückhand longline ist stark, die Vorhand cross aus der Rückhandecke noch besser - 0:15 für Alex Zverev!
6:4, 0:0
 
Wobei man natürlich auch sagen muss: Der doch extrem wackelige Auftritt vom Djoker ist nach dem, was man gestern von ihm zu sehen bekam, unerklärlich. Es kann eigentlich nur besser werden ...
Zwischenfazit
 
Ohne hier in Jubelstürme ausbrechen zu wollen: Das, was Alexander Zverev hier spielt, ist fabelhaft. Der deutsche Youngster spielt nämlich nicht nur mit, er dominiert die Partie gegen die Nummer zwei der Welt, Novak Djokovic, phasenweise sogar. Mehr Winner (9:5), ein wesentlich besseres Aufschlagspiel, Mut beim Return und ein paar grenzgeniale Schläge untermauern den Gesamteindruck: Zverev hat hier legitime Siegchancen!
6:4
Wahnsinn: Mit einem Aufschlagwinner nach außen holt sich Alexander Zverev nach nur 36 Minuten den ersten Satz in diesem Endspiel von Rom!
5:4
 
Den ersten benötigten Punkt macht Zverev mit seinem fünften Ass - 40:0, drei Satzbälle!
5:4
 
Stark vom deutschen, der mit einer tollen Rückhand cross auf 15:0 stellt und dann ein Ass zum 30:0 nachlegt. Fehlen noch zwei Punkte zum Satzgewinn ...
5:4
 
Alexander Zverev - Serving for the Set!
5:4
 
... und stellt anschließend mit dem dritten guten Ersten in Serie auf 4:5 aus seiner Sicht. Aber jetzt gilt es, denn nun muss der Serbe sich das Break zurückholen.
5:3
 
Den nächsten Aufschlagwinner nimmt der Serbe dann mit dem Kickaufschlag durch die Mitte mit ...
5:3
 
Bei 0:15 wird Zverev mutig und versucht es mal mit der Rückhand longline, die er an die Linie feuert - aber Fergus Murphy hat es genau gesehen und gibt den Ball Aus. So dass Djokovic anschließend mit einem Servicewinner auf 30:15 stellen kann.
5:3
 
Stark von Zverev, der den aufgerückten Djokovic da ganz locker ausspielt und auf 5:3 stellt. Und so langsam muss sich der Serbe wohl mal Gedanken machen, wie er den Aufschlag von Zverev gleich angreifen will. Bei den Breakchancen steht zu Gunsten des Djokers bisher noch eine große Null notiert ...
4:3
 
Und dann zeigt Zverev mal wieder, wie geduldig er geworden ist. Im längsten Ballwechsel der Partie hat Djokovic leichte Vorteile, wird dann aber irgendwann zu ungeduldig und spielt die Vorhand longline an die Netzkante. Und das kann Zverev mit seinem dritten Ass des Tages dann in ein 40:15 ausbauen.
4:3
 
... den der Deutsche anschließend aber sofort wieder per Servicewinner ausgleicht.
4:3
 
Das muss dann aber natürlich nicht unbedingt sein. Zverevs erster Doppelfehler beschert Djokovic das 0:15 ...
4:3
 
Ärgerlich für Zverev, dass er da die Schusschance am Netz erhält, weil er einen Stoppversuch des Djokers ganz früh erahnt hat - diesen dann aber gute 30 Zentimeter hinter die Grundlinie spielt. Egal, das Break vor hat natürlich nach wie vor Bestand.
4:2
 
Gut für den Djoker, dass er in diesem kritischen Moment auf einen Servicewinner durch die Mitte zurückgreifen kann. Wobei die Freude beim Serben nur kurz währt, denn Zverev returniert umgehend auf die Vorhand des Djokers zum Einstand.
4:2
 
Aber Zverev hat immer die richtigen Antworten! Diesmal ist es die Rückhand longline, die genau ins Eck plumpst und dem Youngster das 30:30 bringt.
4:2
 
Gewohnt ist man das eigentlich eher vom Djoker. Hier ist es nun aber wieder mal Zverev, der mit der kraftvollen Vorhand aus der Platzmitte punktet und auf 15:15 stellt. Doch Djokovic kann den folgenden Stopp des Deutschen dann erlaufen und ihn zum 30:15 am Netz ausspielen.
4:2
 
Und Zverev legt nicht nur sofort den Servicewinner zum 40:30 nach, er tütet das Spiel auch mit einer schönen Vorhand Inside-In aus dem Halbfeld ein. 4:2 für den Deutschen!
3:2
 
Grenzgenial, wie Zverev da nach vorn aufrückt, dann aber im letzten Moment den Rückhandstopp statt des Angriffsballes spielt. Djokovic hat da nur das Nachsehen ...
3:2
 
Nanu? Die völlig verrissene Vorhand von Zverev bringt Djokovic bei 15:15 ins Spiel. Und so sieht sich Zverev nach einer zu langen Rückhand plötzlich einem ersten kleinen Problem gegenüber ...
3:2
 
Zu Null tütet Djokovic anschließend dann auch das Spiel ein und verkürzt zum 2:3. Ob das allerdings zur Aufholjagd taugt, ist fraglich: Zverev hat bei eigenem Aufschlag nämlich erst ganze zwei Punkte abgegeben ...
3:1
 
Zum ersten Mal sitzt ein Stopp des Djokers (nach 17 Stopppunkten gestern gegen Thiem). Zverev kann diesen zwar erlaufen, aber der Serbe punktet anschließend sicher am Netz - 40:0.
3:1
 
Und natürlich weiß Zverev auch, dass er angesichts des Breaks Vorsprung bei Aufschlag Djokovic volles Risiko gehen kann. Was in diesem Moment aber zu einem leichten 30:0 für den Djoker führt.
3:1
 
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Was Zverev hier auf den Platz bringt, ist unheimlich reif und abgeklärt. Der junge Deutsche verteilt die Bälle, lässt Djokovic laufen und erzwingt einen Fehler nach dem anderen - 3:1-Führung für den Hamburger.
2:1
 
Und auch beim Return wackelt der Djoker noch gewaltig. Einer segelt in den Korridor, einer hinter die Grundlinie und der dritte dann wieder neben den Court - und schon hat Zverev das 40:0.
2:1
 
Und weil Zverev dann den Vorhandreturn longline in den Korridor legt, hat auch der Djoker seinen ersten Spielgewinn sicher. Allerdings bringt der Serbe bisher nur 40 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Spiel ... mit solchen Werten dürfte dieses Finale für den Djoker eine ganz schwierige Kiste werden.
2:0
 
Zverev verkürzt in einer langen Vorhandrally, aber Djokovic bleibt cool und stellt mit einem schönen Stopp auf 40:15.
2:0
 
Denn eigentlich sollte Nervosität für den Mann, der die meisten Masters-Endspieler aller Zeiten bestritten hat, ein Fremdwort sein. Und tatsächlich kann der Djoker dann auch gleich mal zum 30:0 vorlegen.
2:0
 
Mit seinem ersten Ass nimmt Zverev sein Aufschlagspiel zu 15 mit und bestätigt das Break. Mal sehen, ob Novak Djokovic seine doch sehr offensichtliche Nervosität hier in den Griff bekommt.
1:0
 
Weiterhin segeln die Bälle des Djokers meist wild und quer über den Court. Zverev muss selber eigentlich nur sicher ins Feld spielen, um die Punkte zu sammeln.
1:0
 
Bärenstark von Alexander Zverev! Breakchance Nummer eins kann Djokovic noch abwehren, bei der zweiten haut ihm Zverev dann aber den Vorhandreturn cross um die Ohren und sichert sich gleich im ersten Spiel das Break!
0:0
 
Was ist denn hier los? Djokovic findet seine Länge nicht, schiebt die nächste Vorhand longline auch hinter die Grundlinie und sieht sich so einem 0:40 gegenüber!
0:0
 
Das nennt man dann einen Auftakt nach Maß! Zverev returniert sicher, Djokovic will gleich zu schnell zu viel und schenkt dem Deutschen mit zwei Fehlern das 0:30.
0:0
 
Nun ist es aber wirklich genug der Geschichten: Los geht's mit Aufschlag Djokovic!
Rekorde
 
Ein ein kleines Bonmot gibt es auch noch mit auf den Weg: Mit diesem Finaleinzug ist Alex Zverev der sechstschnellste Spieler auf der Tour, dem das gelingt (16 Masters-Teilnahmen). Spitzenreiter in diesem Ranking ist Richard Gasquet (FRA), der es 2001 in Hamburg schon bei seinem siebten Masters-Turnier schaffte - Novak Djokovic liegt allerdings ebenfalls in den Top5 dieses Rankings.
Chair Umpire
 
Einen Schiedsrichter hat die ganze Geschichte natürlich auch: Diesen Job übernimmt heute der Ire Fergus Murphy, der als einer der erfahrensten und souveränsten Umpires auf der Tour gilt.
Prozedere
 
Soooooo! Genug erzählt, denn bei tief stehender Sonne haben unsere beiden Akteure den nominell ausverkauften Court Centrale soeben betreten. Es folgen das obligatorische Foto am Netz, der Münzwurf und das fünfminütige Einschlagen - und dann kann es vor gut 10.400 Zuschauern auch schon losgehen!
Italian Open
 
Und damit fehlt dann eigentlich nur noch ein Wort zum Turnier an sich. Die Internazionali BNL d'Italia werden seit 1930 als offene Meisterschaften ausgespielt, finden seit jeher auf Sand statt und wurden bis 2006 mit einem Best-of-Five-Endspiel beendet. Neben Tommy Haas (2002) stand auch Boris Becker hier ein Mal im Finale (1994) - der Rekordsieger der Veranstaltung ist Rafael Nadal mit sieben Titeln (zuletzt 2013), der Titelverteidiger (war) die Nummer eins der Welt, Andy Murray. Und zu gewinnen gibt es allein im Herrenturnier (die Damen spielen parallel) 4,3 Millionen Euro - 820.000 davon für den Sieger.
Head 2 Head
 
Zu so viel friedlichem Hin und Her passt auch der direkte Vergleich der beiden Akteure bestens: Zverev und Djokovic haben nämlich noch nie gegeneinander gespielt.
Djokovic über Zverev
 
Aber die Komplimente gibt der ebenfalls gewarnte Djoker natürlich zurück: ''Alexander ist ein netter Junge. Ich war quasi dabei (in München), wie er aufgewachsen ist. Ich kenne seinen Bruder sehr gut. Er hat einen hervorragenden Start in seine Karriere hingelegt und jetzt stehen wir uns in einem der größten Endspiele auf der Tour gegenüber.'' Um dann aber doch leicht schmunzelnd eine kleine Kampfansage hinterher zu schicken: ''Ich werde aber zusehen, dass er seine Finger nicht an den Pokal bekommt ...''
Zverev über Djokovic
 
Das heute aber ein ganz anderes Kaliber auf Zverev wartet, weiß der Youngster natürlich selber: ''Novak ist einer der Besten aller Zeiten. Leicht wird das nie, vor allem nicht, wenn es in einem Finale ist, weil er dann schon einen Rhythmus hat.''
Erstes Halbfinale
 
Doch die Krönung der Reifeprüfung des Deutschen folgte dann im gestrigen Halbfinale. Abgesehen vom Tiebreak des zweiten Satzes dominierte er die Partie gegen seinen erfahrenen Kumpel John Isner nämlich nach Belieben, verlor im dritten Satz kaum noch Punkte und krönte eine unglaublich reife Leistung mit dem Einzug ins heutige Endspiel. In dem er der erste deutsche Masters-Sieger seit Tommy Haas 2001 (Stuttgart) werden könnte ...
Zverev in Rom
 
Und auch hier in der Ewigen Stadt spielt Zverev bisher richtig gut auf - von einigen leichten Stolperern mal abgesehen. Denn in Runde eins musste er gegen den Qualifikanten Kevin Anderson (RSA) tatsächlich über drei Sätze gehen, bevor er in Runde zwei gegen Viktor Troicki (SRB) dann sein ganzes Können auspackte und sich in 80 Minuten durchsetzte. Und damit nicht genug: Lokalmatador Fabio Fognini spielte er phasenweise so sehr an die Wand, dass er am Ende sogar vom Heimpublikum gefeiert wurde - und gegen Milos Raonic vorgestern spielte er beim 6:1 im zweiten Satz stellenweise Tennis von einem anderen Stern.
NextGen Star
 
Dass das aber hilft, zeigt sich nicht nur an Zverev gemildertem Verhalten auf dem Platz. Es spiegelt sich nämlich auch in Zahlen wieder: Momentan führt Zverev das Ranking der NextGen-Stars auf der ATP Tour (Spieler unter 23 Jahren) mit haushohem Vorsprung an und ist auf dem besten Weg, sich für das Saisonfinale der besten acht Youngster in Mailand zu qualifizieren - wobei es bei anhaltender Form am Ende sogar für das ''große'' Saisonfinale in London reichen könnte ...
Dampf ablassen
 
Dazugelernt hat Zverev in den letzten Monaten vor allem eins: Die Ruhe zu bewahren. Und dabei helfen teilweise kuriose Mittel - aber lesen Sie selbst. ''Ich spiele jetzt zum Beispiel immer Doppel mit meinem Bruder. Da kann man einfach mal Dampf ablassen. Und wir spielen Abends in unserem Haus immer mal wieder was. Da fliegen dann auch gern mal die Fetzen'', so Zverev in Monte-Carlo.
Zverev 2017
 
Und das untermauert der Hamburger 2017 auch zum ersten Mal in seiner Karriere mit richtig konstanten Ergebnissen. Zwei Turniersiege hat er in dieser Saison schon eingefahren (Montpellier/Hartplatz, München/Sand), dazu zwei Viertelfinals bei Masters-Turnieren erreicht (Miami, Madrid) - und mit 26:9-Siegen in 2017 steht Zverev bilanztechnisch sogar unter den besten zehn Spielern der Tour.
Zverevs Ziele
 
Wobei cool und abgezockt definitiv nicht immer die Hauptmerkmale von Sascha Zverev waren. Ein wenig ungeduldig war der Hamburger im letzten Jahr nämlich schon geworden - aber der endgültige Sprung in die Weltspitze ließ sich eben nicht im Eiltempo absolvieren. Und nun ist der 20-Jährige ja auch endlich da angekommen, wo er (zunächst mal) hin wollte: In den Top 20 der Weltrangliste (nach diesem Turnier mindestens Platz 14).
Captain Cool
 
Irgendwie erwartet man von einem 20-Jährigen auf der ATP Tour eher kaum Konstanz. Geschweige denn Ruhe, Coolness oder Antworten auf fast jedes Problem. So in etwa präsentiert sich Alexander, genannt Sascha, Zverev aber 2017 auf der europäischen Sandplatztour - und belohnt sich dafür hier in der Ewigen Stadt mit seinem ersten Finaleinzug bei einem Masters1000-Turnier.
Zverev
 
Doch sein heutiges gegenüber folgt nicht weit hinter dem Österreicher - denn natürlich spielt Alexander Zverev (ob seiner noch jungen 20 Jahre) die beste Saison seiner Karriere.
Djokovic
 
''Ich habe lange auf so einen Moment gewartet'', so ein überglücklicher Djoker nach dem Match. ''Es war das perfekte Match. Definitiv die beste Performance des Jahres, wenn nicht sogar länger. Es hat einfach alles funktioniert, was ich machen wollte.'' Und das das ganze Lob nicht übertrieben ist und der Serbe durchaus zufrieden sein darf, zeigt vor allem eins: Djokovic demontierte mit Thiem den bislang siegreichsten Spieler der Saison.
Galaauftritt gegen Thiem
 
Und dann wäre da ja noch Teil zwei des gestrigen Djoker-Spektakels. Und der Grund, warum die Fachwelt vielleicht einfach mal abwarten sollte, in welche Richtung sich die Karriere des Serben weiter entwickelt, bevor sie sofort wieder draufhaut. Denn bei den Buchmachern und in der Presse war Djokovic vor dem Halbfinalduell mit Dominic Thiem der klare Underdog - auf dem Court zerlegte er den Österreicher dann in weniger als 60 Minuten mit 6:1 und 6:0 und zeigte ein Spiel, zu dem auf der Tour nur die allerwenigsten in der Lage sind.
Djokovic auf Sand
 
Richtig rund läuft es beim Serben, der 2015 acht von neun Masters-Endspielen erreichte (und sechs gewann), in dieser Sandplatzsaison allerdings auch noch nicht wirklich. In seiner Wahlheimat Monaco reichte es wie erwähnt nur für das Viertelfinale, in Madrid schied er als Titelverteidiger im Halbfinale aus (nach einem kampflosen Sieg im Viertelfinale) und auch hier in Rom waren seine ersten beiden Auftritte gegen Aljaz Bedene (GBR) und Roberto Bautista Agut (ESP) nicht wirklich überzeugend. Umso besser lief es dafür aber vorgestern beziehungsweise im gestern fortgesetzten Viertelfinale gegen Juan Martin del Potro - dem Argentinier ließ Djokovic vor allem beim 6:1 im ersten Satz keine Chance. Und wie man in Rom gewinnt, weiß der Serbe ja auch: Mit vier Titeln (2008, '11, '14 und '15) ist der Djoker der zweiterfolgreichste Spieler aller Zeiten bei diesem Turnier.
Djokovic 2017
 
Was genau das bedeutet, könnte momentan wohl nur Djokovic selber erklären. Doch der lächelt aktuell bei seinen Presseterminen einfach nur fröhlich in die Runde und äußert sich wenn, dann eher in ungewohnter Manier. ''Meine Karriere verläuft in eine andere Richtung als im Vorjahr. Ich habe mich dazu entschieden, meinen Spielplan zu reduzieren, um gesund zu bleiben und meine Karriere zu verlängern'', so die Nummer zwei der Welt gegenüber ''novisti.rs''. Ganz schlecht ist Djokovic aber natürlich auch nicht geworden: 2017 weist für den Serben bisher eine Matchbilanz von 20:5 und einen Turniersieg (Doha) aus.
Richtungswechsel
 
Und der in alle Richtungen als ''einvernehmlich'' ausgelegte Abschied der Boxencrew scheint wohl auch nur auf den ersten Blick so, wenn man dem Djoker genauer zuhört. ''Das Team ist für mich wie eine Familie. Aber man muss eben erkennen, wenn man neue Inspirationen braucht. Und an dem Punkt bin ich jetzt angekommen'', so der Serbe nach seinem Viertelfinalaus in Monte-Carlo.
Rauschmiss des Teams
 
Überhaupt ist es momentan ja eher vermessen, beim Umfeld des Serben von einem Camp zu sprechen. Denn nach Boris Beckers Abschied folgten vorletzte Woche dann auch sein langjähriger Trainer Marian Vajda, Fitnesstrainer Gebhard Phil Gritsch and Physio Miljan Amanovic - was den Djoker mit seinem Bruder Marko als Coach und eben jenem Pepe Imaz als Mentalcoach zurücklässt ...
Krise beim Djoker
 
Was war in den letzten Wochen und Monaten nicht alles über die große Sinnkrise bei Novak Djokovic geschrieben worden (auch wir nehmen uns davon natürlich nicht aus). Boris Becker weg ((''Junge, es ist Zeit, dass du deine Schuhe anziehst, dein Racket reparierst und wieder ins Business einsteigst ...''), das Trainerteam mehr oder weniger friedlich entlassen, dazu der offenbar nach wie vor schwelende Ärger mit Ehefrau Jelena (die ihm im Sommer des letzten Jahres noch mit Trennung gedroht hatte), diverse kleinere Verletzungen (Miami-Absage) und die Gerüchte um Guru und Trainerersatz Pepe Imaz - im Camp des Djokers kehrte einfach nie Ruhe ein.
Ciao
 
Herzlich willkommen zum Finale des Masters-Turniers in Rom zwischen Alexander Zverev und Novak Djokovic.
Ticker-Kommentator: Oliver Stein
Spieler:
A. Zverev [16]
N. Djokovic [2]
6
6
4
3
 
Weltrangliste
Spielerprofile
A. Zverev
Ranking:
7
Geburtsd.:
20.04.1997
Größe:
1.98
Gewicht:
86
Bilanz:
47-14
Preisgeld:
USD 5.379.655
N. Djokovic
Ranking:
4
Geburtsd.:
22.05.1987
Größe:
1.88
Gewicht:
77
Bilanz:
32-8
Preisgeld:
USD 109.447.408