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Serie A, 3. Spieltag: Gonzalo Higuain und Jose Callejon treffen doppelt

Zu den Kommentaren0 Kommentare   |   Quelle: sportal.de
11. September 2016, 17:13 Uhr
Jose Callejon
Jose Callejon macht Gonzalo Higuain bei Neapel vergessen

Am 3. Spieltag der Serie A haben die Favoriten keine Probleme. Gonzalo Higuain trifft für Juventus doppelt, Jose Callejon tut es ihm mit Neapel gegen Palermo gleich. Milan verliert derweil in letzter Minute. Das Gegenteil geschah in Rom: Die Giallorossi siegten dank Francesco Totti in der Nachspielzeit.

Juventus Turin - US Sassuolo Calcio 3:1 (3:1)

Tore: 1:0 Higuain (4.), 2:0 Higuain (10.), 3:0 Pjanic (27.), 3:1 Antei (33.)

  • Im gewohnten 3-5-2 von Max Allegri gab es im Vergleich zur letzten Ligapartie gegen Lazio einige Änderungen. Lichtsteiner ersetzte Dani Alves, Pjanic kam für Asamoah und Bonucci rückte wieder für Barzagli in die Innenverteidigung. Die namhafteste Änderung gab es aber im Sturm: Rekordtransfer Gonzalo Higuain kam zu seinem ersten Startelfeinsatz.
  • Diese Entscheidung zahlte sich direkt aus. Higuain erzielte in den ersten zehn Minuten einen Doppelpack und brachte das Juventus Stadium zum Beben. Vor allem sein zweiter Treffer war pure Weltklasse. Eine Kopfballvorlage von Khedira verwandelte der Stürmer mit einem Drehschuss in einen Laser - Consigli im Tor der Gäste wurde zum Zuschauer degradiert.
  • Mit der komfortablen Führung im Rücken spielte Juve in Folge unglaublich souverän und erhöhte nach einem Abstauber von Pjanic. Nach einer Ecke gelang Sassuolo durch Antei aus dem sprichwörtlichen Nichts der Anschlusstreffer. Für die Gäste war es der erste Treffer, den man in der Vereinsgeschichte im Juventus Stadium erzielen konnte.
  • Sassuolo brachte insgesamt drei Schüsse auf den Kasten von Buffon und damit mehr als die Bianconeri in der gesamten bisherigen Spielzeit hinnehmen mussten.
  • In der zweiten Hälfte kam Juventus noch zu einigen Chancen, verhielt sich vor dem gegnerischen Tor aber zu fahrlässig. Somit gewann Juventus am dritten Spieltag das dritte Spiel. Bisher geschah dies 20 Mal in der Geschichte der Alten Dame. In 15 Fällen feierte Juventus am Ende die Meisterschaft. 

US Palermo - SSC Neapel 0:3 (0:0)

Tore: 0:1 Hamsik (47.), 0:2 Callejon (51.), 0:3 Callejon (64.)

  • Maurizio Sarri nahm im Vergleich zum 4:2-Sieg gegen AC Milan drei Änderungen vor. Für Mertens rückte Insigne in die erste Elf, Zielinski ersetzte Allan und rechts hinten verteidigte Altmeister Maggio für Hysaj. Bei Palermo standen die Ex-Bundesliga-Profis Jajalo und Rajkovic in der Startelf.
  • Napoli übernahm von Beginn an die Favoritenrolle und zeigte Palermo die Grenzen auf. Die Partenopei spielte sich geduldig ihre Chancen heraus, ohne dass man etwas anbrennen ließ.
  • Der Torreigen wurde erst in der zweiten Hälfte durch Hamsik eröffnet. Der Slowake erzielte somit seinen achten Treffer in der 17. Partie gegen die Rosaneri - gegen kein Team traf er häufiger.
  • Anschließend machte Callejon mit einem Doppelpack alles klar. Palermo hatte keine Mittel, um die Partie nochmals spannend zu gestalten.
  • Palermo schlittert derzeit weiter in das Chaos: Erst vergangene Woche wurde Davide Ballardini nach zwei sieglosen Auftaktspielen als Trainer entlassen und durch Roberto De Zerbi ersetzt. In der letzten Saison saßen bei acht Trainerwechseln sechs verschiedene Coaches auf der Bank der Sizilianer.

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AC Mailand - Udinese Calcio 0:1 (0:0)

Tore: 0:1 Perica (88.)

  • Milan-Trainer Vincenzo Montella schickte die Rossoneri in einem 4-3-3 aufs Feld. Von seinen drei zentralen Mittelfeldspielern Ricardo Montolivo, Jose Sosa und Andrea Poli versprach er sich Mittelfeld-Dominanz, die er auch bekam.
  • Das Problem: Bälle ins letzte Angriffsdrittel und schnelle Passfolgen besaßen Seltenheitswert. Das lag auch daran, dass sich das Mailänder Angriffstrio zu statisch bewegte und so kaum Raum schuf. 
  • Gefahr kam so meist nur durch Einzelaktionen oder Distanzschüsse auf. Die größte Gelegenheit vergab Sosa, dessen Sonntagschuss Gäste-Schlussmann Orestis Karnezis glänzend parierte (32.). Hellwach zeigte sich der Grieche auch in der Nachspielzeit, als er Baccas Kopfball abwehrte (90.+2).
  • Die Gäste, bei denen Stürmer Cyril Thereau nach einem Zusammenprall mit Poli mit einer Trage abtransportiert werden musste, formierten sich in einem defensiven 4-3-3 und setzten auf Konter. Kurz vor dem Ende führte diese Taktik zum Erfolg: Perica kam frei zum Schuss und sorgte für den Last-Minute-Auswärtssieg.

AS Rom - Sampdoria Genua 3:2 (1:2)

Tore: 1:0 Salah (8.), 1:1 Muriel (18.), 1:2 Quagliarella (41.), 2:2 Dzeko (61.), 3:2 Totti (90.+3/FE)

  • Die Partie musste zur Halbzeit über eine Stunde unterbrochen werden. Heftige Regenschauer hatten das Spielfeld unter Wasser gesetzt. Nach mehreren Platzbegehungen durch die Offiziellen entschied Schiedsrichter Giacomelli, dass weitergespielt werden kann.  
  • Die Roma steckte die lange Unterbrechung besser weg und war mit den eingewechselten Francesco Totti und Edin Dzeko sofort gefährlich. Eine Koproduktion der beiden führte zum Ausgleich und später auch zum Siegtreffer. Totti war damit in seinen letzten acht Einsätzen an acht Treffern beteiligt (4 Tore, 4 Assists).
  • Die zweite Halbzeit war ein Sturmlauf der Gastgeber (17:2 Torschüsse). Allerdings glänzte Samp-Torhüter Emiliano Viviano mit zahlreichen Paraden. In Halbzeit eins agierten die Römer noch recht passiv und ließen zu viel zu (10 Torschüsse Sampdoria).
  • Roma-Samp ist ein Spiel mit Torgarantie: In den letzten zehn Spielen fielen immer mindestens zwei Tore. Die Roma ist außerdem der Lieblingsgegner von Luis Muriel. Der Kolumbianer traf nun im achten Serie-A-Spiel gegen die Römer schon zum fünften Mal. Gegen kein Team hat er öfter genetzt.
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