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Löw hat sich danach öffentlich nochmals gestellt und inzwischen das Aus mit auf seine Kappe genommen. "Das kommt in der Aufarbeitung, dass man sich Gedanken macht, was anders hätte laufen können", bemerkte der 52-Jährige vor seinem Urlaub. Eigentlich war Löw zum Mann mit dem goldenen Händchen gekürt worden. Alle seine Personalentscheidungen saßen - bis zur Partie gegen Italien.
Ex-Nationalspieler Michael Ballack äußerte sich kritisch: "Der Trainer hat vielleicht ein, zwei Wechsel zu viel gemacht", sagte Ballack laut ESPN. Bundestrainer-Vorgänger Jürgen Klinsmann verteidigen Löws Kurs: "Es ist doch klar, dass nicht jede Maßnahme eines Trainers automatisch zum Erfolg führt. Der Trainer trifft vor dem Spiel Entscheidungen, die nicht willkürlich sind." Ein Spieler wie Routinier Miroslav Klose war gar völlig ratlos: "Ich habe keine Erklärung."
Kritik von Magath und Dietz
Olaf Thon, seines Zeichens Experte von RTL und n-tv, hat die Personalentscheidungen von Löw ebenfalls kritisiert. "Die Wechsel haben mich sehr überrascht. Der Bundestrainer hat es damit übertrieben. Er ist der Wechselkönig der EM", meinte der ehemalige Nationalspieler, der im Jahr 1990 Weltmeister geworden war. "Mit Reus und Klose von Anfang an wären wir besser in das Spiel gestartet. Der Schuss ging nach hinten los. Die, die er gebracht hat, haben am meisten versagt."
Für Felix Magath fehlte die unbedingte Leidenschaft. "Für mich war von Anfang an zu wenig Einsatz im Spiel. Italien hat uns den Schneid abgekauft", erklärte Felix Magath gegenüber der Bild. Thorsten Fink meinte zum 0:2 durch Mario Balotelli: "Unfassbar, dass Balotelli so frei zum Schuss kommen durfte, so der HSV-Trainer. "Schade, dass es nicht gereicht hat. Die vergebenen Chancen in der Anfangsphase haben die Italiener bitterböse bestraft", meinte hingegen VfB-Manager Fredi Bobic.





