(Seite 2 von 3)
Gut, in der Vorbereitung gab es beim Abschiedsspiel für Marek Mintal einen 4:2-Sieg. Doch der zählt nicht viel, schließlich war Borussia Dortmund dort mit einer Reservetruppe angereist. Raphael Schäfer holte in der Bundesliga immerhin drei Remis bei neun Niederlagen, Javier Pinola spielte dreimal unentschieden bei vier Pleiten. Bleibt nur die Hoffnung, dass wie im Saisoneröffnungsspiel gegen Werder Bremen beim "BVB noch nicht alle Rädchen greifen", wie Hecking laut focus.de erklärte oder dass die Borussia gleich ganze Schrauben locker hat wie 2007 bei der 0:2-Pleite in Franken.
Ist Hyypiä der einzige coole Leverkusener?
Rädchen, die noch nicht ineinander greifen, kennt man auch bei Bayer Leverkusen. In der letzten Saison hatte die Werkself das Problem unter Robin Dutt und jetzt auch aufgrund der Systemumstellung des neuen Trainer-Gespanns Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski. Da hakt und klemmt es noch gewaltig, wie die 1:2-Niederlage zum Auftakt gegen Eintracht Frankfurt bewiesen hatte.
"Wir waren im Eifer zu übereifrig", versuchte Lewandowski laut bundesliga.de zu beschönigen, was man gnadenlos auch mit Fehlpässen, harmlosen Abschlüssen in der Offensive und letztlich fehlender Kompaktheit in der Defensive beschreiben könnte. Wäre die Mannschaft doch bloß so cool gewesen wie Hyypiä kurz vor dem Spiel gegen den SC Freiburg. "Es war eine ganz normale Woche", erklärte der Teamchef rp-online ganz gelassen. Dabei steht Bayer im Falle einer Niederlage gegen den SC Freiburg vor dem schlechtesten Saisonstart seit 18 Jahren.
Und zumindest statistisch liegen die Breisgauer derzeit auf Augenhöhe zu Bayer. Denn beide Clubs haben im bisherigen Kalenderjahr 2012 in 18 gespielten Bundesligapartien 28 Punkte geholt. Für Freiburg ist das eine tolle Bilanz, für Bayer allerdings deutlich zu wenig. Stellt man die Fehler aus dem Frankfurt-Spiel nicht ab, könnte sich das gegen den SC Freiburg rächen. Denn der trifft gegen Bayer immer (in bisher allen 13 Duellen) und vor allem in Leverkusen. Mehr als die 22 bisher dort erzielten Treffer schossen die Breisgauer gegen kein anderes Bundesligateam. Und wenn man dann noch die negative Heimbilanz Leverkusens aus der letzten Saison dazunimmt... Nicht viel Anlass für Gelassenheit.
Fink und Adler - Crashlandung im Hühnerstall?
Gelassenheit erbitte ich auch von Ihnen, liebe User. Etwas Blöderes als die Federvieh-Metapher ist mir leider zum Nordderby nicht eingefallen. Aber für den HSV könnte es im Weserstadion schon die nächste Pleite geben, die den Fehlstart in die Saison komplett machen würde. Zwar verlor auch Werder Bremen den Auftakt, stellte sich gegen Borussia Dortmund aber weitaus besser an als der HSV gegen Nürnberg.





