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Vom Talent her gilt Andy Murray seit Jahren als Kandidat für die ganz großen Siege. Bekanntermaßen kämpft der Brite aber mit mentalen Schwächen, in den entscheidenden Momenten fehlte ihm bisher der Killerinstinkt. Deshalb verpflichtete Murray zu Beginn des Jahres Ivan Lendl als Trainer. Der Tscheche galt zu Beginn seiner Karriere ebenfalls als Verlierertyp, wurde mit harter Arbeit und mentaler Stärke aber zu einem der besten Spieler in der Geschichte.
Down Under nichts Neues lautet nun aber das Fazit der Zusammenarbeit beim ersten großen Turnier. Im Halbfinale gegen Novak Djokovic holte er einen 2:5-Rückstand auf, hatte bei 5:5 drei Breakbälle und ließ die Chance mal wieder ungenutzt verstreichen. Trotzdem glaubt Murray an den langfristigen Erfolg: "Allein in die Box zu schauen und ihn dort sitzen zu sehen, hilft."
3) Die Krise im amerikanischen Herrentennis geht weiter
Erstmals seit 1973 hat kein Spieler aus den USA das Achtelfinale bei den Australian Open erreicht. Die erfolgsverwöhnten Amerikaner haben ein Nachwuchsproblem und die alten Recken wie Andy Roddick oder Mardy Fish haben entweder ihren Zenit bereits überschritten oder sind außer Form. "Das ist schon sehr hässlich", kommentierte John Isner nach seiner Pleite in der dritten Runde. "Wir müssen das beim nächsten großen Turnier auf jeden Fall korrigieren."
Doch wie soll die entscheidende Wendung stattfinden? Altmeister John McEnroe sieht strukturelle Probleme, die nicht so schnell gelöst werden können. "Unsere besten Kids spielen American Football oder Basketball oder machen einen anderen Sport", erzählte McEnroe auf foxsports.com.au. "Wir müssen Tennis für sie wieder attraktiver machen, wir überlegen aber immer noch, wie man das am besten anstellen könnte."





