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Datum: 08. September 2012, 20:29 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa/sportal.de
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Kevin Pezzoni greift den 1. FC Köln an, der Club wehrt sich

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Kevin Pezzoni erhebt schwere Vorwürfe gegen den 1. FC Köln.

Kevin Pezzoni hat schwere Vorwürfe gegen den 1. FC Köln erhoben. Der Verein habe ihn zur Vertragsauflösung gedrängt und sich nicht schützend vor ihn gestellt. Der Club hatte behauptet, die Trennung sei einvernehmlich verlaufen. Köln setzte nun zum Konter an.

Kevin Pezzoni hat den 1. FC Köln in einem Interview mit der Welt am Sonntag beschuldigt, ihn zur Vertragsauflösung gedrängt zu haben und dem Verein vorgeworfen, dass dieser sich nicht schützend vor ihn gestellt hat. Der Club hatte hingegen behauptet, die Trennung sei einvernehmlich eingegangen worden.

Nachdem Kevin Pezzoni von Fans des 1. FC Köln vor seiner Haustür bedroht wurde, setzte er sich mit den Verantwortlichen des FC zusammen. Der Vertrag des Mittelfeldspielers wurde im "bestem gegenseitigen Einvernehmen" aufgelöst, so hatte der Club verlauten lassen. In einem Interview stellte Pezzoni die Situation allerdings vollkommen anders dar.

Jürgen Klopp hatte schon vor einer Woche gegenüber Liga Total behauptet: "Ich glaube nicht, dass Kevin den Vertrag auflösen wollte. Ich denke, der Verein war auch daran interessiert, dass das Ganze beendet wird! Ich weiß nicht genug darüber, aber Fakt ist, dass das definitiv alle Grenzen gesprengt hat (…)."

Kevin Pezzoni wollte nicht weg

"Ich wollte nie meinen Vertrag auflösen. Der Vorschlag wurde vom Verein an mich herangetragen", so Pezzoni laut welt.de. Der kicker hatte am Donnerstag erstmals davon berichtet, dass die Vereinsversion nicht stimmen könnte. "Ich hatte gehofft, dass die Verantwortlichen sich hinter mich stellen und versuchen, mich zu schützen. Eigentlich sollte ein Verein dazu in der Lage sein, seine Spieler vor den Fans zu schützen. Das war in diesem Fall nicht so."

Kölns Trainer Holger Stanislawski hatte Anfang September gesagt: "Es sind Dinge vorgefallen, die Kevin das Fußballspielen in diesem Club nicht mehr ermöglichen." Pezzoni selbst sieht die Situation anders, es sei ihm vorgekommen, so Pezzoni, als ob nur "auf eine günstige Gelegenheit gewartet wurde, um mich loszuwerden".

Der 23-Jährige habe der Vertragsauflösung zugestimmt, weil der Verein sich in einer solchen Situation nicht für ihn einsetzte, sondern ihn nur loswerden wollte. "Was hätte ich zu erwarten gehabt? Meine Situation wäre ja nicht besser geworden. Wer weiß, ob nach dem nächsten schlechten Spiel die Typen plötzlich in meiner Wohnung gestanden hätten statt nur davor."

Der 1. FC Köln reagiert auf Pezzoni-Kritik

Der 1. FC Köln hat nun auf das Interview von Kevin Pezzoni reagiert und ein Fehlverhalten zurückgewiesen. "Der 1. FC Köln hat alles getan, um Kevin Pezzoni in angemessener Weise zu schützen", erklärte der Vorsitzende der FC-Geschäftsführung, Claus Horstmann. "Wir haben ihm jegliche Unterstützung gegeben, und der Trainer hat ihm sein Vertrauen geschenkt. Die von ihm nun erhobenen Vorwürfe sind substanzlos, unangebracht und schaden ihm selbst am meisten."

Horstmann zufolge gab es von Seiten der Vereinsführung keine Überlegungen, sich von Pezzoni zu trennen. Diese Gedanken habe man sich erst gemacht, als der Verteidiger am 29. August gegenüber der sportlichen Führung den ausdrücklichen Wunsch geäußert habe, im Spiel gegen Cottbus nicht auflaufen zu müssen. Pezzoni habe sich in einer SMS nach der Vertragsauflösung ausdrücklich für die Unterstützung bedankt, betonte Horstmann.

"Wenn wir jetzt mit diesen Themen an die Öffentlichkeit gehen, dann nur, weil wir uns dazu durch die Äußerungen von Kevin Pezzoni gezwungen sehen. Es geht um die Glaubwürdigkeit und das Image des 1. FC Köln und seiner Verantwortlichen", meinte Horstmann weiter.