Kann ein Spieler zu gut sein? Mario Götzes Leistung bei Deutschlands 3:2-Sieg gegen Brasilien stellt Joachim Löw vor ein Luxusproblem: Der Dortmunder muss einen Stammplatz haben - aber wer fliegt dafür aus der deutschen Startelf? Wird Deutschland gar immer wie heute Abend in einem 4-1-4-1 spielen?
Mit einem 3:2 gegen Brasilien hat Deutschland in Stuttgart den ersten Sieg über den Rekordweltmeister seit 18 Jahren gefeiert. Bastian Schweinsteiger, Mario Götze und André Schürrle trafen in der zweiten Halbzeit für die Gastgeber, Robinho hatte zwischenzeitlich für Brasilien den Rückstand verkürzt. Neymar erzielte in der Nachspielzeit das 2:3.
In einem unterhaltsamen Spiel, das wie schon der Klassiker gegen Italien im Februar nicht dem üblichen Freundschaftsspielfluch unterlag, sondern von beiden Teams engagiert geführt wurde, siegte die DFB-Elf verdient und ließ sich auch von der Wetten, dass-Atmosphäre des rhythmisch klatschenden Publikums nicht von seinem Spiel abbringen.
In einer ungewohnten 4-1-4-1-Formation spielten Mario Götze und Toni Kroos im zentralen Mittelfeld. Beide überzeugten, aber vor allem Götze war so gut, dass Joachim Löw ihm einen Stammplatz in Zukunft kaum noch verwehren kann - was entweder dafür spräche, die Brasilien-Taktik beizubehalten - oder entweder Lukas Podolski oder Thomas Müller auf die Bank zu setzen.
Brasilien nicht als Favorit in Stuttgart
Brasilien war mit Fernandinho von Shakhtar Donezk, Andre Santos von Fenerbahce sowie den in Brasilien tätigen Neymar (Santos) und Ralf (Corinthians) angetreten, so dass nur sieben Spieler von europäischen Spitzenclubs zu Beginn auf dem Rasen standen. Bei Deutschland waren es sieben Bayern und zwei Dortmunder, sowie die beiden Ausnahmen Christian Träsch (Wolfsburg) rechts hinten und Lukas Podolski (Köln) im linken Mittelfeld.





