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Live-Ticker Tennis French Open, 3. Runde, Saison 2017

French Open - 3. Runde

Paris, Frankreich28.05.2017 - 11.06.2017
A. Murray
[1]
Match beendet
 
J. M. del Potro
[29]
A. Murray
J. M. del Potro
 
 
1. Satz
2. Satz
3. Satz
710
7
6
68
5
0
Philippe-Chatrier Court | 3. Runde
Spielzeit: 02:53 h
Letzte Aktualisierung: 23:12:09
Murray
del Potro
Ticker-Kommentator: Oliver Stein
Ende
 
Das war's nun zwar für den Moment vom Court Philippe Chatrier, aber natürlich noch nicht komplett aus Paris. Denn weiter geht es bei uns parallel schon mit einem ehemaligen Champion: Auf Suzanne Lenglen gibt sich nämlich der Schweizer Stan Wawrinka die Ehre, mein Kollege Maximilian Gschwilm ist live für Sie dabei - und später haben wir ja auch noch den Auftritt von Carina Witthöft gegen Karolina Pliskova für Sie im Angebot. Für den Moment sagt Oliver Stein nun aber Tschüss oder eben Au revoir a Paris!
Ausblick
 
Während es für del Potro also erst in zehn Tagen auf Rasen weitergeht, darf sich Murray heute Abend ganz in Ruhe zurücklehnen und abwarten, wer sein nächster Gegner wird: Den spielen später nämlich Aufschlagungeheuer John Isner (USA/21) und der Russe Karen Khachanov aus.
Fazit
 
Unter dem Strich steht mit Andy Murray ein hochverdienter Sieger, der mit zunehmender Spieldauer viele Punkte über seine überragende Fitness gewann und in den entscheidenden Momenten einfach cooler blieb - was man ihm gegen einen seiner Angstgegner natürlich auch hoch anrechnen muss.
Fazit
 
Der erste Gedanken nach diesem Match lautet sicher bei den meisten Fans: Schade, dass Satz eins nicht einfach fünf Stunden lang dauern konnte. Denn der erste Durchgang war wohl der beste des gesamten bisherigen Turnierverlaufs - weshalb die beiden Hauptdarsteller das Niveau in den Sätzen zwei und drei anschließend auch nicht mehr halten konnten.
7:6, 7:5, 6:0
Und das war's: Mit einem weiteren Rückhandwinner longline gespielt macht Andy Murray den Deckel auf diese 3. Runde und zieht ins Achtelfinale ein!
7:6, 7:5, 5:0
 
Matchball Nummer eins kann del Potro mit einer langen Rückhand aber abwehren. Doch Murray will es jetzt zu Ende bringen und punktet mit der Rückhand cross aus dem Halbfeld zum Vorteil.
7:6, 7:5, 5:0
 
... und auch die zweite lässt die Nummer eins der Welt am Netz von der Bildfläche verschwinden. Und so kommt es, wie es kommen musste: Nach 2:51 Stunden hat Andy Murray seinen ersten Matchball.
7:6, 7:5, 5:0
 
Breakchance Nummer eins wehrt Murry mit einer exzellenten Vorhand longline aus der Rückhandecke ab ...
7:6, 7:5, 5:0
 
Aber dann wackelt Murray doch tatsächlich mal wieder mit der Vorhand und beschert Juan Martin del Potro so zwei Breakchancen!
7:6, 7:5, 5:0
 
Die Rückhand longline von del Potro ist schon sehenswert, die Antwort von Murray mit der aus vollem Lauf cross durchgezogenen Vorhand aber genial. 15:30!
7:6, 7:5, 5:0
 
Murrays Stopp beantwortet DelPo mit einem Gegenstopp, den Murray errutscht - aber der Argentinier punktet dann mit dem Rückhandvolley ins offene Feld zum 0:30.
7:6, 7:5, 5:0
 
Aufmunternden Applaus vom Publikum gibt es in diesem Fall natürlich nur für del Potro, dem es obliegt, den Parisern noch ein bisschen mehr Unterhaltung zu bieten: Das 0:15 per Smash ist dabei schon mal kein Schlechter Anfang.
7:6, 7:5, 5:0
 
Und damit heißt es für Andy Murray nach 2:45 Stunden nun: Sert pour le match!
7:6, 7:5, 5:0
 
Murray kann viel zu leicht ans Netz aufrücken und mit dem Vorhandvolley auf 30:40 stellen. Um anschließend dann mit Stopp-Lob auch noch zum 5:0 vorzulegen ... und das in nur 19 Minuten!
7:6, 7:5, 4:0
 
Aber auch in diesem Spiel hilft der Schotte dem Argentinier mit zwei leichten Fehlern auf die Sprünge. Der revanchiert sich bei 30:15 dann wiederum mit einem völlig unverständlichen Vorhandfehler zum 30:30.
7:6, 7:5, 4:0
 
Mut der Verzeiflung oder Hoffnung auf eine schnelle Erlösung? Was in DelPos Kopf vorgeht weiß niemand, schlecht vorbereitete Netzangriffe sind aber natürlich Murrays Lieblinsgbeute. 0:15.
7:6, 7:5, 4:0
 
Leider ist aber auch das nur ein Strohfeuer, eine Teamentscheidung von Carlos Benardes und dem Hawkeye bringt Murray den Spielgewinn und damit das 4:0.
7:6, 7:5, 3:0
 
Nanu? Die ersten beiden Spielbälle kann del Potro von der Grundlinie abwehren ...
7:6, 7:5, 3:0
 
Schade, dass die Partie hier so zu Ende gehen wird: Juan Martin del Potro hat keine Kraft mehr, sich noch großartig zu bewegen und wird von Murray auf einfachste Art und Weise zum 40:0 ausgespielt.
7:6, 7:5, 3:0
 
Und das riecht jetzt schon verdächtig nach Vorentscheidung: Mit dem nächsten guten Return sichert sich Murray das zweite Break in diesem Satz zu Null und marschiert mit Siebenmeilenstiefeln auf das Achtelfinale zu.
7:6, 7:5, 2:0
 
Und weil Murray dann auch noch einen perfekten Vorhandreturn genau auf die Seitenlinie klatscht, hat der Schotte erneut drei Breakchancen.
7:6, 7:5, 2:0
 
So ungern ich das schreibe: In dieser Phase scheint del Potro das Match zu entgleiten. Erst segelt eine Rückhand völlig ohne Not noch neben den Korridor, dann folgt der Doppelfehler zum 0:30.
7:6, 7:5, 2:0
 
Letzten Endes nutzt Murray dann den zweiten Spielball, um das Break zu bestätigen und zum 2:0 vorzulegen. Und del Potro wirkt - genau wie zu Beginn des zweiten Satzes - irgendwie müde ...
7:6, 7:5, 1:0
 
Murrays fünftes Ass sorgt dann schon wieder schnell für das 40:0 und drei Spielbälle.
7:6, 7:5, 1:0
 
Und der macht das jetzt auch taktisch ganz schlau: Sein Service ist weniger hart als gut platziert, damit del Potro in jedem Ballwechsel sofort laufen muss.
7:6, 7:5, 1:0
 
Offenbar mit Erfolg: Del Potros nächste Vorhand gerät viel zu lang, Murray kann sich das Break sichern und zum 1:0 vorlegen. Es läuft beim Briten!
7:6, 7:5, 0:0
 
Die erste Breakchance kann Murray aber nicht nutzen, weil ihm eine Vorhand abrutscht. Und sofort wird wieder gemeckert ...
7:6, 7:5, 0:0
 
Der Argentinier kann am Netz zwar verkürzen, aber Murray erzwingt auf DelPos zweiten Aufschlag hin den Rückhandfehler beim Mann aus Tandil und erspielt sich sofort wieder zwei Breakbälle.
7:6, 7:5, 0:0
 
Und Satz drei beginnt dann auch genau wie der zweite Durchgang. Murray legt bei Aufschlag del Potro schnell zum 0:30 vor ...
Zwischenfazit
 
Irgendwie schade, dass Satz zwei vom spielerischen und von der Dramatik her nicht mehr ganz mit dem ersten Durchgang mithalten konnte. Was vor allem daran lag, dass del Potro nicht mehr hunderprozentig fit wirkte, was Murray mit vielen Stopps und Lobs durchweg auszunutzen vermochte. Wobei man dem Argentinier sein Kämpferherz gen Ende des Durchgangs natürlich nicht absprechen konnte - allerdings war das sofortige Re-Break zu Null dann doch zu viel des Guten.
7:6, 7:5
Das ist dann zumindest standesgemäß: Mit einem Ass tütet Murray den zweiten Satz nach 59 MInuten ein.
7:6, 6:5
 
Ärgerlich, dass del Potro den Ball schon wieder mit dem Rahmen aus dem Stadion schießt. Und weil Murray dann einen Servicewinner auflegt, hat der Schotte plötzlich die nächsten zwei Satzbälle.
7:6, 6:5
 
So heißt es also wieder: Andy Murray, sert pour le set. Das 15:0 ist auch kein Problem, dann greift del Potro aber schön an und punktet am Netz zum 15:15.
7:6, 6:5
 
Del Potro macht sich das Leben wieder selber schwer, indem er eine Rahmenvorhand weit aus dem Spielfeld zimmert. Und diesmal kann der Argentinier das nicht mehr ausmerzen - per Smash holt sich Murray nach einem tollen eigenen Lob das Break zurück und darf gleich erneut zum Satzgewinn aufschlagen.
7:6, 5:5
 
Aber natürlich steht das Publikum jetzt wieder Kopf, denn ihr Liebling Juan Martin del Potro wehrt mit einem Vorhandkracher aus dem Halbfeld auch die dritte Breakchance ab und stellt auf Einstand. Und das Niveau ist wieder da, wo es hingehört: Ganz oben.
7:6, 5:5
 
Und auch, wenn del Potro die ersten beiden Breakchancen mit guten Ersten abwehren kann: Der Schotte gilt nun mal als bester Returnspieler der Welt ...
7:6, 5:5
 
Da muss man sich glatt die Augen reiben: Nach drei guten Returns von Murray steht del Potro bei 0:40 plötzlich schon wieder mit dem Rücken zur Wand!
7:6, 5:5
 
Aber klar, jetzt muss del Potro sein Service erstmal wieder halten. Und Murray hat natürlich jede Menge Wut im Bauch!
7:6, 5:5
 
Man glaubt es kaum: Murray legt eine einfache Vorhand aus der Rückhandecke ins Netz - und del Potro ist mit diesem Break einer schier aussichtslosen Lage entflohen und plötzlich wieder mitten drin im zweiten Satz! Wie kann man diesen Sport und vor allem diese Dramatik nicht lieben!
7:6, 5:4
 
Aus dem Publikum schallt es ''DelPo! DelPo!''. Und Murray zeigt sich wieder beeindruckt - der Doppelfehler des Schotten bringt dem Argentinier die dritte Breakchance.
7:6, 5:4
 
Cool, cooler, Murray! Breakball Nummer eins wehrt der Schotte ganz trocken über del Potros Rückhand ab ... muss beim zweiten aber über den zweiten Aufschlag gehen. Doch auch das ist kein Problem, denn del Potros Rückhand rutscht ganz weit ab - Einstand!
7:6, 5:4
 
WAHNSINN! Eben hatte man del Potro noch totgeglaubt, dann dreht und wendet er sich, erläuft jeden Ball und kontert am Ende im Vorhanduell mit einem unglaublich steilen Winkel cross zum 15:40. Breakchancen für den Turm von Tandil!
7:6, 5:4
 
Murray lässt sich davon nervös machen und legt einen leichten Rückhandfehler zum 0:30 nach. Und dann hat del Potro auch alle Chancen auf drei Breakbälle - aber der Argentinier rutscht beim Erlaufen eines Lobs weg und muss das 15:30 hinnehmen!
7:6, 5:4
 
DelPo! Wahnsinnsvolley vom Argentinier, der den Ball ganz tief und in vollem Vorwärtsgang erwischt und trotzdem links auf die Linie setzt. 0:15!
7:6, 5:4
 
Und dann schlägt er Murray auch noch mit dessen eigenen Waffen: Der Vorhandstopp ist nicht zu erkennen und bringt den Argentinier zumindest auf 4:5 heran. Aber klar, jetzt muss das Break her, sonst ist Durchgang zwei futsch.
7:6, 5:3
 
Die perfekte Antwort? Genau, das Ass durch die Mitte. Mit dem sich del Potro einen Spielball sichert.
7:6, 5:3
 
Dann hakt beim Argentinier aber doch wieder mal die Vorhand und bringt Murray bei 30:15 ins Spiel. Und das nutzt Murray, um mit der Vorhand longline aus der Rückhandecke auf 30:30 zu stellen!
7:6, 5:3
 
Ruhe bewahren ist jetzt das Wichtigste. Und genau das tut DelPo auch, zwei geduldig erspielte Punkte bringen das 30:0.
7:6, 5:3
 
Da darf sich del Potro ruhig mal ärgern: Statt mit dem Vorhandschuss aus dem Halbfeld auf Einstand zu stellen, hämmert er den Ball ins Netz und muss das 3:5 hinnehmen. Das war unnötig!
7:6, 4:3
 
Den Schwung nimmt Murray dann mit und stellt auf 40:15. Aber del Potro will da auch noch ein Wörtchen mitreden und punktet mit der Vorhand longline direkt zum 40:30.
7:6, 4:3
 
Murray hat Lust auf Tennis! Mit dem Stopp lockt er DelPo ans Netz, mit dem Volleylob überspielt er ihn dann zum 15:15 - und die Zuschauer spenden ausnahmsweise mal Standing Ovations.
7:6, 4:3
 
Es ist leider alles nicht mehr souverän, was del Potro hier macht. Der Argentinier hält sein Service zwar, muss nun aber viel Fantasie entwickeln, wenn er hier von einem Break träumen will - und das schnell, denn Murray marschiert gen Satzgewinn.
7:6, 4:2
 
Ach herrje! Zum Glück liegt del Potro schon mit 30:15 vorn, als er sich selber einen Doppelfehler leistet. So bringt der folgende Aufschlagwinner zumindest einen Spielball ...
7:6, 4:2
 
Seinen ersten Spielball vermasselt Murray noch per Doppelfehler, seinen zweiten nimmt der Schotte dann aber mit einem Aufschlagwinner mit und stellt auf 4:2. Und schon steht DelPo wieder unter Druck, hier nachlegen zu müssen.
7:6, 3:2
 
Bei eigenem Aufschlag ist Murray derzeit aber quasi unantastbar. Auch per Tweener kann del Potro nicht punkten ... stattdessen landet Murray nach einer Rückhand am Netzpfosten vorbei (!!) gespielt bei 40:0.
7:6, 3:2
 
Am Ende kann Juan Marrtin del Potro sein Service aber doch per Servicewinner halten und zum 2:3 verkürzen. Was ihn sofort zur nächsten Pflichtaufgabe bringt: An einem Re-Break zu arbeiten.
7:6, 3:1
 
... was Murray nutzt, um anschließend mit dem nächsten Stopp weiter auf 40:30 zu verkürzen.
7:6, 3:1
 
Bis zum 40:0 sieht auch bei del Potro alles nach einem makellosen Aufschlagspiel aus. Dann macht dem Argentinier die Rahmenvorhand aber einen Strich durch die Rechnung ...
7:6, 3:1
 
Während del Potro sich zum 30:0 serviert, haben sich unten am Platz sein Coach und der Physiotherapeut eingefunden. Hoffen wir mal, dass das alles nur Prophylaxe ist ...
7:6, 3:1
 
Wie oft wir heute schon ein Aufschlagspiel zu Null gesehen haben, kann ich nicht genau sagen. Viele waren es vor diesem Moment aber nicht. Und Murray genießt es, auch mal ganz entspannt zu einem Spielgewinn zu kommen.
7:6, 2:1
 
Allerdings zieht der Schotte das Tempo momentan ganz langsam immer mehr an. Zwei direkte Winner in Serie hat Murray heute erst ein Mal geschlagen, bevor er hier auf 30:0 stellt.
7:6, 2:1
 
Das ist natürlich ganz wichtig: Die nächsten zwei Punkte gehen an den Turm von Tandil, der sich damit den Spielgewinn sichert und auf 1:2 verkürzt. Wobei das Wichtigste natürlich ist, dass Murray hier nicht mit zwei Breaks Vorsprung davonziehen kann.
7:6, 2:0
 
Wow. Del Potros folgenden Spielball wehrt Murray mit einem ansatzlosen Stopp ab, der nach dem Aufkommen zurück ins Netz springt. Soviel Spin bekommt man eigentlich nur unfreiwllig auf einen Ball ... Einstand.
7:6, 2:0
 
Jawohl, da ist er wieder! Die erste Breakchance fällt einem Servicewinner zum Opfer, die zweite wehrt del Potro dann mit viel Druck auf Murrays Vorhand ab. Einstand!
7:6, 2:0
 
... und DelPos Vorhandschuss ins Netz sorgt dann für die nächsten beiden Breakchancen. Aufwachen, Juan Martin!
7:6, 2:0
 
Und so langsam muss der Argentinier aufpassen, dass ihm das Match nicht komplett entgleitet! Eine gute Rückhand von Murray und eine Vorhand longline in den Korridor von del Potro bringen dem Briten das 15:30 ...
7:6, 2:0
 
Mit dem Passierball mit der Vorhand longline holt sich Murray das Spiel zum 2:0 und bestätigt damit das frühe Break. Und del Potro bewegt sich tatsächlich nicht mehr ganz so gut wie noch im ersten Satz.
7:6, 1:0
 
Das vierte Ass für Murray bringt dem Schotten das 40:15 und zwei Spielbälle ein.
7:6, 1:0
 
Auf 0:15 kann del Potro gleich mal stellen, dann hat Mrray aber einen Servicewinner und einen Punktgewinn über die Vorhand des Argentiniers in petto. Und steht bei 30:15 gleich viel besser da ...
7:6, 1:0
 
Ei, ei, ei! Sang- und klanglos gibt del Potro sein Aufschlagspiel ab, weil ihn sein erster Aufschlag komplett verlassen hat und Murray dank des Satzgewinns offenbar frischen Schwung bekommen hat. Mal sehen, wie schnell sich der Argentinier hier berappeln kann!
7:6, 0:0
 
Es sieht tatsächlich nicht danach aus! Drei Fehler von DelPo in Reihe von der Grundlinie - und Murray hat zwei Breakchancen!
7:6, 0:0
 
Ob del Potro dieses Satzende einfach wegstecken kann? Vier Mal hatte der Argentineir Satzball, vier Mal ging es schief ...
Zwischenfazit
 
Was soll man dazu sagen? Satte 85 Minuten hat dieser erste Satz gerade gedauert - in der Zeit hat Rafa Nadal gestern sein komplettes Drittrundenspiel absolviert. Seit 45 Minuten ist das Niveau unglaublich, den Satzgewinn hätten eigentlich beide verdient gehabt - hoffen wir, dass es genau so weitergeht.
7:6
Wahnsinn. Absoluter Wahnsinn. Am Ende entscheiden bei einer Vorhand von del Potro zwei Zentimeter über Sieg und Niederlage, zumindest in diesem Tiebreak. Der Ball ist Aus, Murray darf den Satzgewinn feiern - aber dieses Drama wird uns wohl noch ein paar Stunden auf Trab halten.
6:6
 
Murrays erster Aufschlag hat sich mittlerweile komplett verabschiedet. Aber der Vorhandstopp klappt dafür umso besser - 9:8, dritter Satzball für den Schotten!
6:6
 
Das Wort Drama ist fast noch untertrieben, und wir befinden uns nur im ersten Durchgang. Murray spielt del Potro immer weiter aus dem Feld und erzwingt den Fehler ganz kontrolliert - 8:8!
6:6
 
Diesmal klappt Murrays Stoppversuch nicht ganz so gut, del Potro stürmt ans Netz - und punktet mit dem grenzgenialen Vorhandvolley gegen Murrays Laufrichtung ins rechte Eck. Was für ein starker Ball, der dem Argentinier den vierten Satzball bringt!
6:6
 
Oh nein! Das darf doch nicht wahr sein ... del Potro vergibt seinen Satzball mit einem Doppelfehler!
6:6
 
DelPo! Murray schießt mit der Vorhand aus dem Halbfeld, del Potro ahnt die Ecke und hält einfach mal den Schläger hin - zum Vorhandwinner die Linie entlang. Dritter Satzball für den Argentinier und das Publikum tobt!
6:6
 
Murray vergibt auch seinen zweiten Saztball! Ohne Not gerät der Nummer eins die Rückhand viel zu lang - 6:6, spannender wird es nicht mehr!
6:6
 
Satzball Nummer eins wehrt del Potro mit einer Vorhand longline gegen Murrays Laufrichtung ab. Aber jetzt darf der Schotte ja selber zum Satzgewinn aufschlagen ...
6:6
 
Ist das gut! Ausgerechnet in diesem Moment zaubert Murray mal wieder einen ansatzlosen Rückhandstopp aus dem Hut - 6:4, zwei Satzbälle für den Schotten!
6:6
 
So geht es auch. Nur machen tut er es eben nicht so häufig. Gemeint ist das Serve-and-Volley, mit dem Murray gleich zwei Punkte in Reihe zum 5:4 einsammelt. Und damit steht del Potro jetzt bei eigenem Aufschlag natürlich unter Druck!
6:6
 
Das kennen wir auch schon aus dem Match gegen Klizan: Murray schlägt eine Rückhand ins Netz, zeigt auf seine Box und lässt einen Schwall Unverständliches los. Trainer des Briten zu sein ist wahrlich kein Traumjob ... und del Potro kann zum 4:3 vorlegen.
6:6
 
Für del Potro ist das bei diesen French Open übrigens der erste Tiebreak - während Andy Murray gegen Martin Klizan schon zwei (einen gewonnen, einen verloren) hinter sich gebracht hat.
6:6
 
Der Schotte revanchiert sich aber gern mit einer schwachen, in den Korridor gelegten Vorhand longline zum 3:3 - Seitenwechsel!
6:6
 
Zumal del Potro den nächsten Vorhandreturn cross auch noch am Korridor vorbei (!) schlägt und Murray das 3:2 quasi schenkt.
6:6
 
Generalstabsmäßig bereitet Murray seinen Netzangriff vor, den er in der Folge mit dem souveränen Smash zum 2:2 abschließt. Alles in der Reihe im Tiebreak!
6:6
 
Die Rahmenrückhand des Argentiniers lassen wir mal unter den Tisch fallen - 2:1 del Potro, Murray serviert.
6:6
 
Hier ist es aber erstmal Juan Martin del Potro, der sich gleich mal das erste Minibreak sichert und dann seinen Aufschlag zum 2:0 hält.
6:6
 
Sieben Tiebreaks haben Murray und del Potro schon gegeneinander gespielt: Der Brite führt mit 5:2.
6:6
 
Del Potro muss zwar über die Challenge gehen, bekommt sein Ass aber auf dem Rechtsweg zugesprochen - und wir gehen in den Tiebreak!
6:5
 
Perfekter Stopp von del Potro - das 40:15 und zwei Spielbälle sind der Lohn.
6:5
 
Natürlich setzt del Potro jetzt alles daran, sich hier in den Tiebreak zu retten. Ein Servicewinner und ein Rückhandfehler von Murray sorgen zumindest für das 30:15 ...
6:5
 
Stark von Murray: Mit der Vorhand Inside-In geht es zum 6:5 für den Schotten. Und plötzlich ist es del Potro, der hier gleich gegen den Satzverlust aufschlagen muss!
5:5
 
Spielball. Denn wenn Murray del Potro laufen lässt, gelingt dem Argentinier derzeit wenig. Wobei das eigentlich kaum auf konditionelle Probleme zurückzuführen sein dürfte ...
5:5
 
Ein Vorhandfehler von Murray beschert del Potro das 15:30, aber Murray kann auf dem Weg ans Netz umgehend wieder zum 30:30 ausgleichen. Stellt sich die Frage: Spiel- oder Breakball?
5:5
 
Und prompt lässt sich Murray wieder ganz weit hinter die Grundlinie zurückfallen und buddelt. Was man gegen einen del Potro nicht machen sollte, denn der ist technisch beschlagen genug, um jederzeit einen Stopp oder einen kurzen Slice anzusetzen. 15:15!
5:5
 
Hätten Sie daran noch geglaubt? Ich eher nicht ... aber tatsächlich wehrt Andy Murray den ersten Satzball ab, holt sich das Break am Ende doch noch per Netzangriff und gleicht im letztmöglichen Moment zum 5:5 aus. Spannender wird es wohl kaum mehr!
4:5
 
Ist das ärgerlich - del Potro verschenkt die nächste Breakchance mit einem Doppelfehler.
4:5
 
Den Murray über die Rückhand des Argentiniers aber abwehren kann!
4:5
 
Kein Problem für den nach wie vor absolut coolen del Potro, der Murrays guten Return auf die Grundlinie beantwortet und zurück auf Einstand stellt. Und weil Murray dann eine Vorhand longline aus der Rückhandecke in den Korridor spielt hat DelPo den ersten Satzball!
4:5
 
Denn del Potro kann auch den zweiten Breakball anschließend abwehren und auf Einstand stellen. Aber Murray lässt natürlich nicht locker, erzwingt den Rückhandfehler beim Argentinier und hat seine dritte Breakchance ...
4:5
 
Aber irgendwas stimmt bei Murray nach wie vor nicht. In dem Moment, in dem er das Break zwingend benötigt, spielt er eine Vorhand aus drei (!) Metern Netzentfernung weit hinter die Grundlinie. Da wäre wirklich jede andere Lösung besser gewesen ...
4:5
 
Aber dann behält Murray erneut die Ruhe, lockt del Potro mit einem Stopp ans Netz und passiert ihn mit der Rückhand longline - zum 15:40 und zwei Breakchancen!
4:5
 
Mit dem Rücken zur Wand zieht del Potro eine Wahnsinnsvorhandcross aus dem Holster. Statt des 0.40 gibt es nur das 15:30 ...
4:5
 
Irre Winkel von Murray mit der kurz cross gespielten Rückhand - am Ende steht der Vorhandschuss aus dem Halbfeld zum 0:30!
4:5
 
Soviel dazu! Punkt eins sichert sich Murray nämlich mit einem wunderbaren Diagonallob mit der Rückhand. 0:15!
4:5
 
Wichtig für Murray, dass er mit der Vorhand Inside-Out auf Vorteil stellen und sich das Spiel anschließend mit einem Rückhandwinner cross gespielt sichern kann. Aber gleich schlägt Juan Martin del Potro natürlich zum Satzgewinn auf.
3:5
 
Aber in solchen Momenten zeichnet sich Andy Murray natürlich liebend gern aus. Der Servicewinner mit dem (zweiten) Kickaufschlag ist zumindest Becker'esque. Einstand!
3:5
 
Glück für Murray, dass DelPos nächster Return and er Netzkante hängen bleibt und ihm das 30:30 einbringt. Aber der Argentinier bleibt aggressiv, marschiert mit der Rückhand longline nach vorn und stellt mit dem nächsten cross gespielten Vorhandkracher auf 30:40 und Satzball!
3:5
 
Ein genervter Murray muss gleich wieder gegen das selbstverschuldete 0:15 anarbeiten. Mit einem Stopp geht es zum 15:15, aber DelPo returniert sich mit der Vorhand cross sofort zum 15:30. Fehlen also noch zwei Punkte für den Argentinier ...
3:5
 
Mit einem Ass nimmt del Potro dann den vierten Punkt in reihe mit und legt zum 5:3 vor. Und damit hat Murray nun die zweifelhafte Ehre, gegen den Satzverlust aufschlagen zu müssen.
3:4
 
Ist das cool von DelPo: Breakball Nummer eins wehrt er mit einem Servicewinner mit dem zweiten ab, Nummer zwei dann mit einem Ersten auf Murrays Körper. Einstand!
3:4
 
Es geht doch! Murray verhindert das Ass erstmal per Challenge, greift DelPos zweiten Aufschlag dann kompromisslos an und erzwingt den Fehler beim Argentinier - 15:40, zwei Breakchancen für den Olympiasieger!
3:4
 
Aber plötzlich ist Murray wieder wach! Zunächst returniert er sich zum 15:15, dann legt er den nächsten Rückhandstopp keine 50 Zentimeter hinter das Netz. 15:30 beim Aufschlag des Argentiniers!
3:4
 
Prompt zieht DelPo das Tempo auch wieder etwas an. Der Vorhandwinner Inside-Out ist nun schon der 13. Winner des Mannes aus Tandil (Murray: fünf).
3:4
 
Das gab es heute eher selten: Del Potro klebt zwei unnötige Fehler aneinander und überlässt Murray dessen Aufschlagspiel ohne große Gegenwehr. Aber man muss eben auch mal gönnen können ... zumal das Break vor ja nach wie vor Bestand hat.
2:4
 
Murray kann zwar zwei Mal vorlegen, del Potro aber auch zwei mal mit Winner nachziehen. Und bei 30:30 sieht sich Murray der nächsten komplizierten Situation gegenüber ...
2:4
 
Und Murray hadert und schimpft mittlerweile doch wieder wie ein Rohrspatz. Was auch kein Wunder ist, wenn man mal auf die zahlen zum Match schaut - so serviert der Brite zum Beispiel durchschnittlich mit 20 km/h weniger als del Potro ...
2:4
 
Mit einem Servicewinner macht del Potro auch auf dieses Aufschlagspiel einen Deckel und stellt auf 4:2. Das sieht nach wie vor richtig gut aus, was der Mann aus Tandil hier spielt.
2:3
 
Aber del Potro befindet sich fast nur im Vorwärtsgang, während Murray weiterhin weit hinter der Grundlinie kämpft und rennt - der nächste Rückhandvolley des Argentiniers wird dann von einem Vorhandwinner aus der Rückhandecke zum 40:15 gefolgt.
2:3
 
Der Tumr von Tandil dominiert hier immer mehr Ballwechsel und punktet, wenn ihm danach ist, mit der heißgelaufenen Vorhand cross. Nur eine unglückliche Netzberührung beim erlaufenen Stopp verhindert das 30:0 ...
2:3
 
Aber weil dem Argentinier dann gleich zwei Stoppversuche in Serie misslingen, kann Murray doch zum 2:3 verkürzen. Was nichts daran ändert, dass die Nummer eins der Welt hier fahrig, unkonzentriert und vor allem zu langsam wirkt.
1:3
 
Del Potro hat sich hier einen Matchplan zurecht gelegt, der absolut Sinn macht, und verfolgt den auch zentimetergenau. Immer wider greift er mit der eigenen Vorhand Murrays Rückhand an und erzwingt die Fehler, wie hier zum Einstand.
1:3
 
Mit einem Ass zum 30:30 kann Murray das Schlimmste zunächst mal verhindern. Und weil del Potro dann ausnahmsweise mal nicht mehr zu einer Rückhand kommt, hat der Schotte anschließend sogar einen Spielball.
1:3
 
Murray muss man immerhin anrechnen, dass er hier noch nicht durchweg am fluchen ist. Die nächsten beiden Vorhandfehler bringen den Schotten bei 15:30 aber gleich in die nächste missliche Lage.
1:3
 
Unter dem Strich kann del Potro das Break bestätigen, ohne dabei selber eine Breakchance abwehren zu müssen. Das nennt man dann einen Start nach Maß für den Argentinier.
1:2
 
Kein Problem für den Argentinier, der den Schiefstand mit einem Ass und einem Servicewinner zum 30:30 ausgleicht. Und dann gleich noch ein Ass zum 40:30 nachlegt.
1:2
 
Aber Murray will das natürlich sofort kontern. Drr Rückhandwinner die Linie entlang ist dabei ein guter Start, ein Rückhandfehler von Del Potro bringt dem Schotten anschließend dann schon das 0:30 ...
1:2
 
Aber auch das passiert einer Nummer eins mal: Murray will Stopp-Lob spielen, spielt den Ball aber mit dem Rahmen, sodass die Filzkugel noch in seinem eigenen Halbfeld aufkommt. Und damit hat Juan Martin del Potro gleich mal ein Break vor!
1:1
 
Breakball Nummer eins kann Murray mit einem Ass durch die Mitte abwehren. Den zweite macht der Schotte dann mit einem Vorhandvolley zunichte ...
1:1
 
Nicht nur das: Murrays viel zu passives Auftreten bestraft der Argentinier gleich nochmal, rückt mit der Vorhand longline ans Netz vor und punktet mit dem Smash zum 0:40 und drei Breakbällen!
1:1
 
Nanu? Erst punktet del Potro mit dem Vorhandvolley, dann legt Murray eine Rückhand cross in den Korridor - und schon hat der Argentinier ein erstes 0.30!
1:1
 
Del Potro muss über das 40:30 gehen, kann seinen Aufschlag am Ende aber halten und zum 1:1 ausgleichen.
1:0
 
Aber Murray hat gleich zu Beginn begriffen, dass er hier keinen einzigen Punkt verschenken darf. Wobei auf das 15:15 gleich der nächste Vorhandwinner von DelPo folgt ...
1:0
 
Darauf haben wir gewartet: Zum ersten Mal punktet del Potro mit seiner Vorhandpeitsche Inside-Out. Wenn dieser Schlag sitzt, gibt es darauf kaum Antworten.
1:0
 
Was für ein Beginn von beiden Akteuren! Del Potro ärgert Murray mit der kurz cross gespielten Vorhand, die der Schotte aber aus dem umknickenden Handgelenk kurz diagonal hinters Netz blockt und so zum 1:0 punktet.
0:0
 
Ein Netzangriff bringt Murray dann drei Spielbälle, von denen del Potro den ersten aber über Murrays Vorhand abwehren kann. 40:15!
0:0
 
Und gleich nochmal wow! Erneut punktet Murray mit dem ansatzlosen Stopp, diesmal mit der Rückhand. 30:0 für den Schotten.
0:0
 
Wow! Del Potro returniert nah an die Grundlinie, aber Murray spielt mit dem ersten Schlag sofort einen perfekten Vorhandstopp. 15:0 und hoffentlich ein Vorgeschmack auf das, was uns noch erwartet.
0:0
 
Genug geredet, los geht's - Andy Murray schlägt als Erster auf.
Chair Umpire
 
Fehlt noch der Schiedsrichter der heutigen Partie. Und passend zum Topspiel erledigt den Job heute auch der Top-Referee auf der Tour - der Brasilianer Carlos Bernardes, Umpire bei allen vier Grand-Slam-Endspielen, wird hier gleich versuchen, einen Deckel auf das Match zu bekommen.
Prozedere
 
Und da sind unsere beiden Protagonisten auch schon. Zunächst betritt del Potro den Court, darauf folgt dann Murray - sodass es nach dem Begrüßungsfoto, dem Münzwurf um das Aufschlagrecht und dem fünfminütigen Einschlagen auch schon losgehen kann.
French Open
 
Womit wir dann auch schon bei den Fakten zum Turnier an sich angekommen wären. Das Tournoi de Roland Garros, wie die French Open offiziell heißen, finden seit 1891 jedes Jahr zwischen Mitte Mai und Anfang Juni im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement in Paris statt. Dabei sind die French Open das einzige Sandplatzturnier der Grand-Slam-Serie und spielen keine Tiebreaks im Entscheidungssatz, was regelmäßig zu den längsten Matches auf der Tour führt. Zu gewinnen gibt es bei den Herren knapp 15 Millionen Dollar (alleine 2 Millionen für den Sieger) - Titelverteidiger dieser Veranstaltung ist Novak Djokovic (SRB), Rekordsieger der Spanier Rafael Nadal, der sich in diesem Jahr auf die Jagd nach seinem 10. Titel (La Decima) begibt.
Philippe Chatrier
 
Gespielt wird hier übrigens gleich auf dem größten Court des Stade Roland Garros: Der Court Philippe-Chatrier, benannt nach einem französischen Tennisspieler und Journalist der 40er Jahre, fasst knapp 15.100 Zuschauer und gilt bei Traditionalisten als eins der schönsten Stadien auf der Tour.
Head 2 Head
 
Was uns sozusagen schnurstracks zum direkten Vergleich unserer beiden Hauptdarsteller führt. In dem führt Andy Murray mit 6:3 Siegen - allerdings hat Juan Martin del Potro zwei der letzten drei Duelle gewonnen und Murray dabei vor allem beim Fünfsatzmarathon im Davis Cup 2016 eine bittere Niederlage beigefügt.
DelPo in Paris
 
Und für das feiern konnte Del Potro in den letzten Tagen ja einiges an Kraft sammeln: In Runde eins konnte er sich gegen Landsmann Guido Pella glatt in drei Säztzen behaupten, in Runde zwei musste Nicolas Almagro dann Mitte des dritten Satzes verletzt aufgeben (und tröstete den Spanier anschließend minutenlang mit einer der fairsten Aktionen des Sportjahres).
DelPo
 
Anders als in Rio wird sich der Argentinier hier heute aber wohl auf die Unterstützung der Zuschauer verlassen können. Was der emotionale Del Potro natürlich sehr zu schätzen weiß: ''Es ist unglaublich. Ich fühle mich hier immer wie bei einem Fußballmatch. Die Zuschauer sind ganz nah dran, die Fans hier feiern mich und mit mir. Da merke ich, wie gern die Leute mich spielen sehen und wie sehr man mir mein Comeback gönnt. Ich hoffe, es geht so weiter und wir können noch ein paar Mal zusammen feiern.''
Olympische Rechnung
 
Womit wir dann auch schon bei der offenen Rechnung angekommen sind. Denn so schön das mit der olympischen Silbermedaille auch ist: Im Lande des Erzfeindes (Brasilien) hätte sich DelPo gern die goldene Medaille abgeholt - was in einer wahren Finalschlacht aber ausgerechnet von Andy Murray verhindert wurde.
Endlich wieder Bestform
 
Wer kann es del Potro also verdenken, wenn der sich von der um ihn herum entstandenen Euphoriewelle ab und zu tragen lässt und leicht schmunzelnd erklärt: ''Mein Spiel auf Sand wird immer besser, was wichtig für mein Selbstvertrauen ist. Ich glaube, ich bin nicht mehr weit von meiner Bestform entfernt. Ich freue mich darauf, es Andy vorzuführen.''
Comeback II
 
Eine olympische Medaille und acht Turniersiege in zwei Jahren später stand DelPo dann wieder an der Tür zu den Top 5 - doch auch das hielt nicht lange vor, die zweite Hälfte des Jahres 2014 und die komplette '15er-Saison fielen der zweiten schweren Handgelenksverletzung zum Opfer. Und so ist es keine große Überraschung, dass der Argentinier auf der Tour von fast allen Fans geliebt und geachtet wird - zumal er seine anhaltende Klasse 2016 ja auch mit dem Gewinn der olympischen Silbermedaille (unter anderem mit einem Sieg über Novak Djokovic) und des Davis Cups unter Beweis stellte.
Comeback I
 
Und zusätzlich gehört der Argentinier hier in Paris zu DEN Publikumslieblingen - wobei das nicht nur in Paris, sondern aufgrund seiner Krankengeschichte sogar weltweit so ist. Beginnen wir aber ganz am Anfang. Denn eigentlich war die Karriere des Argentiniers ja auf einem glänzenden Weg - 2009 gewann er als erst zweiter Argentinier die US Open und kletterte Anfang 2010 in der Weltrangliste bis auf Platz vier. Doch nachdem ihn eine Handgelenksverletzung für die komplette Saison 2010 lahm legte, musste er ein Jahr später quasi von Neuem beginnen.
Del Potro
 
Zwei Sätze Mischmasch wird sich Murray heute auf jeden Fall nicht leisten können. Denn zum einen befindet sich sein Gegenüber in einer richtig guten Form. Und zum anderen hat Juan Martin del Potro mit dem Schotten noch eine ziemlich dicke Rechnung offen ...
Murray in Paris
 
Und genau wie in Runde eins lief es dann auch in Runde zwei. Gegen Martin Klizan spielte Murray in den ersten beiden Sätzen großen Mist und ließ mehr Flüche ab als er Punkte gewann (Laut der ''Times'') - bevor er sich dann aber doch zusammen riss und sich nach fast vier Stunden durchsetzen konnte.
Murray
 
Dabei kassierte die Nummer eins unter anderem vier Breaks und machte den Unterschied von 72 Weltranglistenplätzen erst in den Sätzen drei und vier deutlich. Aber das reichte dem Briten dann auch schon, um dem Auftaktsieg viel Positives abzugewinnen: ''Ich bin besser geworden, je länger das Match gedauert hat. Vor allem defensiv war ich um einiges schneller und solider als in den letzten Wochen. Wenn man sich anguckt, wie ich in der Vorbereitung gespielt habe, dann war das ein anständiger Start.''
Murray in Paris
 
Aber irgendwie kommt die Chance zur Trendwende ja doch meist früher oder später. Warum also nicht hier in Roland Garros, wo Murray vor 12 Monaten zum ersten Mal das Endspiel erreichen konnte - wobei der Schotte bei seinem Erstrundensieg gegen Andrey Kuznetsov (RUS) im ersten und zweiten Satz nicht wirklich gutes Tennis spielte und sich am Ende mehr als zweieinhalb Stunden mühen musste.
Murray 2017
 
Was vor allem daran liegt, dass Murray spielerisch schon seit Februar nicht mehr in die Gänge kommt, nachdem das Jahr eigentlich prima begonnen hatte. Nach dem Finaleinzug in Katar zu Jahresbeginn war das Achtelfinalaus bei den Australian Open zwar ein Dämpfer, doch darauf folgte dann umgehend der Turniersieg in Dubai. Aber seitdem hagelt es für Murray nur noch Zweit- und Drittrundenniederlagen - und das gegen eigentlich wesentlich schwächere Gegner wie Vasek Pospisil (CAN/Nummer 129 der Welt) oder Youngster Borna Coric (CRO/59).
Race to London
 
Objektiv bemerkt muss man aber natürlich auch sagen, dass Murray selbst ein Erstrundenaus nicht vom Weltranglistenthron stoßen würde. Denn nach seinem fantastischen zweiten Halbjahr 2017 mit den Titeln in Wimbledon und beim Saisonfinale in London hat Murray nach wie vor einen ziemlich großen Vorsprung auf seine Verfolger (fast 3000 Punkte vor Djokovic/2, etwa 4500 vor Wawrinka/3) - in der Jahreswertung 2017 (Race to London) hingegen steht der Mann aus Glasgow hinter Spielern wie Carreno Busta (ESP, Sock (USA) oder Ramos Vinolas (ESP) nur auf Platz 13.
Eigentherapie
 
Zumal Murray seine Einstellung zu solchen Phasen in den letzten Jahren komplett geändert hat, wie er selber sagt. ''Es nützt nichts, gestresst und wütend zu reagieren. Ich habe verstanden, dass es genau diese Mühen und Schwächephasen sind, die das Gewinnen anschließend noch viel süßer machen.'' Wobei sich Murray damit lieber nicht allzu viel Zeit lassen sollte: Als Finalteilnehmer (Niederlage gegen Djokovic) des Vorjahres hat der Schotte hier in Roland Garros jede Menge Punkte zu verteidigen.
Angeschlagene Gesundheit
 
Zumal ja auch die gesundheitlichen Probleme (Gürtelrose, Ellenbogenverletzung) überstanden zu sein schienen - bis Murray dann am Wochenende verschnupft in Roland Garros auftauchte und sein Training seitdem kaum aus mehr als einem bisschen Warmmachen bestand. Aber nach Ausreden sucht einer wie Murray eben auch nicht: ''Ich habe akzeptiert, dass ich schlecht spiele. Der nächste Schritt ist, ganz in Ruhe dagegen an zu arbeiten. Vielleicht klappt das hier schon, vielleicht erst auf Rasen. Wir werden sehen.''
Gründe unbekannt
 
Soviel also zu den Durchhalteparolen beim zweifachen Olympiasieger. Wobei man aus dem Lager des Briten wohl kaum mehr Informationen erwarten kann. Denn da der Leistungsabfall nicht an der Turnierplanung (weniger Turniere als im Vorjahr), nicht an den Reisestrapazen (die Familie reist mittlerweile meist geschlossen mit)und nicht an mentalen Problemen (Murray: ''Seit ich Vater bin, ist das Leben noch viel toller, lustiger und spannender geworden.'') liegt, ist guter Rat teuer.
Murray in der Krise
 
Und gerade weil der Schotte momentan freien Lauf haben sollte ist das, was Murray seit Monaten an ''Leistung'' abliefert, indiskutabel. Was Sir Andy natürlich auch selber weiß: ''Was soll ich sagen? Jeder kann sehen, dass es bei mir nicht läuft. Vielleicht war das letzte Jahr einfach zu viel auf einmal. Es war immerhin die erfolgreichste Saison meiner Karriere. Und keine Sorge, auf den Level komme ich schon wieder irgendwann.''
Fluch der Nummer eins
 
Der komplizierteste Job im Welttennis scheint derzeit der der Nummer eins zu sein. Denn bei den Damen hängt Angelique Kerber eigentlich nur noch mit einem Bindfaden an der Spitzenposition, ihre Kontrahentinnen sind aber allesamt verletzt, schwanger oder anderweitig eingeschränkt. Und bei den Herren sieht es auf den zweiten Blick auch nicht viel anders aus - allerdings hadert im Fall von Andy Murray ein Konkurrent mit sich selber (Djokovic), einer macht lange Pause (Federer) und einer ist gerade erst wieder in die Top 10 geklettert (Nadal).
Bonjour
 
Herzlich willkommen bei den French Open zur Drittrundenpartie zwischen Andy Murray und Juan Martin del Potro.
Ticker-Kommentator: Oliver Stein
Spieler:
A. Murray [1]
J. Potro [29]
7
7
6
6
5
0
J. Isner [21]
K. Khachanov
6
3
7
6
7
6
6
7
F. Verdasco
P. Cuevas [22]
6
6
6
2
1
3
H. Chung
K. Nishikori [8]
5
4
7
6
4
7
6
6
0
6
S. Wawrinka [3]
F. Fognini [28]
7
6
6
6
0
2
R. Gasquet [24]
G. Monfils [15]
6
7
3
7
5
4
K. Edmund
K. Anderson
7
6
7
1
4
6
7
5
6
6
F. Lopez
M. Cilic [7]
1
3
3
6
6
6
M. Raonic [5]
G. Garcia-Lo.
6
1
1
0
P. Busta [20]
G. Dimitrov [11]
7
6
6
5
3
4
J. Vesely
R. Agut [17]
3
4
3
6
6
6
N. Basilashv.
R. Nadal [4]
0
1
0
6
6
6
D. Thiem [6]
S. Johnson [25]
6
7
6
1
6
3
H. Zeballos
D. Goffin [10]
4
5
L. Pouille [16]
A. Ramos-Vin. [19]
2
6
7
2
1
6
3
5
6
6
D. Schwartzm.
N. Djokovic [2]
7
3
6
1
1
5
6
3
6
6
A. Murray [1]
K. Khachanov
6
6
6
3
4
4
F. Verdasco
K. Nishikori [8]
6
4
4
0
0
6
6
6
S. Wawrinka [3]
G. Monfils [15]
7
7
6
5
6
2
K. Anderson
M. Cilic [7]
3
0
6
3
M. Raonic [5]
P. Busta [20]
6
6
7
4
6
4
7
6
6
8
R. Agut [17]
R. Nadal [4]
1
2
2
6
6
6
D. Thiem [6]
H. Zeballos
6
6
6
1
3
1
A. Ramos-Vin. [19]
N. Djokovic [2]
6
1
3
7
6
6
Weltrangliste
Spielerprofile
A. Murray
Ranking:
1
Geburtsd.:
15.05.1987
Größe:
1.91
Gewicht:
84
Bilanz:
25-10
Preisgeld:
USD 60.449.649
J. M. del Potro
Ranking:
30
Geburtsd.:
23.09.1988
Größe:
1.98
Gewicht:
97
Bilanz:
16-12
Preisgeld:
USD 16.833.349