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Dybala-Schlenzer reicht Juventus

Zu den Kommentaren0 Kommentare   |   Quelle: sportal.de
12. März 2016, 23:04 Uhr
Paulo Dybala
Juventus Turin hat dank Paulo Dybala den nächsten Sieg eingefahren

Juventus Turin hat die Generalprobe vor dem Rückspiel gegen die Bayern glanzlos bestanden. Gegen Sassuolo Calcio reichte der Alten Dame ein genialer Moment für die drei Punkte. Ein Ex-Wolfsburger bringt Inter Mailand auf die Siegerstraße. Durch den Heimsieg bleibt Inter im Rennen um Platz drei. In diesem Rennen befindet sich auch die Roma, die sich gegen Udinese keine Blöße gab.

Juventus - Sassuolo 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Dybala (36.)

Seit 18 Ligaspielen ist Juventus Turin ungeschlagen, stolze 17 Siege zählt die Alte Dame in dieser Zeit. Die letzte Niederlage rührt vom 28. Oktober, 0:1 unterlag man. Gegner damals? Sassuolo! Doch die Hausherren machten im Juventus Stadium von Anfang an klar, wer Chef im Ring ist und dominierten die Partie. Paulo Dybala hatte schon nach wenigen Sekunden den ersten Hochkaräter, jagte das Leder aber volley knapp links vorbei. Kurz vor der Halbzeit machte es der Argentinier besser: Nach Vorarbeit von Juan Cuadrado zirkelte er das Leder unhaltbar ins linke Eck (36.).

Im zweiten Durchgang schonte die Elf von Massimiliano Allegri ihre Kräfte für das Rückspiel im Achtelfinale der Champions League beim FC Bayern, ohne dabei Gefahr zu laufen, die knappe Führung aus der Hand zu geben. Sami Khedira, Cuadrado und Alvaro Morata verpassten es allerdings, gegen Eusebio Di Francescos Mannschaft den entscheidenden zweiten Treffer nachzulegen.

Zudem steht Gianluigi Buffon vor einem weiteren Meilenstein. Der viermalige Welttorhüter ist nun seit 926 Minuten ohne Gegentor. Dem 38-Jährigen fehlen damit nur noch vier Minuten, um die Liga-Bestmarke von Milan-Keeper Sebastiano Rossi aus der Saison 1993/94 zu verbessern.

Italiens Torwart-Legende Dino Zoff hat Buffon dagegen bereits überholt. "Dino Nazionale" war in der Saison 1972/73 mit Juve 903 Minuten ohne Gegentreffer geblieben. "Ich war mir sicher, dass Buffon meine Bestmarke einholen würde. Buffon ist ein Torwart, der sich nicht nur mit seinem Talent begnügt hat, sondern auch an seiner Persönlichkeit viel gearbeitet hat", sagte Zoff der Gazzetta dello Sport.

Inter Mailand - FC Bologna 2:1 (0:0)

Tore: 1:0 Perisic (72.), 2:0 D'Ambrosio (76.), 2:1 Brienza (90.)

Über 70 Minuten lang griff Inter Mailand den Kasten von Bologna-Tormann Antonio Mirante an, ehe Ivan Perisic (72.) seine Mannschaft mit dem Treffer zum 1:0 erlöste. Knapp vier Minuten später verdoppelte Danilo D'Ambrosio (76.) den Vorsprung. Durch den Sieg springen die Mailänder vorübergehend auf den vierten Platz und bleiben somit im Rennen um Platz drei.

Inter kam gut in die Partie und dominierte den FC Bologna von der ersten Minute an. Vor allem Adem Ljajic und Marcelo Brozovic spielten teilweise groß auf und kombinierten ansehnlich. Inter agierte offensiv flexibel, schlug aus seiner Vorherrschaft aber keinen Profit, weil im letzten Spielfelddrittel die nötige Präzision fehlte. Die beste Chance des ersten Durchgangs hatte Miranda (45.) knapp vor dem Seitenwechsel.

Bologna steigerte sich in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit, Inter strahlte nicht mehr solche eine Dominanz aus, wie noch über weite Strecken des ersten Durchgangs. Just als wenig auf einen Inter-Treffer hindeutete, köpfte Perisic den Ball nach einem Eckball von der linken Seite in die Maschen. D'Ambrosio sorgte kurz danach für die vermeintliche Entscheidung. In der 90. Minute kam Bologna durch Franco Brienza noch zu einem später Anschlusstreffer. Für mehr sollte es aber nicht reichen.

Chievo Verona - AC Milan 0:0

Der AC Milan  hat im Kampf um einen Platz im Europapokal einen Rückschlag hinnehmen müssen. Die Rossoneri kamen bei Chievo Verona nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinaus und konnten den Rückstand auf Rang fünf nicht wie erhofft deutlich verkürzen.

Außerdem verlor Milan Torhütertalent Gianluigi Donnarumma. Der Teenager (17) musste nach einem Zusammenprall mit Chievo-Verteidiger Fabrizio Cacciatore ausgewechselt werden (18.). Er wurde mit Standing Ovations der Fans im Bentegodi-Stadion vom Platz getragen und ins Krankenhaus gebracht. Für ihn kam Routinier Christian Abbiati, der den Punkt festhielt. Die Gäste hatten aber auch Pech mit einem Aluminiumschuss von Andrea Bertolacci (74.).

Der ehemalige Schalker Kevin-Prince Boateng durfte ebenso wenig mitwirken wie Sorgenkind Mario Balotelli. "Balotelli ist vom psychologischen Standpunkt nicht in der Lage, als Stammspieler eingesetzt zu werden. Er muss reifer werden. Mario konzentriert sich nicht", sagte Trainer Sinisa Mihajlovic vor dem Spiel: "Ich verlange von ihm nicht viel, doch dieses Wenige muss er umsetzen."

Udinese - AS Rom 1:2 (0:1) 

Tore: 0:1 Dzeko (14.), 0:2 Florenzi (74.), 1:2 Bruno Fernandes (85.)

Formtief trifft auf Serien-Sieger - und das konnte man von Beginn an auch auf dem Rasen erkennen. Udinese startete mit der Verunsicherung, die ein einziger Liga-Sieg aus den letzten zehn Duellen mit sich bringt. Bereits in der fünften Minute musste Udinese-Keeper Orestis Karnezis einen Kopfball von Edin Dzeko aus dem Winkel kratzen. Nach einer Viertelstunde war er jedoch chancenlos: Mohamed Salah leitete einen Ball im Strafraum stark zu Edin Dzeko weiter und der schob die Kugel unten links zum 1:0 ein.

Auch nach der Führung dominierte die Roma die Partie. Ein mögliches 2:0 verpasste aber unter anderem Diego Perotti (43.), der zu unplatziert abschloss.

Und das hätte sich nach dem Seitenwechsel fast gerächt: Der bei Udinese eingewechselte Duvan Zapata köpfte mit seinem ersten Ballkontakt an den Pfosten (49.). Die Hausherren spielten nun viel besser mit und gestalteten die Partie ausgeglichen. Das Geschehen spielte sich in der zweiten Halbzeit meist im Mittelfeld ab, in dem es hart zur Sache ging.

In der 74. Minute folgte dann aber ein echtes Highlight: Alessandro Florenzi nahm einen Pass von Miralem Pjanic gekonnt an, ließ einen Gegenspieler aussteigen und drückte die Kugel mit dem Außenrist zum 2:0 in die lange Ecke. Damit war die Partie entschieden, denn auch nach dem späten Udinese-Anschlusstreffer durch Bruno Fernandes (85.), der nach einem Konter erfolgreich war, wackelte die Roma nicht mehr.

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