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So konnte von einer Außenseiterrolle der DFB-Elf nicht die Rede sein. Einerseits, weil Deutschland inzwischen selbst eine Weltklassemannschaft hat, und andererseits weil Brasilien, wenige Wochen nach dem Aus beim Copa América und bevor die meisten Stars wieder im Ligabetrieb waren, nicht in bester Verfassung angereist war. Vielleicht lag es daran, dass die Gäste den deutschen Spielern zunächst viel Zeit am Ball ließen und selbst in der eigenen Hälfte recht zögerlich attackierten. Von Pressing keine Spur.
Fast zwangsläufig kam Deutschland zu den ersten Torchancen, deren beste Mario Götze einleitete, als er ein Anspiel von Bastian Schweinsteiger mit der Brust stoppte, den Ball an Andre Santos vorbeilegte und mit links eine Glanzparade von Julio Cesar erzwang. Brasilien griff ausschließlich mit Kontern an, dann meist mit dem versuchten Steilpass flach zentral durch die Schnittstelle der Innenverteidigung.
Götze in der ersten Halbzeit der Go-to-Guy
Demgegenüber setzte Deutschland stark auf Flankenwechsel und Spielverlagerung, um so die defensive Grundordnung der Brasilianer auszuhebeln. Das gelang jedoch meist nur über Götze, der so auch Mitte der ersten Halbzeit Träsch mit Hackentrick-Doppelpass in Szene setzte. Das anschließende Abspiel des Wolfsburgers auf Toni Kroos endete mit einem Schuss des Münchners, der knapp links das brasilianische Tor verfehlte.
Davon abgesehen, war Brasiliens Spielweise zwar unbrasilianisch, aber nicht ineffektiv. Nach der Pause kam Deutschland mit Miro Klose und André Schürrle an Stelle von Mario Gomez und Podolski auf den Platz. Brasilien agierte nun zunächst offensiver. Entsprang die erste Großchance der Gäste direkt nach Wiederanpfiff noch einem Konter, der auf Thomas Müllers Ballverlust gegen Ramires folgte, und der von Pato mit einem Schuss knapp neben den linken Pfosten abgeschlossen wurde, hatten die Brasilianer kurz darauf eine erste kurze Druckphase.





