Sir Stirling Moss kann sich eine Frau in der Formel 1 nicht vorstellen
Sir Stirling Moss, ehemaliger Formel-1-Fahrer und viermaliger Vizeweltmeister, glaubt, dass Frauen die nötige "mentale Stärke" fehlt, um in der Formel 1 konkurrenzfähig zu sein. "Ich glaube, sie haben die nötige Kraft dafür, aber ich weiß nicht, ob sie die mentale Stärke haben, um Rad an Rad hartes Racing zu fahren", sagte der 83-Jährige gegenüber "BBC Radio 5". Der Vizeweltmeister der Jahre 1955 bis 1958 zweifelt daran, dass Frauen ein Rennen gewinnen können: "Der psychische Druck wäre für eine Dame kaum zu bewältigen. Ich glaube einfach nicht, dass sie die Fähigkeiten besitzen, um ein Rennen in der Formel 1 zu gewinnen."
Susie Wolff: "Eine andere Generation"
Die Williams-Testfahrerin Susie Wolff kritisierte Moss für seine Aussagen scharf: "Es erschaudert mich, so etwas zu hören. Ich habe viel Respekt vor Sir Stirling und vor dem, was er erreicht hat, aber ich glaube, wir leben in einer anderen Generation." "Ich versuche, ein Cockpit in der Formel 1 zu ergattern, und ich glaube, dass das für eine Frau machbar ist. Andernfalls wäre ich nicht hier", zeigte sich die 30-jährige Britin kämpferisch. Ecclestone: Cockpit bei Top-Team unwahrscheinlich Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gibt Wolff Recht. "Es gibt keinen Grund, weswegen eine Frau nicht mit einem Mann konkurrieren könnte." Allerdings könne er sich nicht vorstellen, dass eine Frau derzeit bei einem Top-Team eine Chance auf ein Cockpit hätte. "Die einzige Chance wäre bei einem schwächeren Team, aber dafür braucht es gute Sponsoren", so Ecclestone.Autor: Martin Jahns
