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3. Der Sturm:
Datum: 19. August 2009, 08:53 Uhr
Format: Artikel
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Der Sturm:

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Lothar Emmerich
"Gib mich die Kirsche!" Diese Aufforderung von Lothar Emmerich an seine Mitspieler ist nicht nur in Dortmund zum geflügelten Wort gewachsen. Emma, ebenfalls im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld geboren, wurde 1960 von Max Merkel zum BVB gelotst. Den richtigen Durchbruch schaffte der Stürmer aber erst in den Bundesligajahren, von 1963 bis 1969 erzielt Emmerich in 183 Spielen überragende 115 Treffer.

Nach seiner Zeit bei der Borussia wurde er sowohl als Spieler als auch als Trainer nicht mehr richtig glücklich, 13 Stationen mit so klangvollen Namen wie Würzburger Kickers, Eintracht Bad Kreuznach oder SC Idar-Oberstein. Danach kehrte Emmerich als Fanbeauftragter nach Dortmund zurück, im Jahre 2003 verstarb Emma mit nur 61 Jahren an Lungenkrebs.

Manfred Burgsmüller
Der zweite Stürmer hatte in seiner Karriere drei bedeutende Stationen, die Zeit in Dortmund war aber die längste und erfolgreichste, auch wenn es nicht zu einem Titel gereicht hat, was aber auch an der eher schlechten Phase beim BVB (1977-1983) lag. 135 Treffer in 224 Spielen sind eine tolle Bilanz, die Burgsmüller auch bei RW Essen und Werder Bremen nicht erreichen konnte.

Insgesamt hat Burgsmüller die wohl bunteste Karriere im Dreamteam vorzuweisen. Mit über 40 Jahren war das Schlitzohr in Bremen noch aktiv und holte dort den ersten Titel (Deutscher Meister 1988), danach wechselte zum American Football und wurde später beim SSV Hacheney als Held der Kreisklasse noch einen Tick berühmter.

Stéphane Chapuisat
An dem Schweizer Angreifer führt ebenfalls kein Weg vorbei, Stéphane Chapuisat war der konstanteste Torelieferant in der erfolgreichen Ära der 90er Jahre. Der stille Schweizer erzielte 106 Treffer in 228 Bundesligaspielen und ist damit nach Giovane Elber und Claudio Pizarro der dritterfolgreichste ausländische Stürmer in der Historie der höchsten deutschen Spielklasse.

Trainer:

Ottmar Hitzfeld
Der General hätte es schon fast ins Dreamteam des FC Bayern geschafft, wurde dort aber knapp von Udo Lattek geschlagen. Mittlerweile verbindet man Ottmar Hitzfeld auch eher mit dem Rekordmeister aus dem Süden, doch in Dortmund ist der heutige Schweizer Nationaltrainer der Baumeister der Meisterelf von 1995 und 1996, die mit dem Champions-League-Sieg 1997 plus anschließendem Weltpokal die absolute Krönung schaffte.

Hitzfeld profitierte zwar auch von der Risikobereitschaft der Herren Niebaum und Meier, doch die Idee der neuen Heimat für ehemalige Italien-Legionäre wie Julio Cesar, Andreas Möller, Stefan Reuter oder Jürgen Kohler stammte von Hitzfeld. Zudem führte er mit Lars Ricken, Ibrahim Tanko oder Vladimir But immer wieder hoffnungsvolle Talente an die Mannschaft heran und fand so die perfekte Mischung für den kurzfristigen Erfolg.

Marcus Krämer

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