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4) Es muss Götze und Özil heißen
Es lag auf der Hand, dass Löw nach Spielschluss gefragt wurde, was mit Götze passieren wird, wenn der gegen Brasilien geschonte Mesut Özil in den Kader zurückkehrt. "Das sind solche Wenn-Dann-Fragen", versuchte der Bundestrainer auszuweichen. Doch bei der Bedeutung, die Özil seit der WM in Südafrika für die Gestaltung des deutschen Spiels innehat, und der Leistung von Götze gegen Brasilien (sportal.de-Note 1,5) kann die Antwort nur lauten: Özil und Götze müssen zusammenspielen.
Denn der Dortmunder ist es aus dem Verein gewohnt, auf Außen zu spielen und mit einem ähnlich spielstarken Regisseur (Shinji Kagawa) zu harmonieren. Ob es dann die linke oder die rechte Seite sein wird, kann die Zukunft zeigen, aber ein Mario Götze in der jetzigen Form darf nicht auf der Ersatzbank versauern.
5) Löw kann verschiedene Systeme spielen lassen
Eine weitere Option in der Frage der optimalen Besetzung des offensiven Mittelfelds liegt in der Wahl des Systems. Bisher war das 4-2-3-1 in Stein gemeißelt, als einzige Variante galt die Rückkehr zum 4-4-2, wo es aber vor allem darum ging, den beiden Stürmern Mario Gomez und Miroslav Klose mehr Einsatzzeit zu geben.
Gegen Brasilien überraschte Löw mit der Variante 4-1-4-1. Dabei wird der offensive Part der Doppelsechs aufgelöst und ein Spieler (gestern: Toni Kroos) rückt weiter nach vorne. Ob dieses System gegen spielstarke und dominante Gegner wie Spanien das richtige Rezept ist, darf bezweifelt werden, aber gerade gegen Teams, die reagieren und tief stehen, bietet ein 4-1-4-1 gute Möglichkeiten.
Marcus Krämer





