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2) Die Auswahl wird immer größer
Die Zeiten sind vorbei, in denen sich das DFB-Aufgebot quasi von selbst aufstellte. Löw hat auf vielen Positionen die Qual der Wahl. Das gilt vor allem für die Innenverteidigung, das defensive Mittelfeld und die offensive Dreierreihe. In der Viererkette spielt sich Mats Hummels immer mehr in den Vordergrund, Holger Badstuber und Jerome Boateng stehen knapp dahinter. Doch dann kommen in Zukunft auch noch Per Mertesacker und möglicherweise Arne Friedrich hinzu, Probleme sehen anders aus.
Auf der Sechs, ob sie nun doppelt oder nur einfach besetzt wird, ist das Angebot ähnlich groß. Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira, Sven Bender, Toni Kroos und Simon Rolfes heißen hier die Kandidaten, wobei die beiden Erstgenannten weiterhin in der Pole Position sind. Im offensiven Mittelfeld (siehe Punkt 4) wird das Angebot an Spielern mit Stammplatz-Ambitionen auch immer größer. Einzig der Posten des Rechtsverteidigers ist noch unbefriedigend besetzt, sowohl Christian Träsch als auch Benedikt Höwedes kommen auf anderen Positionen wesentlich besser zurecht.
3) Es wird Härtefälle geben
Sowohl bei der Nominierung des EM-Kaders für den kommenden Sommer als auch bei der Installierung einer Stammelf wird Löw an langen Gesichtern nicht vorbeikommen. Denn die jungen Wilden drängen mit Macht in die Mannschaft. Und auch wenn eine gesunde Mischung aus Jugend und Erfahrung erstrebenswert ist, Lukas Podolski oder auch Mertesacker müssen in den nächsten Monaten viel zeigen, um ihre Plätze zu verteidigen.
Löw verzichtete im Fall Podolski auf Individualkritik: "Ich möchte nicht auf einzelne Positionen eingehen. Ich bin froh, wenn ich 20 Topleute habe. Es ist gut, wenn schon die Jungen die Jungen unter Druck setzen." Bis dato konnte sich der Kölner auf seine Treffsicherheit und auch auf die häufig zur Bundesliga divergierende Leistung im Nationalteam verlassen. Zuletzt traf Podolski aber im Oktober 2010 gegen Kasachstan, danach gab es sieben Länderspiele ohne Podolski-Tor.





