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Nicht überraschend kam Deutschland mit mehr Platz nun aber auch zu Kontergelegenheiten. Eine wurde von Julio Cesar zunichte gemacht, der bei einem Pass von Götze auf Müller gut aufgepasst hatte und 30 Meter vor dem Tor klärte. Eine weitere parierte der Keeper in Form eines Fernschusses von Philipp Lahm.
1-0 durch Standard, 2-0 durch Zauberkombination
Nach einer Stunde ging Deutschland dann in Führung, allerdings nicht durch eine herausgespielte Situation, sondern durch einen von Schweinsteiger verwandelten Foulelfmeter. Nach einer schönen Kombination über die linke Seite und Schürrle, Klose und Götze kam Kroos an den Ball. Lucio stellte das Bein hin, Kroos ging zu Boden - ein vertretbarer, wenn auch nicht zu hundertprozentig klarer Strafstoß. Schweinsteiger verwandelte fast aus dem Stand sicher in die linke Ecke.
Um so schöner dann das 2:0 sieben Minuten später, als Klose ablegte auf Kroos, dessen Direktpass Götze fand. Der war zwischen Lucio und Dani Alves gestartet, umkurvte dann auch noch Julio Cesar und schloss aus spitzem Winkel ab.
Nun reihten sich die turbulenteren Szenen aneinander, denn beide Teams öffneten die Räume. Schiedsrichter Viktor Kassai verhängte nur vier Minuten nach dem 2:0 einen Elfmeter für Brasilien, nachdem Lahm den an ihm vorbeigezogenen Dani Alves gefoult hatte. Robinho ließ sich vom Pfeifkonzert des Publikums nicht irritieren und verwandelte sicher.
Andre Santos schenkte Deutschland den Sieg
Den dritten Strafstoß des Abends hätte es dann durchaus wieder auf der Gegenseite geben können, als Klose im Laufduell mit Thiago zu Boden ging. Kassai ließ weiter laufen, was so gerade noch vertretbar erschien. Dennoch gelang Deutschland noch das 3:1, wieder über die rechte Seite. Andre Santos hatte zweimal die Chance, den Ball, den er unter Kontrolle hatte, zu klären, aber selbst, nachdem er Schweinsteiger schon einmal mit einem lässigen Linkspass angeschossen hatte, wollte er den Bayern auf spielerische Weise aussteigen lassen.
Schweinsteiger bestrafte das mit tollem Einsatz, eroberte sich den Ball und spitzelte ihn zum wartenden Schürrle, der mit Direktabnahme mit rechts in den linken Torwinkel abschloss. Der Rest des Spiels wurde mit Wechseln auf beiden Seiten zugebracht - bis in die Nachspielzeit, als Neymar von Holger Badstuber und dem eingewechselten Jerome Boateng nicht am Schuss gehindert wurde und von der Strafraumgrenze aus noch das 2:3 erzielen konnte.
Das Ergebnis hat zwar nur symbolischen Wert, aber das Spiel selbst zeigte, wie weit Deutschland in seiner Vorbereitung auf die EM schon ist, die die DFB-Elf auch nach der spanischen Niederlage parallel gegen Italien als ein Mitfavorit bestreiten wird. Ganz anders für Mano Menezes, der ohne Pflichtspiele in den kommenden zwei Jahren noch viel Arbeit vor sich hat.
Daniel Raecke





