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Von: Marcus Krämer
Datum: 23. August 2012, 08:35 Uhr
Format: Artikel
Diskussion:
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BVB in der Saisonvorschau: Reus, Klopp und die öffentliche Meinung

Borussia Dortmund, Meisterschale, Pokal
Borussia Dortmund präsentiert Meisterschale und DFB-Pokal

Paul Breitner ist sich sicher: Es sei "lächerlich" und "kindisch" nach zwei Titeln die Favoritenrolle von sich zu schieben. Der Konter aus Dortmund blieb aus, vielleicht wurde im Stillen sogar drüber gelacht. sportal.de bewertet die wahren Chancen des BVB im Meisterrennen.

Best-Case-Szenario: Der BVB wird wieder Meister

Die Experten im Land, aber auch die Trainer der Konkurrenz sind sich einig: Die deutsche Meisterschaft wird nur zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern entschieden. Geht es wiederum nach der Außendarstellung der Clubs, ist die Entscheidung bereits gefallen: Die Bayern sprechen vom Titel, der BVB schiebt die Favoritenrolle beiseite - das erinnert an die vergangenen beiden Jahre.

In der Stammelf der Borussia wird es nur geringe Veränderungen geben. Für den zu Manchester United gewechselten Shinji Kagawa spielt Rückkehrer Marco Reus hinter der Spitze Robert Lewandowski, zudem hat Ivan Perisic gute Chancen auf der linken Seite den Dortmunder Jung Kevin Großkreutz zu verdrängen. Der BVB ist eingespielt, die Abläufe werden ähnlich sein - das spricht in jedem Fall für die nächste erfolgreiche Saison der Dortmunder. Zudem ist der Dortmunder Kader immer noch jung (24,3 Jahre im Durchschnitt) und deshalb nicht am Ende der Entwicklung angekommen.

Reus, der von Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer zum "neuen Superstar" der Bundesliga erklärt wurde, bekommt die Schlüsselposition im BVB-System, denn anders als Bundestrainer Joachim Löw sieht BVB-Trainer Jürgen Klopp Reus in der Mitte am stärksten. Das Spiel des Double-Gewinners wird sich damit verändern, da sind sich alle einig, das bedeutet aber keineswegs, dass es schlechter wird.

Reus musste sich in der Vorbereitung vor allem an das Mehr an Defensivarbeit gewöhnen. In Gladbach war er davon zwar nicht befreit, aber das Dortmunder Spiel ist insgesamt noch laufintensiver, Reus muss häufiger hinter dem Ball sein und das Gegenpressing mit anführen. In den ersten Testspielen fiel ihm die Umstellung noch schwer, doch mittlerweile hat Reus die Abläufe verinnerlicht und kann sich vermehrt auf seine offensiven Qualitäten konzentrieren.

Anders als Kagawa wird Reus dabei noch häufiger den Weg in die Spitze suchen, sein Torabschluss ist überragend und auf das Zusammenspiel mit Lewandowski können sich die Fans freuen - der Pole ist der spielstärkste Mittelstürmer der Bundesliga und wird Reus viele Torchancen auflegen. Im DFB-Pokal beim FC Oberneuland funktionierte das vor dem 1:0 schon sehr gut.

Ein Name fiel bisher noch gar nicht, und das, obwohl Mario Götze vom Talent her sogar noch vor Reus einzustufen ist. Aber Götze muss nach einem Dreiviertel-Jahr ohne ein Spiel über 90 Minuten um seinen Stammplatz bangen. Kuba Blaszczykowski ist mit seiner herausragenden Rückrunde an Götze vorbeigezogen - der Konkurrenzkampf in der Dortmunder Offensivabteilung ist riesig. Auch die Neuzugänge Julian Schieber und Leonardo Bittencourt, Moritz Leitner sowie Großkreutz oder Perisic werden auf der Bank landen.

Gespannt darf man sein, ob der Teamgeist in der BVB-Mannschaft auch im dritten Jahr so gut funktioniert, dass die enttäuschten Spieler nicht in die Öffentlichkeit gehen und stattdessen ihre Rolle klaglos hinnehmen. Auch das Abschneiden in der Champions League kann Einfluss auf die Bundesliga-Saison der Dortmunder nehmen, viele sportal.de-User erwarten mindestens das Achtelfinale und glauben dann an einen Einbruch nach der Winterpause. In beiden Wettbewerben Erfolg haben, das können doch nur die Bayern. Klopp würde dem erwidern: "Warum eigentlich?"

Worst-Case-Szenario: Dortmund landet auf Rang vier

Denn wenn der BVB eine Sache wesentlich besser macht, als frühere Konkurrenten der Bayern, ist es dies: Die öffentliche Meinung und sogenannte Gesetzesmäßigkeiten des Fußballs gepflegt zu ignorieren. Warum ist Doppelbelastung schlecht? Wieso müssen hochtrabende Ziele ausgegeben werden? Weshalb sollen nationale und internationale Erfolg Hand in Hand gehen?

Trotzdem können wir feststellen, dass auch in der Dortmunder Leichtigkeit Krisen auftreten können. Im vergangenen Jahr ging mit Nuri Sahin ebenfalls ein kaum zu ersetzender Leistungsträger, der Saisonstart war dementsprechend holprig. Nach den Eindrücken der Vorbereitung könnte sich das wiederholen.

Vor allem in der Defensive zogen sich kapitale Fehler wie ein roter Faden durch die BVB-Vorbereitung, gerade zu Beginn der Testspiele oder des Supercups gegen den FC Bayern hagelte es Gegentore. Die Innenverteidigung mit Mats Hummels und Neven Subotic produzierte viele Stellungs- und Konzentrationsfehler, hier muss Klopp ansetzen.

Und eine Schwäche gibt es im Kader des BVB auch: Die beiden Außenverteidiger Marcel Schmelzer und Lukasz Piszczek können nicht adäquat ersetzt werden, Chris Löwe und Neuzugang Oliver Kirch genügen nur Bundesliga-Durchschnitt, auch wenn Klopp von Kirch, mit Kaiserslautern abgestiegen und vorher in Bielefeld und Mönchengladbach eher Mitläufer, total überzeugt ist.

Zum Auftakt gegen Werder Bremen droht auf der rechten Seite schon der erste Ernstfall. Piszczek plagt sich mit muskulären Problemen im Oberschenkel herum, neben Kirch gilt auch Großkreutz als Alternative. Gegen Werder wird das reichen, Kirch möchte man aber nicht unbedingt gegen Franck Ribéry sehen.

Unruhe droht dem BVB weiterhin von Spielerberatern. So hat Lewandowski seinen Vertrag noch nicht verlängert, stattdessen werden von seinen Beratern immer wieder Transfergerüchte gestreut. Jüngster Fall ist die von Sport Bild verbreitete Nachricht, dass die Borussia ein 30-Millionen-Euro-Angebot von Manchester United für Lewandowski abgelehnt habe. "Mit Robert habe ich überhaupt keine Probleme. Seine Berater wären allerdings bei mir nicht im Kader", sagte Klopp in einem Interview mit 11 Freunde. Sicher ist wohl nur, dass dieses Thema erst vom gelb-schwarzen Tisch kommt, wenn Lewandowski verlängert oder tatsächlich wechselt.

Rang vier ist das Minimalziel der BVB-Bosse Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc, ein Absturz in tiefere Gefilde der Tabelle ist auch nicht denkbar. Die beschriebenen Probleme sind zwar vorhanden, aber nicht so groß, dass mehr als drei Teams am BVB vorbeiziehen könnten.

Das begeistert mich am BVB

Marcus Krämer: 11 Freunde müsst ihr sein - so wurde es in Zeiten eines Sepp Herberger propagiert. Dass diese Annahme in der heutigen Zeit - und wahrscheinlich auch damals - nicht realisierbar ist, sollte jedem einleuchten. Trotzdem herrscht beim BVB ein etwas anderer Geist, auch dafür hat Jürgen Klopp gesorgt. Wie groß der Anteil am Erfolg der letzten beiden Jahre ist, sei mal dahingestellt, aber die Mannschaft wirkt einfach fokussierter auf das Wesentliche. Langweilig wird es beim BVB trotzdem nicht, dafür sorgen polarisierende Typen wie Klopp, Großkreutz oder auch Hummels. In meinen Augen stimmt die Mischung.

Das nervt mich am BVB

Michel Massing: Mich nervt kolossal, dass die Presselandschaft die Dortmunder seit zwei Jahren auf Rosen bettet. Keine kritischen Nachfragen, weil der Kloppo ja so sympathisch ist. Jeder will der beste Buddy von Susi und Kloppo sein. Während man beim HSV die Spieler nach einer Niederlage in der Luft zerreist und den Abstieg schon vor dem ersten Spieltag beweint, oder bei den Bayern nach einem verlorenen Spiel schon wieder alles falsch gemacht wird, darf man in Dortmund machen was man will, die Presse sitzt wie ein Schoßhündchen auf Kloppos Knien und kuschelt mit Schwarz-Gelb.

Es gibt aber durchaus Punkte, die man kritisch ansprechen kann. Das Dortmund mit Julian Schieber einen talentierten, aber keinen Champions League tauglichen Stürmer geholt hat, somit kein gleichwertiger Ersatz für Lewandowski im Kader ist, das die Borussia-Defensive in der Vorbereitung zum Teil katastrophale Leistungen abgeliefert hat oder auch die Tatsache, dass Michael Zorc weder Nuri Sahin noch Shinji Kagawa und wahrscheinlich auch Robert Lewandowski nicht längerfristig an den Verein binden konnte. Egal, der Kloppo wird schon einen flotten Spruch bringen, dann steht die Schlagzeile.

Die sportal.de-Prognose: Borussia Dortmund schafft den Titel-Hattrick

Wir müssen die großkopferten Herren aus München, inklusive Scout Paul Breitner, enttäuschen: Es spricht mehr für eine erfolgreiche Titelverteidigung des BVB als für ein Meister-Comeback des FC Bayern. Die Dortmunder Mannschaft ist jung, eingespielt, homogen, entwicklungsfähig und weiterhin von einem Hunger nach gutem Fußball und Erfolgen beseelt. Mit Marco Reus holte Klopp den richtigen Spieler für bleibenden Erfolg, bei den Bayern bleiben dagegen, trotz des Erfolgs im Supercup, noch zu viele Fragezeichen. Übrigens: Wir glauben auch, dass die Borussia die Gruppenphase der Champions League übersteht.

Prognose: Die sportal.de-Tabelle:


1
Borussia Dortmund
2 FC Bayern
3 FC Schalke 04
4 VfL Wolfsburg
5 Bayer Leverkusen
6 1899 Hoffenheim
7 VfB Stuttgart
8 Werder Bremen
9 Borussia Mönchengladbach
10 Hannover 96
11 FSV Mainz
12 1. FC Nürnberg
13 SC Freiburg 
14 SpVgg Greuther Fürth
15 Eintracht Frankfurt
16 Hamburger SV
17 FC Augsburg
18 Fortuna Düsseldorf