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Datum: 22. April 2009, 07:30 Uhr
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sportal.de Dreamteams: Werder Bremen

Burdenski Völler Cover 203 imago
Burdenski Völler Cover 203

Nach dem FC Bayern München und dem Hamburger SV nimmt sich sportal.de das erste der noch vier Nordderbys dieser Saison zum Anlass und wirft einen Blick auf die Historie des SV Werder Bremen und präsentiert Ihnen die Top-Elf der Werder-Geschichte.

Nach dem FC Bayern München und dem Hamburger SV nimmt sich sportal.de das erste der noch vier Nordderbys dieser Saison zum Anlass und wirft einen Blick auf die Historie des SV Werder Bremen und präsentiert Ihnen die Top-Elf der Werder-Geschichte.

Tor:

Dieter "Budde" Burdenski
Mit 444 Bundesligaspielen ist Budde Werders Rekordspieler in der Bundesliga. 1971 als Spieler beim FC Schalke 04 war er in den Bundesligaskandal verwickelt, was zu einer Sperre von mehreren Monaten führte. Über Arminia Bielefeld führte sein Weg 1972 zu Werder Bremen, wo er bis 1987 nicht mehr aus dem Tor wegzudenken war.

Ausgerechnet 1988, in der ersten Bremer Meistersaison seit 1965 löste ihn der junge Oliver Reck im Kasten ab, was für Burdenski auch ein großes Problem war. Jahrelang hatte Werder am Titel geschnuppert, ohne die Schale erringen zu können. Erst in der Saison, in der Burdenski nur noch drei Spiele bestritt und an deren Ende er seine Karriere beenden sollte, durfte er sich Deutscher Meister nennen. Er selber gab aber immer an, sich aufgrund der geringen Anzahl Spiele 1988 nie als Titelträger gefühlt zu haben.

Ein ähnliches Schicksal hatte er in der Nationalmannschaft zu verkraften. Er galt als Sepp Maiers Kronprinz, konnte diesen aber nie vom Thron verdrängen. Nur 12 Länderspiele absolvierte er zwischen 1977 und 1984. 1997 kehrte er als Torwarttrainer zu Werder zurück und blieb bis Jahresende 2005 in dieser Tätigkeit bei den Grün-Weißen. Seitdem ist er in seiner Firma Burdenski Events tätig, mit der er Trainingslager, Turniere und Spiele der DFB-Traditionsmannschaft organisiert.

Abwehr

Max Lorenz
Der Allrounder spielte von 1960 bis 1969 für Werder Bremen und gehörte 1965 zur Meisterelf. In seiner Zeit bei den Grün-Weißen wurde er schnell zum Leistungsträger und Idol der Fans. Umso größer war der Schock, als Lorenz 1969 zu Eintracht Braunschweig wechselte für die stattliche Ablösesumme von 480.000 DM. Die Fans schickten ihm Blumen nach Hause und weinten um ihn, doch alles vergebens, Lorenz fühlte sich in Bremen nicht mehr ansprechend bezahlt und wechselte südwärts.

In Braunschweig wurde er dann in den Bundesliga-Skandal verwickelt und für zwei Jahre gesperrt. Später wurde er zwar begnadigt, fühlte sich aber zu alt, um noch einmal den Anschluss zu versuchen und beendete seine Karriere. In der Nationalmannschaft brachte es Lorenz auf 19 Spiele zwischen 1965 und 1970. Wurde 1966 er mit dem DFB-Team WM-Zweiter und 1970 WM-Dritter.

Horst-Dieter "Eisenfuß" Höttges:
Höttges kam 1964 als 20-Jähriger von Borussia Mönchengladbach nach Bremen und wurde auf Anhieb Deutscher Meister. Höttges wurde trotz mangelnder Technik, dafür aber mit viel Herz und Zweikampfstärke bei Werder zur Legende. Gegnerische Stürmer sollen vor Spielen gegen Werder vor dem Eisenfuß regelrecht Angst gehabt haben. Mit 420 Bundesliga-Spielen bis 1978 ist er Bremens Rekord-Feldspieler.

Legendär war sein Satz: "Solange ich bei Werder spiele, steigt der Verein nicht ab!" Womit er recht behalten sollte: Erst zwei Jahre nach seinem Karriereende 1978 musste Bremen für ein Jahr in die zweite Liga. 1978 half er noch ein Jahr bei Werders Amateuren aus und spielte an der Seite des damals 18-jährigen Thomas Schaaf. Auch heute noch ist Höttges dem Verein verbunden und und ist Co-Trainer der U-15 Junioren.

In der Nationalelf brachte es Höttges auf insgesamt 66 Einsätze. 1966 wurde er mit dem DFB-Team WM-Zweiter, 1970 WM-Dritter und 1974 bei der WM in Deutschland Weltmeister. Dort bestritt er auch bei der 0:1-Niederlage gegen die DDR sein letztes Länderspiel. Zudem steht noch der Europameister-Titel 1972 für ihn zu Buche.

Rune Bratseth:
Wie kaum ein anderer Spieler steht Rune Bratseth für die erfolgreiche Zeit unter Otto Rehhagel, in der es nach einigen guten Jahren endlich auch gelang, Titel zu erringen. Der Weltklasse-Libero hatte ein glänzendes Stellungsspiel, war kopfballstark, schoss beidfüßig und besaß ein intelligentes Zweikampfverhalten. Sein Trainer Rehhagel schätzte an ihm seine menschliche Stärken und sein äußerst faires Verhalten als Sportler.

Dabei bleibt seine Verpflichtung bis heute ein Rätsel. Zusammen mit seinem Landsmann Vegard Skogheim absolvierte Bratseth bei Werder ein Probetraining und blieb im Gegensatz zu seinem Stürmerkollegen aber blass. Doch obwohl Bremen eigentlich einen Stürmer suchte, durfte Bratseth bleiben und Skogheim wurde nach Hause geschickt. Ein Transfer, bei dem Otto Rehhagel einmal mehr sein Näschen für gute, unbekannte Spieler bewies.

Mit Bratseth kam auch der Erfolg an die Weser. Der Norweger holte in seinen acht Jahren bei Werder Bremen zwei Meistertitel, zwei Pokalsiege und den Europapokal der Pokalsieger. 1991, 1992 und 1994 wurde er zu Norwegens Fußballer des Jahres ausgezeichnet und von der UEFA zum besten Fußballer Norwegens nach dem 2. Weltkrieg gewählt. Nach seiner aktiven Karriere führte er 14 Jahre als Manager Rosenborg Trondheim an die norwegische Spitze und wieder und wieder in die Champions League. Im vergangenen Sommer hörte er dort jedoch auf und wartet seitdem auf eine neue Herausforderung.

Mittelfeld

Arnold "Pico" Schütz:
17 Jahre spielte Pico Schütz für Werder und hatte bei seinem Karriereende 1972 unglaubliche 826 Spiele für die Grün-Weißen auf dem Buckel. Als die Bundesliga 1963 begann, war Schütz bereits 28 Jahre alt, brachte es aber trotzdem noch auf 253 Bundesligaspiele und 70 Tore. Gefürchtet war Pico Schütz für seine Schüsse aus der zweiten Reihe und seine Freistöße. 1965 führte er sein Team als Kapitän zur ersten Deutschen Meisterschaft. 1961 war er mit Werder bereits DFB-Pokalsieger geworden.

Während seiner gesamten Karriere arbeitete Schütz als Güterbesichtiger im Bremer Hafen. In den ersten beiden Bundesliga-Jahren trainierte die Mannschaft nur nachmittags, sodass Schütz seinen Beruf ohne Probleme halbtags ausüben konnte. 1965 beschloss Trainer Günther Brocker aber, vormittags um zehn Uhr ein Training anzusetzen und ein weiteres am Nachmittag um 15.30 Uhr. Schütz' Tagesplan sah daraufhin wie folgt aus: Frühmorgens ins Büro, danach zum Werder-Training, rüber zum Essen zu seiner Mutter, wieder ins Büro und danach wieder ab ins Weserstadion. Eine Tortur, die sich heute wohl kaum noch ein Spieler antun würde.

Zu einem Länderspiel hat es für Schütz auch nie gereicht, da er zunächst als Mittelstürmer den "dicken Seeler" (O-Ton Schütz) vor sich hatte und später als Außenstürmer und Mittelfeldspieler nie das Glück hatte, bei guten Spielen von DFB-Trainer Sepp Herberger beobachtet zu werden.

Marco Bode:
Schach, Mathematik und Fremdsprachen ... diese Hobby-Angaben dürften für einen Bundesliga-Profi wohl einzigartig sein und zeigen, dass Marco Bode neben dem Fußball weitgestreute Interessen hatte und immer noch hat. Noch in seinem zweiten Bundesliga-Jahr war sich der linke Mittelfeldspieler überhaupt nicht sicher, ob er die nächsten zehn Jahre wirklich Fußball-Profi sein wollte. Doch für seine Fußball-Karriere gab er sein Mathematik-Studium an der Fernuniversität Hagen und später sein Studium der Philosophie an der Uni Bremen auf und konzentrierte sich ganz auf den runden Ball.

Bode wurde 1989 von Otto Rehhagel aus dem Werder-Amateuren zu den Profis hochgezogen und beendete erst 2002 seine Karriere. Mit 101 Toren in 379 ist Bode Bremens Bundesliga-Rekordtorschütze, auch wenn sich Werder-Fans neben jedem Tor des Abiturienten auch an ein oder zwei vergebene Groß-Chancen des Werder-Ehrenspielführers erinnern. Bode wechselte nie den Verein, obwohl er häufig Angebote von anderen Clubs hatte. Als Grund gab er an, dass es in Bremen möglich war, neben dem Fußball ein fast normales Leben zu führen.

1995 durfte Bode sein in Südafrika sein erstes von insgesamt 40 Länderspielen bestreiten. Südafrikas Präsident Nelson Mandela soll Bode damals aufgrund dessen lockiger Haarpracht mit Steffi Graf verglichen haben, aber dies hinderte ihn nicht daran, auch im DFB-Team eine erfolgreiche Karriere hinzulegen, in der er 1996 den Europameistertitel feiern durfte und die er mit dem WM-Endspiel 2002 gegen Brasilien beendete.

Dieter Eilts:
Der Ostfriesen-Alemao verbrachte insgesamt 17 Profi-Jahre bei Werder Bremen und wie auch bei Marco Bode waren die Grün-Weißen der einzige Proficlub, für den Dieter Eilts aktiv war. Dabei gelang es Eilts, bei allen Titelgewinnen der Bremer in den 80er und 90er Jahren dabei zu sein. Deutscher Meister 1988 und 1993, DFB-Pokalsieger 1991, 1994 und 1999 sowie Europapokalsieger der Pokalsieger 1992 lautet die beeindruckende Bilanz des unermüdlichen Mittelfeldarbeiters.

Dabei hatte es einige Zeit gedauert, bis seine Karriere bei Werder so richtig in Schwung kam. 1984 wechselte Eilts vom SV Hage aus Ostfriesland erst zu den Amateuren Werder Bremens und ein Jahr später zu den Profis. Aber erst nach dreieinhalb Jahren auf Ersatzbank und Tribüne konnte sich Eisen-Dieter endgültig durchsetzen. Nach einem Pokalspiel gegen den Hamburger SV war Eilts 13 Jahre lang eigentlich nicht mehr aus der Werder-Startelf wegzudenken.

Ähnlich wie seine Vereinskarriere kam seine Karriere in der Nationalmannschaft auch nur ganz gemächlich in Schwung. Obwohl er bereits seit 1993 zum erweiterten Kreis des DFB-Teams gehört hatte, war es erst die Europameisterschaft 1996, die ihn auch international zu einem Star machte. Durch seine starke Leistung beim Titelgewinn der deutschen Auswahl, für die er in das Allstar-Team der EM gewählt wurde, gelang es ihm, die Position des defensiven Mittelfeldspielers in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit zu rücken. Bis 1997 war Eilts 31 Mal für die DFB-Auswahl tätig.

Johan "le chef" Micoud:
Mit der Verpflichtung des Franzosen vom AC Parma gelang Klaus Allofs und Thomas Schaaf 2002 ein ganz besonderer Coup und sie läuteten damit nach der Ära Rehhagel die zweiterfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte ein. Micoud übernahm bei den Grün-Weißen schnell das Kommando auf dem Platz und entpuppte sich als bester Spielmacher, den Werder dis dato jemals gehabt hatte. Mit Micoud gewann Werder 2004 Meisterschaft und DFB-Pokal und qualifizierte sich dreimal in Folge für die Champions League.

Auf dem Platz glänzte der französische Regisseur durch seine glänzende Spielübersicht, seine Mannschaftsdienlichkeit und seine schnelle Auffassungsgabe. Abseits des grünen Rasens präsentierte er sich als eigenwillig und öffentlichkeitsscheu. Aussagen, dass er der Star der Mannschaft sei, wies er immer weit von sich und betonte, dass der Werder-Erfolg ein Erfolg des Kollektivs sei.

Der große Musik- und Kunstliebhaber verließ Werder 2006 vom Heimweh getrieben und heuerte bei Girondins Bordeaux an. Dort erhielt er 2008 keinen neuen Vertrag, woraufhin le chef seine Fußballstiefel endgültig an den Nagel hing. In der Nationalmannschaft hatte er das große Problem, mit Zinedine Zidane den weltbesten Spieler auf seiner Position vor sich zu haben. So kam Micoud insgesamt auf nur 17 Länderspiele für sein Heimatland.

Diego Ribas da Cunha:
Im Sommer 2006 kam Diego für 6 Millionen Euro vom FC Porto an die Weser, um dort in die großen Fußstapfen des nach Frankreich zurückgegangenen Johan Micouds zu treten. Kaum einer hätte wohl für möglich gehalten, dass ihm dies so schnell gelingen sollte. Nach drei Bundesliga-Spielen wurde er als Fußballer des Monats Ausgust ausgezeichnet. Im Oktober und Dezember 2006 sollte ihm diese Ehre erneut zuteil werden. War Micoud der klassische Spielmacher, der sich klar in den Dienst der Mannschaft stellte, so ist Diego der mannschaftsdienliche Spielmacher, der auch gerne mit Kabinettstückchen glänzt.

Sagte sein Trainer beim FC Porto noch über ihn: "Er ist ein sehr sehr guter Spieler. Aber er hat ein Problem: Er schießt keine Tore", so ist auch dieses Manko bei Werder Vergangenheit. In 81 Bundesliga-Spielen traf Diego für die Grün-Weißen bereits 36 Mal - was selbst für einen Stürmer eine gute Quote wäre. Nach zweieinhalb Jahren Pause spielte er sich mit guten Leistungen bei seinem Club auch wieder in die brasilianische Nationalmannschaft zurück, für die er mittlerweile 48 Partien absolviert hat.

Angriff

Ailton "Toni" Goncalves da Silva:
"Schlechtes Zweikampfverhalten", "Defizite in der Laufarbeit" und "taktische Unzulänglichkeiten": Mit diesen Aussagen verbannte Trainer Felix Magath Ailton auf die Tribüne und beinahe wäre der Kugelblitz 1999 als teuerster Fehleinkauf in die Werder-Geschichte eingegangen, doch dann wurde Magath entlassen, Thomas Schaaf übernahm das Ruder und es kam alles anders. Bereits in seiner zweiten Saison erzielte er zwölf Treffer und steigerte sich Jahr für Jahr bis er es in der Meister-Saison 2003/04 auf sagenhafte 28 Tore brachte. Zudem steuerte er in dieser Spielzeit noch sechs Treffer zum Gewinn des DFB-Pokals bei. Als erster ausländischer Spieler wurde er zu Deutschlands Fußballer des Jahres gekürt.

Aber nicht nur die Tore waren es, die Ailton zum Publikumsliebling machten. Unvergessen waren seine ständigen Verspätungen zu Saisonbeginn, die ihm die Fans schnell verziehen, machten sie ihn doch menschlich und brachten ihn den Anhängern so noch näher. Da er in der brasilianischen Nationalmannschaft keine Chance sah, spekulierte er kurz darüber, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen und für die DFB-Auswahl aufzulaufen, doch der DFB zeigte kein Interesse. Ein Flirt mit dem Katar war da schon konkreter, doch letztendlich blieb Toni durch und durch Brasilianer.

Rudi "Tante Käthe" Völler:
Der vielleicht beste deutsche Stürmer der späten 80er und frühen 90er Jahre brauchte nur fünf Jahre bei Werder Bremen, um sich als Legende der Grün-Weißen zu etablieren. Mit 97 Toren in 137 Spielen erzielte der graue Wolf eine unvergleichliche Quote für Werder. Trotz seiner Tore sollte ihm aber kein Titel mit Bremen vergönnt sein: Vor Beginn der Zeit der großen Titelgewinne verließ er 1987 den Club und wechselte zum AS Rom.

Werder war für Völler nur die erste große Station auf dem Weg zu einer der populärsten Figuren im deutschen Fußball. Ohne Titel in Bremen wurde er mit dem AS Rom italienischer Meister und mit Olympique Marseille gewann er den Europapokal der Landesmeister. Sein größter Erfolg aber war der Gewinn des Weltmeistertitels 1990. 1994 kehrte er in die Bundesliga zurück und heuerte bei Bayer Leverkusen an. 1996 beendete er dort seine aktive Karriere.

Trainer

Otto Rehhagel:
Kein anderer hat die Erfolgsstory Werder Bremens in den 80er und 90er Jahren so bestimmt wie Trainer-Legende Otto Rehhagel. Nachdem er den Club bereits 1976 vor dem Abstieg gerettet hatte, holte Werder Rehhagel nach dem Abstieg in die 2. Liga zurück und die Erfolgsgeschichte nahm ihren Anfang. In 14 Jahren gewann Werder unter seiner Regie zwei Deutsche Meisterschaften, zwei DFB-Pokale und einmal den Europapokal der Pokalsieger.

Viele Spieler wechselten nach Bremen, um unter Rehhagel spielen zu können. Als seine große Stärke galt seine Gerechtigkeit und sein Händchen mit Stars. So soll er Mario Basler, wenn der zu spät zum Training kam, nicht groß bestraft haben, sondern ihn vor der Mannschaft daraufhin mit einem Augenzwinkern zur Rede gestellt haben. Einer seiner Leitsätze ist auch als Trainer Griechenlands: "Ich kritisiere eure Leistung, aber als Mensch seid ihr mir heilig!"

Während seine Spieler nichts auf Rehhagel kommen lassen, sah es bei den Gegnern häufig weniger positiv aus. Nachdem Ewald Lienen am 14. August 1981 von Norbert Siegmann schwer verletzt worden war und eine 25 Zentimeter lange Fleischwunde davontrug, bezichtigte Lienen Rehhagel, dass er Siegmann zu dem Foul aufgestachelt habe. Das Rückspiel bei Arminia Bielefeld musste Rehhagel nach Morddrohungen mit Polizeischutz und schusssicherer Weste auf der Trainerbank verbringen.

Natürlich gab es einige Härtefälle, die es nicht in die Top-Elf geschafft haben. Mit Andreas Herzog, Frank Neubarth, Bruno Pezzey und Oliver Reck seien nur einige genannt, die es vielleicht auch verdient hätten und bei denen nur Nuancen gefehlt haben um es in das Dreamteam zu schaffen.

Henning Schulz