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Live-Ticker Tennis French Open, Viertelfinale, Saison 2017

French Open - Viertelfinale

Paris, Frankreich28.05.2017 - 11.06.2017
D. Thiem
[6]
Match beendet
 
N. Djokovic
[2]
D. Thiem
N. Djokovic
 
 
1. Satz
2. Satz
3. Satz
77
6
6
65
3
0
Suzanne-Lenglen Court | Viertelfinale
Spielzeit: 02:15 h
Letzte Aktualisierung: 11:05:33
Thiem
Djokovic
Ticker-Kommentator: Oliver Stein
Abschied
 
Das war's nun zwar für den Moment vom Court Lenglen, aber natürlich noch nicht komplett aus Paris. Denn weiter geht es bei uns ab etwa 15:30 Uhr mit den anderen beiden Viertelfinalpartien der Männer: Auf Philippe Chatrier wird sich dann nämlich der Schotte Andy Murray die Ehre geben (gegen Kei Nishikori/JPN/5) - auf Lenglen wird sich der Schweizer Stan Wawrinka parallel mit dem früheren US-Open-Sieger Marin Cilic auseinandersetzen müssen. Klicken Sie doch rein, von hier und jetzt sagt Oliver Stein nun aber Danke für die Aufmerksamkeit und Tschüss - oder eben Au revoir a Paris!
Ausblick
 
Womit zum Ausblick wohl alles gesagt wäre: Am Freitag erwartet uns und alle Tennisfans das absolute Wunschhalbfinale - einziger Wermutstropfen wird dabei wohl sein, dass Thiem v Nadal nicht die Endspielpaarung sein kann.
Fazit
 
Und mit dem Bagel am Ende dürfte dann wohl auch das letzte Gerede über Djokovics klaren Sieg in Rom verstummt sein. Wobei sich Thiem damit aber wohl sowieso keine fünf Minuten lang befassen wird - zu lang ist der Schatten des nun anstehenden Halbfinales, in dem er seinem großen Idol Rafa Nadal gegenüber stehen wird.
Fazit
 
Wow! Da muss man erstmal ganz tief durchatmen. Denn was Dominic Thiem hier in den Sätzen zwei und drei gespielt hat, ist aller Ehren wert - wobei sich Novak Djokovic auch alles andere als mit Ruhm bekleckerte und vor allem im dritten Durchgang wie ein chancenloser Schülerspieler auftrat.
7:6, 6:3, 6:0
Einen Matchball kann Novak Djokovic am Netz noch abwehren, den zweiten nutzt Thiem dann aber mit einer wunderbaren Rückhand longline zum Halbfinaleinzug!
7:6, 6:3, 5:0
 
In der Tat hat Djokovic jetzt auch ganz offensichtlich aufgegeben: Mit drei soliden Aufschlägen kommt Thiem zum 40:0 und drei Matchbällen.
7:6, 6:3, 5:0
 
Kopfschütteln hier, fluchen da - Djokovic gibt ein erbärmliches Bild ab, während Dominic Thiem nicht nur auf dem Weg ins Halbfinale sondern auch drauf und dran ist, die Schmach von Rom (1:6, 0:6) endgültig zu tilgen.
7:6, 6:3, 4:0
 
Djokovic spielt die Vorhand aus dem Halbfeld viel zu lang und beschert Thiem bei 30:40 den nächsten Breakball. Der Bagel winkt!
7:6, 6:3, 4:0
 
Thiem hingegen lässt auch angesichts der klaren Führung nicht locker, variiert schön mit Tempo und Spin und kommt erneut zu einem 15:30. Ob er wohl mittlerweile schon auf den Bagel schielt? Da ist seit Rom ja noch eine Rechnung offen ...
7:6, 6:3, 4:0
 
Natürlich schenkt Djokovic ein Grand-Slam-Viertelfinale nicht einfach ab. Dass der Serbe aber so früh den Kopf hängen lässt und kaum noch Gegenwehr leistet, ist ein trauriges Bild ...
7:6, 6:3, 4:0
 
Mit dem Ass stellt Thiem auf 40:0, mit einem Vorhandwinner die Linie entlang nimmt er das Spiel zum 4:0 dann auch mit - das riecht nach einem schnellen Ende!
7:6, 6:3, 3:0
 
Thiem hat die Power und die richtigen Winkel, Djokovic hat quasi gar nichts mehr. Was der Serbe auch anpackt, es geht schief ... 30:0.
7:6, 6:3, 3:0
 
Um Himmels Willen! Djokovic bewegt sich kaum noch, hämmert eine Rückhand von hinter dem Körper cross in den Korridor und gibt sein Service zu Null (!) ab. Während Thiem mit zwei Breaks Vorsprung im Rücken seinem Date mit Rafa Nadal entgegen strebt, zerlegt sich der Djoker in dieser Phase selber.
7:6, 6:3, 2:0
 
Bahnt sich hier der Untergang des Novak D. an? Der Serbe schlägt schlecht auf, nimmt Thiems offensive Returns quasi regungslos hin und sieht sich sofort einem 0:40 gegenüber.
7:6, 6:3, 2:0
 
Mit einem Ass beendet Thiem das Aufschlagspiel zu 15, bestätigt das Break und legt zum 2:0 vor - Novak Djokovic wirkt nicht nur genervt, sondern tatsächlich auch ein wenig ratlos.
7:6, 6:3, 1:0
 
Nanu? Mit einem Doppelfehler zum 15:15 lädt Thiem Djokovic in sein Aufschlagspiel ein. Aber zwei leichte Fehler des Serben unterstreichen dann doch wieder, dass beim Djoker in dieser Phase wenig zusammenläuft.
7:6, 6:3, 1:0
 
Die Strafe folgt stante pede: Mit Druck auf die Djoker'sche Vorhand sichert sich Thiem gleich zu Beginn von Satz drei das nächste Break. Wow!
7:6, 6:3, 0:0
 
Das stört Thiem natürlich weniger, denn der Österreicher stellt mit der Vorhand Inside-Out erneut auf Vorteil - auch, weil Djokovic den Ball in der Annahme, er wäre zu lang, einfach passieren lässt. Das darf einem Weltklassespieler eigentlich nicht passieren ...
7:6, 6:3, 0:0
 
Und auch diese zweite Breakchance kann Djokovic mit einem Aufschlagwinner abwehren. Mit dem zweiten Aufschlag. Das ist angesichts des doch leicht kritischen Spielstands sehr, sehr cool vom Serben ...
7:6, 6:3, 0:0
 
Der Österreicher kann zwar erneut auf Breakball stellen, Djokovic diesen aber mit einem guten Ersten abwehren. Doch damit ist es nicht getan: Denn Thiem spielt einen genialen Rückhandstopp zum Vorteil und dem nächsten Breakball!
7:6, 6:3, 0:0
 
Diesmal ist es Novak Djokovic, der gleich zu Satzbeginn einem 0:30 hinterher laufen muss. Aber genau wie Thiem einen Satz zuvor kann auch der Serbe auf 30:30 stellen.
Zwischenfazit
 
Man muss Dominic Thiem ein dickes Kompliment machen: Dafür, dass er den Djoker bisher noch nie geschlagen hat, absolviert er hier ein durchdachtes und vor allem cooles Match. Abgesehen von einer Menge unnötiger Fehler (die sich der Serbe aber auch leistet) findet Thiem immer wieder die richtigen Momente für seine Angriffe, verteidigt zwischendurch richtig stark und kann mit überraschenden Aktionen immer wieder Nadelstiche setzen. Drei Mal hat Djokovic in seiner Karriere schon 0:2-Satzrückstände gedreht - ob ihm das heute gelingt, ist bei Thiems momentaner Verfassung aber mehr als fragwürdig.
7:6, 6:3
Was am Ende auch egal ist, denn der folgende, ins Netz gespielte Rückhandreturn vom Djoker bringt Thiem schließlich doch den einen entscheidenden Punkt und damit die 2:0-Satzführung!
7:6, 5:3
 
Da kann man dann auch schon mal nervös werden. Denkt sich wohl auch Thiem und gibt den ersten Satzball mit einem Doppelfehler ab ...
7:6, 5:3
 
Thiem. Rückhandwinner. Longline. 40:15 und Satzbälle!
7:6, 5:3
 
Diese Serie unterbricht der Djoker dann aber mit einem - oh Wunder! - Rückhandwinner. Natürlich die Linie entlang. 30:15.
7:6, 5:3
 
Noch ein starker Rückhandwinner von Thiem, wieder die Linie entlang - 30:0!
7:6, 5:3
 
Starker Rückhandwinner des Österreichers die Linie entlang - 15:0.
7:6, 5:3
 
Zu Null nimmt der Serbe sein Aufschlagspiel zum 3:5 dann auch mit - aber das ist relativ egal, denn nun serviert Dominic Thiem selber zum Satzgewinn und der 2:0-Satzführung.
7:6, 5:2
 
Kein Problem, denn Thiem hat sich offenbar für volles Risiko entschieden, was in diesem Fall zu den nächsten beiden schnellen Fehlern und dem 30:0 für den Djoker führt.
7:6, 5:2
 
Breakball abgewehrt, mit dem Rückhandwinner die Linie entlang zum 5:2 vorlegt - bei Thiem könnte es in dieser Phase kaum besser laufen. Und der Djoker muss jetzt gegen den Satzverlust aufschlagen!
7:6, 4:2
 
Stark von Dominic Thiem, der erst per Servicewinner mit dem Kickaufschlag auf Einstand stellt und anschließend mit einem weiteren guten Aufschlag zum Vorteil vorlegt.
7:6, 4:2
 
Das kann Thiem dann zwar wieder ausgleichen, aber erneut macht ihm seine Rückhand einen Strich durch die Rechnung - der dritte Fehler von Thiem in diesem Spiel bringt dem Djoker einen Breakball!
7:6, 4:2
 
Und genau danach sieht es jetzt auch aus! Djokovic spielt konsequent nur noch die Rückhand von Thiem an, der Österreicher lässt sich weiterhin zu leicht zu Fehlern verleiten und muss das 15:30 hinnehmen.
7:6, 4:2
 
Mit viel Druck auf Thiems Rückhand kann Djokovic gleich mal zum 15:15 ausgleichen. Irgendwann muss er aber ja auch anfangen, sich auf die Suche nach dem Re-Break zu machen ...
7:6, 4:2
 
Mit einer schönen Vorhand kurz cross gespielt schnappt sich Djokovic das Spiel zum 2:4 aus seiner Sicht. Diese souveränen Aufschlagspiele braucht der Serbe dringend, damit er hier mental nicht vom Wagen fällt ...
7:6, 4:1
 
Und auch die nächste Rückhand von Thiem segelt ins Netz: 40:15 und zwei Spielbälle für den Djoker.
7:6, 4:1
 
Djokovic muss diesmal etwas mehr kämpfen, um seinen Aufschlag zu halten. Zwei Punkte über Thiems nach wie vor fehleranfällige Rückhand sorgen aber für das 30:15.
7:6, 4:1
 
Thiem macht es gleich noch einen Schritt besser, serviert sein Aufschlagspiel zu Null aus und stellt auf 4:1. Es läuft beim Österreicher!
7:6, 3:1
 
Zu 15 nimmt Djokovic das Spiel dann auch mit, liegt bei 1:3 aber nach wie vor mit einem Break hinten.
7:6, 3:0
 
Da hat offenbar jemand viel Frust zu verarbeiten. Aber immerhin tut es der Djoker auf die bestmögliche Art und Weise: Mit Winnern und Assen und harten ersten Aufschlägen. 40:0!
7:6, 3:0
 
Zu Null powert sich der Wiener durch sein Aufschlagspiel und bestätigt das eben gewonnene Break zum 3:0. Das sieht schon richtig gut aus, wenn man es mit Doninic Thiem hält.
7:6, 2:0
 
Wie schon im ersten Satz ist die eigentliche Hürde aber natürlich das Bestätigen des Breaks. Was vorhin aber oft nicht so gut klappte, scheint diesmal kein Problem zu werden ... zwei Winner von Thiem (schon 25, Djokovic erst 11) sorgen für das 30:0.
7:6, 2:0
 
Thiem will genau das unterstreichen, wartet geduldig auf seine Chance und punktet dann mit einem grandiosen Gegenstopp - der den Djoker sogar ausrutschen und im Sand landen lässt. 2:0, Break vor für Dominic Thiem in diesem zweiten Satz!
7:6, 1:0
 
Wahnsinn - aus der Defensive kommend dreht Thiem den Ballwechsel mit der Rückhand longline, um anschließend mit der Vorhand Inside-Out aus dem Halbfeld auf Vorteil und Breakball zu stellen. Das ist bärenstark, was der Österreicher hier teilweise spielt!
7:6, 1:0
 
Djokovic muss zwar mal wieder über den Zweiten kommen, Thiems Return ist aber schlecht und ermöglicht dem Serben den Winner auf Thiems Rückhand zum erneuten Einstand. Ist das gleich wieder spannend!
7:6, 1:0
 
Aber den kann Thiem dann umgehend wieder abwehren, weil er das Vorhandcrossduell für sich entscheidet. Das nervt den Djoker dann wiederum so sehr, dass er eine einfache Rückhand ins Netz legt - und Thiem so den nächsten Breakball schenkt.
7:6, 1:0
 
Couragiert, wie Djokovic diesen Schiefstand mit einem schönen Netzangriff behebt und zurück auf Einstand stellt. Eine starke Vorhand Inside-In bringt dem Djoker dann sogar Vorteil und den Spielball.
7:6, 1:0
 
Oho, der Djoker wackelt - ausgerechnet bei Einstand unterläuft ihm der nächste Doppelfehler zum Vorteil Thiem und der nächsten Breakchance!
7:6, 1:0
 
... was Thiem aber selber mit der nächsten völlig unnötig zu lang gespielten Rückhand vermasselt. Aber Djokovic hilft gern aus und lässt den Österreicher mit einer selbst viel zu langen Rückhand auf Einstand stellen.
7:6, 1:0
 
Ob das doch der neue Schläger ist? Zwei Punkte später steht Thiem bei 30:30 und zweiter Aufschlag Djokovic schon wieder am Rand einer Breakchance ...
7:6, 1:0
 
Obwohl Thiem den Schläger wechselt, unterlaufen ihm zwei weitere unnötige Fehler. 21 nach einem Satz (Djokovic: 17) sind eigentlich viel zu viele ...
7:6, 1:0
 
Mit einer feinen Vorhand longline aus der Rückhandecke macht Thiem anschließend den Deckel auf sein Aufschlagspiel und stellt auf 1:0. Was nach einem 0:30 natürlich ein sehr beruhigendes Gefühl darstellt.
7:6, 0:0
 
Gleich zu Satzbeginn muss Thiem ein 0:30 drehen. Tut er dann aber auch ganz entspannt mit zwei Vorhandwinnern ... um anschließend auch noch per starker Vorhand Inside-In zum 40:30 vorzulegen.
Zwischenfazit
 
Es ist schon der Wahnsinn, was Djokovic und Thiem hier abliefern. Abgesehen von einer Menge unnötiger Fehler auf beiden Seiten ist es ein Match auf Augenhöhe, in dem sich beide immer wieder viel zutrauen und ihre Spielstärke unter Beweis stellen - wobei Dominic Thiem nicht nur der Satzführung wegen ein bisschen stabiler und taktisch klüger wirkt.
7:6
Ist es aber nicht! Djokovic muss über den zweiten Aufschlag kommen, Thiem bespielt daraufhin seine Vorhand - und erzwingt mit einem Richtungswechsel den Rückhandfehler zum Satzgewinn!
6:6
 
Satzball Nummer eins kann Djokovic mit viel Druck auf Thiems Rückhand abwehren. Und beim zweiten darf er gleich selber aufschlagen, was ja eigentlich ein Vorteil sein sollte ...
6:6
 
Und jetzt ist Thiem dran: Nachdem der Djoker vorhin schon Satzbälle hatte, erspielt sich der Österreicher hier seine beiden ersten über die Rückhand des Serben. 6:4!
6:6
 
Aber Dominic Thiem traut sich dann wieder mal was, returniert offensiv und erzwingt in der Folge den Rückhandfehler beim Serben - zum 5:4!
6:6
 
Klar, dass der Djoker das sofort wieder zum 4:4 ausgleicht. Eine Zwei-Punkte-Führung haben wir in diesem Tiebreak auch noch nicht gesehen.
6:6
 
Thiem! Es braucht zwar einen Netzroller, unter dem Strich steht aber der erste gehaltene Aufschlag und das 4:3 für den Österreicher.
6:6
 
Irgendwie klar, dass Djokovic gleich wieder selbst mit einem Minibreak kontert und beim Seitenwechsel auf 3:3 stellt. Aufschlagen kann hier offenbar keiner von beiden mehr, denn bislang gab es im Tiebreak ausschließlich Returnpunkte.
6:6
 
Dabei bleibt es auch nach Djokovics Rückhand longline in den Korridor. 3:2 für Dominic Thiem, der nun wieder zwei Mal aufschlagen ''darf''.
6:6
 
Auch Djokovic haut dann mal wieder eine Rückhand cross in den Korridor - bei 2:2 hat noch keiner von Beiden einen Punkt bei eigenem Aufschlag gewonnen.
6:6
 
Auch seinen zweiten Aufschlag kann Thiem nicht halten, weil die Rückhand klemmt und ins Netz segelt - 2:1 für den Serben.
6:6
 
Daraufhin folgt dann aber die nächste harsche Windböe, die Thiem beim Ballwurf behindert und ihn zum Doppelfehler verleitet. Minibreak weg, 1:1 - alles in der Reihe in diesem Tiebreak.
6:6
 
Was für ein Start in den Tiebreak! Thiem gibt mutig Vollgas, zwingt den Djoker immer weiter in die Defensive und punktet am Ende mit der Vorhand longline zum ersten Minibreak und dem 1:0.
6:6
 
Den ersten Spielball vergibt Thiem noch mit einer zu langen Rückhand longline, den zweiten nutzt er dann aber - und wir gehen in den Tiebreak!
5:6
 
Eine große Überraschung sind die vielen Servicewinner beim Österreicher übrigens nicht: Mit 227 km/h hält er den diesjährigen Aufschlagrekord bei den French Open.
5:6
 
Erneut kann Thiem ein 15:0 nicht ausbauen, weil er den Djoker ans Netz aufrücken lässt. Der folgende Servicewinner bringt dann aber immerhin das 30:15.
5:6
 
Mit einem knackigen ersten Aufschlag durch die Mitte nimmt Djokovic diesen Spielball dann auch mit und legt zum 6:5 vor. Und schon ist es wieder an Dominic Thiem, gegen den Satzverlust aufzuschlagen - mal sehen, ob das etwas besser klappt als vor wenigen Minuten, als er ja schon Satzbälle abwehren musste.
5:5
 
Und dann hat Thiem Pech, dass seine Vorhand longline haarscharf in den Korridor tropft und Djokovic einen Spielball einbringt.
5:5
 
Stark von Thiem, der mit einem Rückhandwinner und einem leicht glücklich abspringenden Netzroller auf 15:30 stellen kann. Aber Djokovic kann mit seinem heute guten Ersten auf 30:30 stellen.
5:5
 
Auf dem Centre Court hat sich soeben übrigens Tragisches ereignet: Pablo Carreno-Busta musste sein Viertelfinale gegen Rafa Nadal nämlich Anfang des zweiten Satzes aufgeben. Und damit steht der spanische Rekordsieger als Erster im Halbfinale!
5:5
 
Ein hochgradig genervter Djokovic spielt seine Vorhand viel zu lang, Thiem ballt die Faust und schreit die Erleichterung raus - 5:5, Satz eins geht in die Overtime!
4:5
 
Und weil Thiem dann auch noch einen Servicewinner mit dem Zweiten nachlegt, hat er plötzlich selber einen Spielball.
4:5
 
Und auch den zweiten Satzball kann der Österreicher mit einem Servicewinner nach außen abwehren! Das Publikum tobt, Djokovic ist natürlich sauer - Einstand!
4:5
 
Ganz cool von Thiem, der Satzball Nummer eins mit einem trockenen Vorhandvolleystopp abwehrt. Einmal tief durchatmen!
4:5
 
Es kommt, wie es kommen musste: Djokovic rennt und verteidigt, kann sich mit einem Lob befreien und Thiem zum Vorhandfehler verleiten - der dem Serben die ersten zwei Satzbälle bringt!
4:5
 
Fabelhaft gespielt von Dominic Thiem, der Djokovic in einem langen Ballwechsel urplötzlich mit der Tempoverschärfung mit der Vorhand cross überrascht und am Ende longline ins leere Feld zum 15:15 punkten kann. Aber Djokovic ist hellwach und passiert Thiem anschließend mit der Rückhand cross zum 15:30!
4:5
 
Und den besseren Start ins Aufschlagspiel des Österreichers erwischt der Serbe dann auch noch, Thiems zu lange Vorhand sorgt für das 0:15.
4:5
 
Auch der folgende Rückhandreturn von Thiem segelt direkt in den Korridor - was dem Djoker zu Null das 5:4 einbringt und den Österreicher jetzt doch ein wenig unter Druck setzt.
4:4
 
Was du kannst, kann ich schon lange: Djokvic benötigt keine 60 Sekunden, um auf 40:0 zu stellen.
4:4
 
Djokovic mit dem Vorhandfehler, Thiem mit dem Spielgewinn - 4:4, alles in der Reihe in Satz eins!
3:4
 
Zum ersten Mal heute arbeitet Thiem an eine souveränen Aufschlagspiel. Das 40:15 sollte auf jeden Fall ein bisschen Sicherheit bringen.
3:4
 
Sie kennen das schon: Die erste Breakchance wehrt Djokovic noch ab, die zweite kann Thiem dann aber über die Vorhand des Djokers nutzen und zum 3:4 verkürzen. Und beim Serben fliegt zum ersten Mal der Schläger ...
2:4
 
Daraufhin returniert Thiem dann mal mit vollem Risiko auf die Rückhand des Serben und erzwingt da den Fehler - 15:40 und zwei Chancen zum Re-Break!
2:4
 
Unhöflich will der Djoker aber natürlich nicht sein und lädt Thiem mit dem Doppelfehler zum 15:15 in sein Aufschlagspiel ein. Der zweite Doppelfehler in Reihe bringt Thiem dann sogar das 15:30 ... komplett ohne eigenes Zutun.
2:4
 
Irgendwann ist es dann einfach zu viel: Thiems nächster unnötiger Vorhandfehler bringt dem Djoker das zweite Break des Tages und die 4:2-Führung ein.
2:3
 
Mit einem feinen Netzangriff und dem abschließenden Smash kann Thiem zwar verkürzen, aber Djokovic hält den Druck aufrecht, erzwingt den Fehler auf Thiems Vorhand und erspielt sich zwei Breakchancen!
2:3
 
Ach herrje! Das passiert, wenn man in diesem Match mal kurz nicht aufpasst: Zwei leichte Fehler von Thiem bringen Djokovic das 0:30!
2:3
 
Zwei Servicewinner später kann Djokovic sein Service endlich durchbringen und auf 3:2 stellen. Wenn hier jetzt jedes Aufschlagspiel eine Viertelstunde dauert, dann kann das ein wahnwitziger Nachmittag werden!
2:2
 
Und auch den kann der Djoker nicht nutzen. Und holt sich anschließend wegen Zeitverzögerung auch noch die ersten Pfiffe des Pariser Publikums ab.
2:2
 
Ausnahmsweise stellt Djokovic mal per Servicewinner auf Vorteil. Das ist nun schon sein fünfter Spielball nacheinander ...
2:2
 
Aber Thiem, der hier bei den Winnern aus dem Spiel heraus schon mit 9:3 vorn liegt, stellt gleich wieder auf Einstand. Woraufhin Djokovic mit der Vorhand longline wieder vorlegt ...und Thiem den vierten Spielball ebenfalls mit einer schönen Vorhand wieder abwehrt. Und so dauert dieses Aufschlagspiel nun auch schon zwölf Minuten ...
2:2
 
Beeindruckend, wie Thiem sich regelmäßig aus der Defensive herauswindet und Djokovic mit Gegendruck zu Fehlern zwingt. Aber der Djoker hat die Ruhe weg und stellt zum dritten Mal in Serie auf Spielball ...
2:2
 
Aber auch der Österreicher hat hier nichts zu verschenken und wehrt Djokovics folgenden Spielball mit einer herrlichen Rückhand longline ab. Und wir stellen uns hier gedanklich schon mal auf ein sehr, sehr langes Match ein.
2:2
 
Einfach ist hier heute aber gar nichts. Im nächsten langen Ballwechsel wird Djokovic immer druckvoller, während Thiem immer weiter hinter die Grundlinie gedrängt und am Ende zum Vorhandfehler gezwungen wird. Einstand!
2:2
 
Djokovic rückt ans Netz vor, aber Thiem passiert den Serben ganz trocken mit der Rückhand cross. Was ihm die nächste Breakchance einbringt!
2:2
 
Und gleich nochmal: Der nächste Rückhandstopp von Thiem bringt ihm in der Folge den nächsten Einstand ein!
2:2
 
Diesmal kann Djokovic auch wieder flott auf 40:15 stellen, was nach einem soliden Aufschlagspiel aussieht. Aber Thiem hat den Mut zum Stopp, der ihm das 40:30 bringt ...
2:2
 
Das sind mittlerweile aber doch zu viele unnötige Fehler bei Thiem: Der Österreicher ist schon bei deren acht angekommen, während Djokovic noch bei vier steht.
2:2
 
Kein Problem für Dominic Thiem, der sich gleich wieder berappelt und mit der Vorhand cross punktet. Aber Djokovic kann über die Rückhand des Wieners zum 15:15 kontern.
2:2
 
Den ersten Breakball kann der Österreicher noch abwehren, den zweiten nutzt Djokovic dann aber über die Rückhand von Thiem - 2:2, alles wieder in der Reihe in Satz eins!
2:1
 
Ok, soviel dazu. Thiem scheint das Break weniger gut verkraftet zu haben, denn mit drei schnellen Unforced Errors in Serie schenkt er Djokovic umgehend drei Chancen zum Re-Break.
2:1
 
Wow! 24 Mal segelt der Ball über das Netz, am Ende verliert Djokovic im Slice-Duell die Geduld und spielt seine Rückhand zu lang - 2:1 und Break vor für Dominic Thiem!
1:1
 
Dann ist Thiem aber auch mal wieder dran. Mit der Vorhand cross bereitet er seinen Angriff vor, den er mit dem Vorhandwinner aus dem Halbfeld und gegen Djokovic Laufrichtung abschließt. Vorteil Thiem und Breakchance Nummer vier!
1:1
 
Stark gespielt vom Djoker! Thiem hat den Ballwechsel gut unter Kontrolle, spielt dann aber den zu langen Stopp, den Djokovic erläuft um anschließend am Netz auf Einstand zu stellen.
1:1
 
Die ersten zwei Breakbälle kann Djokovic allerdings mit guten ersten Aufschlägen abwehren. Bleibt noch der dritte ...
1:1
 
Völlig ohne Not schlägt Djokovic auch die nächste Rückhand ins Netz - was Thiem bei 0:40 drei Breakchancen einbringt!
1:1
 
Und jetzt bekommt Djokovic zum ersten Mal ein Problem. Denn das ganze Spiel ist sozusagen vom Winde verweht, was Thiem nutzen kann, während der Djoker damit zu kämpfen hat - 0:30!
1:1
 
Mit dem gleichen Schwung tütet Thiem sein Aufschlagspiel dann auch ein - 1:1.
0:1
 
Aber genau wie Djokovic eben kann aus der Österreicher in der Folge schnell auf 40:15 stellen. Und hat nun schon fünf direkte Winner auf dem Konto ...
0:1
 
Thiem startet ebenfalls mit einem Vorhandwinner in sein Aufschlagspiel. verschlägt dann aber eine Rückhand longline und muss das 15:15 hinnehmen.
0:1
 
Dann hat Djokovic ein bisschen Glück, dass seine Rahmenvorhand unerreichbar für Thiem ins Eck segelt und ihm den dritten Spielball einbringt. Und den kann der Serbe dann auch im bisher längsten Ballwechsel der Partie (13 Schläge) nutzen. 1:0!
0:0
 
Aber Dominic Thiem ist gleich hellwach! Den ersten Spielball wehrt er mit einer langen Vorhand auf die Vorhand des Djokers ab, den zweiten anschließend dank eines Rückhandfehlers beim Serben. Einstand!
0:0
 
Thiem leistet sich auf der Rückhand dann auch einen leichten Fehler, den Djokovic mit seinem ersten Ass in das 40:15 vergoldet.
0:0
 
Der Serbe legt zunächst mal einen Vorhandwinner aus dem Halbfeld an die Grundlinie , patzt anschließend aber mit einem ähnlichen Schlag zum 15:15.
0:0
 
Unser Dank geht an Petrus: Los geht's mit Aufschlag Djokovic!
Wetter
 
Der Himmel über Paris ist heute morgen übrigens eher grau als blau - aber bislang ist es zumindest trocken geblieben.
Prozedere
 
Und schon betreten unsere beiden Hauptdarsteller den Court Suzanne Lenglen - Schiedsrichter James Keothavong aus England wird sich jetzt um das übliche Prozedere mit Münzwurf und Einschlagen kümmern, bevor es dann auch schon losgehen kann.
Neuer Termin
 
Das Match wurde für Mittwoch 11:00 Uhr neu angesetzt.
Absage
Das war's für heute - nach vier Stunden vergeblichen Wartens sind die beiden Herrenmatches für heute abgesagt worden. Wann es morgen weiter geht, erfahren Sie bei uns, sobald es eine offizielle Ansage gibt. Wir bitten um Verzeihung - und verfluchen Petrus ein wenig.
Regen
Stand jetzt (17:30 Uhr) liegen die Plastikplanen nach wie vor auf den Plätzen, Allerdings hat sich der Himmel ein ganz bisschen aufgehellt - vielleicht ist das ja ein gutes Vorzeichen. Die Hoffung stirbt auf jeden Fall zuletzt!
Regen
Nachdem sich Court Lenglen eben schon wieder zu füllen begann, hat Petrus nun doch nochmal die Dusche aufgedreht und Paris noch stärker bewässert - was unsere Wartezeit ein wenig unberechenbar macht. Ich würde mit viel Optimismus mal auf einen Beginn (unseres Matches) gegen 17:30 Uhr hoffen ...
Regen
Eigentlich standen wir ja schon in den Startblöcken für unser Match, nun werden wir uns aber wohl noch eine ganze Weile gedulden müssen: Das Viertelfinale der Damen zwischen Jelena Ostapenko (LAT) und Caroline Wozniacki (DEN/11) musste Mitte des zweiten Satzes soeben wegen Regens unterbrochen werden. Die Turnierverantwortlichen sprechen von einem kurzen Schauer, die Wetterkarte zeigt aber jede Menge dunkler Wolken an - da bleibt uns wohl nur Abwarten.
French Open
 
Womit wir dann auch schon bei den Fakten zum Turnier an sich angekommen wären. Das Tournoi de Roland Garros, wie die French Open offiziell heißen, finden seit 1891 jedes Jahr zwischen Mitte Mai und Anfang Juni im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement in Paris statt. Dabei sind die French Open das einzige Sandplatzturnier der Grand-Slam-Serie und spielen keine Tiebreaks im Entscheidungssatz, was regelmäßig zu den längsten Matches auf der Tour führt. Zu gewinnen gibt es bei den Herren knapp 15 Millionen Dollar (alleine 2 Millionen für den Sieger) - Titelverteidiger dieser Veranstaltung ist Novak Djokovic (SRB), Rekordsieger der Spanier Rafael Nadal, der sich in diesem Jahr auf die Jagd nach seinem 10. Titel (La Decima) begibt.
Suzanne Lenglen
 
Gespielt wird hier übrigens gleich auf dem zweitgrößten Court des Stade Roland Garros: Der Court Suzanne Lenglen, benannt nach einer französischen Weltklassespielerin der 20er Jahre, fasst knapp 10.100 Zuschauer und gilt bei Traditionalisten als eins der schönsten Stadien auf der Tour.
Head 2 Head
 
Was uns auf direktem Wege zum ewigen Vergleich der Beiden führt. Und in dem führt der Serbe Djokovic mit sage und schreibe 5:0 Siegen - überhaupt konnte Thiem gegen den Djoker erst einen einzigen Satz gewinnen (ATP Finals 2016) und musste sich hier in Roland Garros im letzten Jahr im Halbfinale deutlich (6:2, 6:1, 6:4) geschlagen geben.
Coach Bresnik
 
Allerdings ist Novak Djokovic natürlich ein ganz anderes Kaliber als Thiems bisherige Gegner, das weiß auch sein Coach Günther Bresnik: ''Er ist einer, der die Fähigkeit hat, mit Dominics Tempo zu spielen und das zurückzugeben. Das haben die anderen nicht.''
Turnierverlauf
 
Getragen von dieser Euphorie pflügt Thiem bisher auch durch das Turnier wie eine Dampfwalze. Bernard Tomic, australischer Ex-Top20-Spieler, gewann in Runde eins gerade mal sechs Spiele und holte sich sogar einen Bagel ab, der Italiener Simone Bolelli hielt das Match immerhin einen Satz lang eng, bevor er in den Durchgängen zwei und drei dann ebenfalls abgeschossen wurde - und auch in den Runden drei und vier kam Thiem gegen Steve Johnson (USA) und Horacio Zeballos (ARG) ohne Satzverlust aus. Was insgesamt aber natürlich gar nicht so überraschend ist, schließlich hatte Thiem hier in Roland Garros im Vorjahr schon das Halbfinale erreicht ...
Thiem v Nadal
 
Das vielleicht prägendste Erlebnis seiner noch jungen Laufbahn erlebte Thiem aber wohl letzte Woche beim Turnier in Rom. Denn obwohl er im Halbfinale gegen Novak Djokovic chancenlos unterging, drehten sich die Gedanken der Fachpresse ausnahmslos um das vorangegangene Viertelfinale und Thiems ersten Sandplatz-Sieg gegen Rafael Nadal. ''Das 1:6, 0:6 gegen Djokovic war kein Schock. Ich habe es zwar nicht in dieser klaren Form erwartet, aber es war das erste Mal, dass ich so lange auf so hohem Niveau gespielt habe. Irgendwann musste der Einbruch kommen. Der Sieg gegen Nadal war emotional wichtiger. Und sein Lob hinterher bedeutet mir mehr als alles andere. Denn er sagt das nicht nur so.''
Thiem 2017
 
Und schlecht läuft es beim Österreicher ja nun wirklich nicht. Mit 32 Siegen (bei zwölf Niederlagen) hat er im Jahr 2017 bislang die zweitmeisten auf der Tour zusammengespielt (nach Nadal/38 und mit Goffin/31), hat in Rio de Janeiro ein Turnier gewonnen und zuletzt in Barcelona sowie beim Masters in Madrid das Finale (erstmals bei einem 1000er Turnier) erreicht (jeweils Niederlagen gegen Nadal) - nach vier Turniersiegen im Vorjahr keine schlechte Ausbeute für die ersten fünf Monate einer Saison.
Knieverletzung
 
Zumal er sich seit dem letzten Herbst auch noch mit einer ziemlich dummen Verletzung herumschlagen muss. ''Bei den US Open hab ich mir beim Rückhand-Slice-Training den Griff aufs rechte Knie gerammt. Seither tut das Knie weh, im Prinzip bei jedem Schritt, beim Rennen, bei jeder Richtungsänderung, sogar wenn du nicht spielst, wenn du dich nur hinknien möchtest. Dann wird's irgendwann schwer mit Spaß haben.'' Und trotzdem liegt Thiem nichts ferner, als sein durchaus straffes Jahresprogramm von 27 Turnierauftritten plus Davis Cup zu kürzen: ''Ich bin immer am glücklichsten, wenn ich Turniere spielen darf. Das ist doch quasi die Belohnung für das ganze Training.''
Hohe Erwartungen
 
Allerdings macht dem Youngster auch weniger der Druck von außen zu schaffen als vielmehr der, den er sich selber macht. ''Wenn ich letztes Jahr in einem Game vier gute Punkte und zwei Fehler gemacht habe, war ich total happy über die vier Winner. Jetzt ärgern mich die zwei Fehler. Ich seh mich selber viel kritischer als letztes Jahr. Und das muss auch so sein, das ist eben meine neue Erwartungshaltung.'' Die er sich aufgrund seiner Erfolge in den letzten beiden Jahren auch definitiv verdient hat - die das Leben eines Einzelsportlers aber natürlich auch nicht leichter macht.
Thiem lernt nie aus
 
Und Thiem selber denkt sowieso so wenig wie möglich an Ergebnisse, sondern geht seinen Beruf ganz anders an. ''Sobald ich auf dem Platz bin, ist alles wie früher. Rechts-links wetzen, den Ball schlagen, einen Punkt gewinnen, das taugt mir genauso wie vor 15 Jahren. Und es ist immer noch ein genauso geiles Gefühl wie damals, wenn du am Ende eines Trainings etwas kannst, das du am Anfang nicht gekonnt hast'', so Thiem gegenüber ''redbulletin.com''.
Thiem zu schnell
 
Was nicht nur die Experten, sondern auch Thiems eigenen Coach überrascht. ''Ich glaube immer noch nicht, dass Dominic schon automatisch in die großen Halbfinals gehört. Dafür musst du Top4,Top5 sein. Und dahin ist es noch ein weiter Weg. Ich glaube, es kann auch jederzeit wieder eine längere Schwächephase folgen. Aber so war es immer geplant. Dominic ist momentan nur einfach zu schnell'', so Günther Bresnik, der in den Neunziger Jahren bereits mit Boris Becker zusammen gearbeitet hat und Thiem seit dessen Kindheit trainiert.
Musterschüler Thiem
 
Und der 23-Jährige ist in diesem Jahr nicht nur auf der Tour angekommen, er gehört mittlerweile schon relativ selbstverständlich zu den Top10. Und dabei gilt Thiem noch als so wissbegierig, dass er Trainingslektionen, Niederlagen und Erfolge in sich aufsaugt, verarbeitet und mit den neuen Erfahrungen quasi sofort besser wird - so scheint es zumindest in 2017.
Thiem
 
Sollte Djokovic heute aber ähnlich langsam starten wie gegen Schwartzmann, dann könnte seine Turnier nach diesem Viertelfinale schon vorbei sein. Denn wie eingangs bereits erwähnt gehört Thiem zu den großen Turnierfavoriten, hat als Bewerbung Rafa Nadal seine einzige Sandplatzniederlage der Saison beigebracht - und hat seit Rom natürlich noch eine offene Rechnung mit Djokovic.
Turnierverlauf
 
Umso wichtiger, dass sich der Serbe in seinen ersten Matches hier in Roland Garros relativ schadlos halten konnte: Gegen Granollers (ESP), Sousa (POR) und Ramos-Vinolas (ESP) setzte sich der Djoker ohne Satzverlust vor, richtig kämpfen musste er nur gegen Diego Schwartzmann (ARG) in Runde drei - gegen den er die Sätze vier und fünf aber jeweils mit 6:1 gewinnen konnte.
Djokovic in Paris
 
Wie genau Djokovic allerdings auf Roland Garros reagieren würde, war eine komplett offene Frage. Denn natürlich ist er hier nach der Vervollständigung seines Karriere-Grand-Slams im Vorjahr Titelverteidiger und dementsprechend auch ein Mitfavorit - allerdings begann seine (halb-öffentlich ausgetragene) Krise auch so ziemlich genau eine Woche nach dem 2016er-Finale hier in Paris. Und abgesehen vom Sieg im Vorjahr hatte der Djoker hier ja auch drei seiner bittersten Endspiel-Niederlagen (2012 und '14 gegen Nadal, 2015 gegen Wawrinka) zu verkraften - Paris ist also nicht nur spielerisch, sondern auch mental ein gefährliches Pflaster für die Nummer zwei der Welt.
Frisches Selbstvertrauen
 
Doch vor allem der Sieg gegen Nadal-Bezwinger Thiem (6:1, 6:0, dazu später noch mehr) hat dem Djoker offenbar eine frische Portion Selbstvertrauen gebracht. '''Ich habe lange auf so einen Moment gewartet'', so ein überglücklicher Djoker nach dem Match. ''Es war das perfekte Match. Definitiv die beste Performance des Jahres, wenn nicht sogar länger. Es hat einfach alles funktioniert, was ich machen wollte.'' Und dass das ganze Lob nicht übertrieben war und der Serbe durchaus zufrieden sein durfte, zeigte vor allem eins: Djokovic demontierte mit Thiem den zu dem Zeitpunkt siegreichsten Spieler der Saison.
Djokovic 2017
 
Doch so richtig rund läuft es beim Serben, der 2015 noch acht von neun Masters-Endspielen erreichte (und sechs gewann), auch in dieser Sandplatzsaison noch nicht. In seiner Wahlheimat Monaco reichte es wie erwähnt nur für das Viertelfinale, in Madrid schied er als Titelverteidiger im Halbfinale aus (nach einem kampflosen Sieg im Viertelfinale) und auch beim dritten Sandplatzmasters in Rom war sein Spiel nur selten überzeugend (gegen del Potro und Thiem) - wobei es am Ende trotzdem für den Finaleinzug (Niederlage gegen Zverev) reichte.
Fokus aufs Wesentliche
 
Ob Agassi nun ausschließlich auf dem Court stehen und sich taktische Finten ausdenken wird oder ob er tatsächlich so eine Art Lifecoach wird, sei dahingestellt. Denn für diesen Job hat Djokovic eigentlich ja auch noch den mysteriösen und umstrittenen Pepe Imaz dabei, den die einen Guru, die anderen Scharlatan nennen. Aber zumindest geht es vordergründig erstmal wieder um Tennis - und das ist ja schon mal ein Fortschritt im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2016.
Lifecoach Agassi
 
Doch tatsächlich stimmte es zwischen den beiden vom ersten Telefonat an - so erzählt es jedenfalls der Djoker. ''Ich wollte mich eigentlich nur bedanken, dass er nie etwas Böses über mich und meine Krise gesagt hat. Daraus wurde ein 30-minütiges Telefonat über den Sinn des Lebens - und daraus dann zahlreiche Telefonate während der Turniere in Madrid und Rom. Ich bin sehr froh, dass er eingewilligt hat, hierher zu kommen'', so der Serbe im Hinblick auf seinen neuen Betreuer. Und auch zum Warum gab es eine Erklärung: ''Andre ist intelligent, ist ein Familienmensch, denkt großflächig und zeigt immer wieder, dass er einer von den Guten ist. Außerdem hat er in der Tennisszene alles mitgemacht, was ich auch erlebe. Das passt einfach.''
Blumen für Steffi
 
Doch ganz so ziellos, wie es auf den erste Blick scheint, wandert Djokovic natürlich nicht durch die Tenniswelt. Denn mittlerweile hat der Serbe sich ja einen neuen Trainer zur Seite gestellt - wobei der das nicht ganz freiwillig macht. Denn Andre Agassi, seines Zeichens ehemaliger Paradiesvogel der Tennisszene und achtfacher Grand-Slam-Sieger, musste erst von seiner Frau zu diesem Job getriezt werden - ein Blumenstrauß für Steffi Graf wäre also wohl angemessen.
Familienmensch Djokovic
 
''Früher war ich ein Krieger'', so Djokovic in einem vielbeachteten Interview mit ''L'Equipe''. ''Aber gewinnen ist nicht alles. Ich habe im vergangenen Jahr gespürt, dass ich etwas ändern muss. Wenn ich heute heimkomme, bin ich nicht mehr Spieler. Ich bin Vater, ich bin Ehemann, ich bin Freund, ich bin Bruder, ich bin Sohn.'' Was übrigens damit einher geht, dass sich Ehefrau Jelena zuletzt öffentlich über ihre zweite Schwangerschaft gefreut hatte ...
Neuer Weg
 
Doch das skurrile ist weniger der Leistungsabfall an sich als viel mehr die Erklärungen der Nummer zwei der Weltrangliste. Denn Djokovic galt jahrelang als besessener und akribischer Arbeiter, der jeden Schritt seiner Karriere optimieren wollte - nach dem Rausschmiss seines kompletten Trainerteams (inklusive Boris Becker) und diversen halböffentlich ausgetragenen Ehestreitigkeiten hat der Serbe aber einen ganz neuen Weg gewählt.
Djokovic
 
Die einen sagen Krise, die anderen reden von neuen Prioritäten und wieder andere meinen, beim Djoker eine gewisse Altersmilde festgestellt zu haben. Aber wie auch immer man das letzte Jahr beim Serben beschreiben will: Seitdem Djokovic hier in Roland Garros vor 12 Monaten den Karriere-Grand-Slam gewinnen konnte, geht nur noch herzlich wenig.
Bonjour
 
Herzlich willkommen bei den French Open zur Viertelfinalpartie zwischen Dominic Thiem und Novak Djokovic.
Ticker-Kommentator: Oliver Stein
Spieler:
A. Murray [1]
K. Nishikori [8]
2
6
7
6
6
1
6
1
S. Wawrinka [3]
M. Cilic [7]
6
6
6
3
3
1
P. Busta [20]
R. Nadal [4]
2
0
6
2
D. Thiem [6]
N. Djokovic [2]
7
6
6
6
3
0
A. Murray [1]
S. Wawrinka [3]
7
3
7
6
1
6
6
5
7
6
R. Nadal [4]
D. Thiem [6]
6
6
6
3
4
0
Weltrangliste
Spielerprofile
D. Thiem
Ranking:
7
Geburtsd.:
03.09.1993
Größe:
1.85
Gewicht:
82
Bilanz:
35-15
Preisgeld:
USD 7.049.918
N. Djokovic
Ranking:
2
Geburtsd.:
22.05.1987
Größe:
1.88
Gewicht:
77
Bilanz:
25-7
Preisgeld:
USD 108.940.597