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Sportlich besticht der Linksverteidiger durch Zweikampfstärke und taktisches Geschick in der Defensive sowie gute Vorbereiter-Qualitäten im Angriff, bisher gelangen ihm 42 Assists in der Bundesliga. Doch beim BVB ist der einmalige Nationalspieler viel mehr, für die Ausländer im Team der Schwarz-Gelben ist er sowas wie die Mutter der Kompanie. Und ein Ende seiner Regentschaft auf der linken Seite ist noch nicht in Sicht, sein Vertrag läuft noch bist 2011. Nach überstandenem Kieferbruch wird Dede gegen Real wieder in der Startformation stehen und ist somit auch ein Kandidat für den dritten Spieltag gegen den VfB Stuttgart.
Das Mittelfeld:
Aki Schmidt
Das Angebot im Dreamteam-Mittelfeld der Dortmunder ist riesig und so fiel die Wahl in diesem Mannschaftsteil am schwersten. Murdo MacLeod oder Paul Lambert hätten es vielleicht aus Sympathieggründen verdient gehabt, Lars Ricken bestätigte seine guten frühen Jahre nicht, Steffen Freund war spielerisch zu limitiert, Tomas Rosicky schöpfte sein Potential nie richtig aus, Sebastian Kehl fehlen noch ein paar Jahre und Adi Preißler ("Grau ist alle Theorie, die Wahrheit ist auf dem Platz") wurde knapp geschlagen.
An Alfred "Aki" Schmidt führte für sportal.de aber kein Weg vorbei. Der Spielmacher der ersten Bundesliga-Jahre wurde wie Tilkowski, Ricken oder auch Michael Zorc in Dortmund geboren und wechselte nach seiner Zeit beim Vorort-Club SpVgg Berghofen 1956 zum BVB. Gleich im ersten Jahr wurde Schmidt Stammspieler, einen Einsatz im Finale um die Deutsche Meisterschaft verhinderte Trainer Helmut Schneider, der die die selbe Final-Elf wie im Jahr zuvor aufbieten wollte.
Das Highlight des heutigen Fanbeauftragten war aber der Sieg im Europapokal 1966 ("Das Finale war ja mein Höhepunkt, das wollte ich noch haben. Danach habe ich es dann auch viel, viel langsamer gehen lassen und nur noch sporadisch gespielt") gegen favorisierte Liverpooler, die mit ihrer Arroganz für die letzte Portion Motivation bei den Dortmundern sorgten. Mit dem 2:1-Sieg war Schmidts Mission erfüllt, insgesamt schnürte Aki in 311 Pflichtspielen die Stiefel für den BVB, dabei erzielte er 84 Tore.
Michael Zorc
Für den ewigen Dortmunder scheint es kein Ende zu geben, vor wenigen Tagen verlängerte der Sportdirektor seinen Vertrag beim BVB bis 2012. Seit 1978 steht Zorc bei der Borussia unter Vertrag, damals wechselt er vom TuS Eving-Lindenhorst an die Strobelallee. In den folgenden Jahren brach "Susi" einige Rekorde bei den Schwarz-Gelben, er trug in 556 Pflichtspielen das BVB-Trikot, erzielte als defensiv ausgerichteter Mittelfeldspieler 153 Treffer und verwandelte dabei 49 Elfmeter in der Bundesliga.
Andreas Möller
Vor wenigen Tagen war Andreas Möller mal wieder in Dortmund. In seiner Funktion als Sportmanager bei Kickers Offenbach besuchte er das Spiel in der 3. Liga bei den Amateuren des BVB. Das Spiel endete 0:0 und gab wenig Anlass an die wesentlich erfolgreichere Zeit Möllers als Spieler erinnert zu werden. Dabei merkte die einstige Nummer zehn der Schwarz-Gelben, dass ihr immer noch viel Respekt entgegen gebracht wird, geliebt wurden von den Fans aber andere - ein Karriereausklang bei Schalke 04 kommt in Dortmund einfach nicht so gut an.
Aus sportlicher Sicht kann man Möller aber nur wenig vorwerfen. In den ersten beiden Jahren traf der offensive Mittelfeldspieler in fast jedem dritten Spiel und leitete mit dem DFB-Pokalsieg 1989 die erfolgreiche Ära in den 90er Jahren vor. Nach seiner Rückkehr aus Frankfurt und Turin erzielte Möller in 153 Spielen 47 Tore, der pfeilschnelle Techniker hätte mit einem größeren Willen aber noch viel mehr erreichen können.
Marcel Raducanu
Bisher fanden nur Spieler aus den beiden erfolgreichen Zeiten den Weg ins Dreamteam des BVB. Doch Ausnahmen bestätigen jede Regel und so nominiert sportal.de mit Marcel Raducanu einen großartigen Techniker, der einfach das Pech hatte, in den 80er Jahren in Dortmund zu spielen, als die Mannschaft nicht mehr als Mittelmaß der Bundesliga verkörperte. Eine der wenigen Ausnahmen war der Spielmacher aus Rumänien, der mit seinem Magneten im Fuß die Bälle magisch anzog und so das Spiel sechs Jahre lang lenkte.





