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Sagte sein Trainer beim FC Porto noch über ihn: "Er ist ein sehr sehr guter Spieler. Aber er hat ein Problem: Er schießt keine Tore", so ist auch dieses Manko bei Werder Vergangenheit. In 81 Bundesliga-Spielen traf Diego für die Grün-Weißen bereits 36 Mal - was selbst für einen Stürmer eine gute Quote wäre. Nach zweieinhalb Jahren Pause spielte er sich mit guten Leistungen bei seinem Club auch wieder in die brasilianische Nationalmannschaft zurück, für die er mittlerweile 48 Partien absolviert hat.
Angriff
Ailton "Toni" Goncalves da Silva:
"Schlechtes Zweikampfverhalten", "Defizite in der Laufarbeit" und "taktische Unzulänglichkeiten": Mit diesen Aussagen verbannte Trainer Felix Magath Ailton auf die Tribüne und beinahe wäre der Kugelblitz 1999 als teuerster Fehleinkauf in die Werder-Geschichte eingegangen, doch dann wurde Magath entlassen, Thomas Schaaf übernahm das Ruder und es kam alles anders. Bereits in seiner zweiten Saison erzielte er zwölf Treffer und steigerte sich Jahr für Jahr bis er es in der Meister-Saison 2003/04 auf sagenhafte 28 Tore brachte. Zudem steuerte er in dieser Spielzeit noch sechs Treffer zum Gewinn des DFB-Pokals bei. Als erster ausländischer Spieler wurde er zu Deutschlands Fußballer des Jahres gekürt.
Aber nicht nur die Tore waren es, die Ailton zum Publikumsliebling machten. Unvergessen waren seine ständigen Verspätungen zu Saisonbeginn, die ihm die Fans schnell verziehen, machten sie ihn doch menschlich und brachten ihn den Anhängern so noch näher. Da er in der brasilianischen Nationalmannschaft keine Chance sah, spekulierte er kurz darüber, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen und für die DFB-Auswahl aufzulaufen, doch der DFB zeigte kein Interesse. Ein Flirt mit dem Katar war da schon konkreter, doch letztendlich blieb Toni durch und durch Brasilianer.
Rudi "Tante Käthe" Völler:
Der vielleicht beste deutsche Stürmer der späten 80er und frühen 90er Jahre brauchte nur fünf Jahre bei Werder Bremen, um sich als Legende der Grün-Weißen zu etablieren. Mit 97 Toren in 137 Spielen erzielte der graue Wolf eine unvergleichliche Quote für Werder. Trotz seiner Tore sollte ihm aber kein Titel mit Bremen vergönnt sein: Vor Beginn der Zeit der großen Titelgewinne verließ er 1987 den Club und wechselte zum AS Rom.
Werder war für Völler nur die erste große Station auf dem Weg zu einer der populärsten Figuren im deutschen Fußball. Ohne Titel in Bremen wurde er mit dem AS Rom italienischer Meister und mit Olympique Marseille gewann er den Europapokal der Landesmeister. Sein größter Erfolg aber war der Gewinn des Weltmeistertitels 1990. 1994 kehrte er in die Bundesliga zurück und heuerte bei Bayer Leverkusen an. 1996 beendete er dort seine aktive Karriere.
Trainer
Otto Rehhagel:
Kein anderer hat die Erfolgsstory Werder Bremens in den 80er und 90er Jahren so bestimmt wie Trainer-Legende Otto Rehhagel. Nachdem er den Club bereits 1976 vor dem Abstieg gerettet hatte, holte Werder Rehhagel nach dem Abstieg in die 2. Liga zurück und die Erfolgsgeschichte nahm ihren Anfang. In 14 Jahren gewann Werder unter seiner Regie zwei Deutsche Meisterschaften, zwei DFB-Pokale und einmal den Europapokal der Pokalsieger.
Viele Spieler wechselten nach Bremen, um unter Rehhagel spielen zu können. Als seine große Stärke galt seine Gerechtigkeit und sein Händchen mit Stars. So soll er Mario Basler, wenn der zu spät zum Training kam, nicht groß bestraft haben, sondern ihn vor der Mannschaft daraufhin mit einem Augenzwinkern zur Rede gestellt haben. Einer seiner Leitsätze ist auch als Trainer Griechenlands: "Ich kritisiere eure Leistung, aber als Mensch seid ihr mir heilig!"
Während seine Spieler nichts auf Rehhagel kommen lassen, sah es bei den Gegnern häufig weniger positiv aus. Nachdem Ewald Lienen am 14. August 1981 von Norbert Siegmann schwer verletzt worden war und eine 25 Zentimeter lange Fleischwunde davontrug, bezichtigte Lienen Rehhagel, dass er Siegmann zu dem Foul aufgestachelt habe. Das Rückspiel bei Arminia Bielefeld musste Rehhagel nach Morddrohungen mit Polizeischutz und schusssicherer Weste auf der Trainerbank verbringen.
Natürlich gab es einige Härtefälle, die es nicht in die Top-Elf geschafft haben. Mit Andreas Herzog, Frank Neubarth, Bruno Pezzey und Oliver Reck seien nur einige genannt, die es vielleicht auch verdient hätten und bei denen nur Nuancen gefehlt haben um es in das Dreamteam zu schaffen.
Henning Schulz





