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SGE - S04
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Werder Bremen
0:3
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VfB Stuttgart
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SC Freiburg
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Werder Bremen

Mielitz, S.
Das 0:1 wirkte nicht unhaltbar, schließlich schoss Arnold aus recht großer Distanz und Mielitz hatte klare Sicht auf den Ball. An den beiden anderen Toren schuldlos, ansonsten nur wenig gefordert, dabei dann solide.
Gebre Selassie, T.
Zwar ohne gravierende MĂ€ngel in der Defensive. Sonst aber mit vielen SchwĂ€chen und kaum einer guten Aktion. Spielte einige unbedrĂ€ngte FehlpĂ€sse im Aufbau, blieb auch dann zu ungenau, wenn er vorne freigespielt wurde. Hatte fĂŒr die Offensive damit kaum einen Wert. Positionierte sich zudem wĂ€hrend der Bremer Spieleröffnung mehrfach falsch, was mit dazu fĂŒhrte, dass Werder Probleme hatte, in NĂ€he des gegnerischen Strafraums zu kommen.
Prödl, S.
Bei beiden Gegentoren zwar nicht Alleinschuldiger, aber mit entscheidenden Fehlern: Beim 0:1 löste er sich viel zu spĂ€t aus der Kette, sodass Arnold ungestört schießen konnte. Beim 0:2 hĂ€tte er als ballferner Innenverteidiger Lukimyas Höhe halten statt auf Abseits spielen mĂŒssen. Dass Schaaf Prödl frĂŒh auswechselte, hatte zwar auch taktische GrĂŒnde, denn Schaaf wollte offensichtlich einen StrafraumstĂŒrmer bringen. Bewusst hat er sich gegen eine Auswechslung des diesmal etwas stabileren Lukimya entschieden.
Lukimya, A.

Lukimya, A

. : 4,5
Seine StĂ€rken und SchwĂ€chen waren wĂ€hrend der 90 Minuten klar erkennbar. Lukimya ĂŒberzeugte im Zweikampf, stand aber nicht immer richtig - so vor dem 0:2, als er zu weit außen stand - und offenbarte gravierende Defizite im Aufbau. Hier wurde Lukimya als einziger Bremer bewusst nicht attackiert. Aus seinen FreirĂ€umen machte er extrem wenig, leitete kaum einen gelungenen Angriff ein.
Sokratis.

Sokratis

. : 3,5
Überzeugte zunĂ€chst als Linksverteidiger und spielte auch innen ordentlich. Klar besser als Lukimya in der Spieleröffnung, vor allem vor dem Hintergrund, dass Sokratis stets unter Druck gesetzt wurde, dennoch mehr brauchbare PĂ€sse lieferte als sein Nebenmann. Zudem extrem zweikampfstark. Jedoch ließ sich Sokratis auch jeweils vor dem 0:2 und dem Elfmeter abschĂŒtteln. Keine gravierenden Fehler, aber doch solche, die eine bessere Note trotz ansonsten vieler guter Aktionen verhindern.
Junuzovic, Z.
Schwache erste halbe Stunde, wÀhrend der Junuzovic offensiver aufgestellt worden war. Dabei zum einen ohne Wirkung vor dem gegnerischen Tor, zum anderen lief er vor allem Kjaer nur halbherzig an - so auch in der Entstehung des 0:1. SpÀter als Sechser etwas besser. Fing hier einige BÀlle ab und spielte brauchbare PÀsse nach vorne.
Bargfrede, P.
Im VorwĂ€rtsgang mit vielen unbrauchbaren AnlĂ€ufen. Rannte sich in aussichtsreichen Situationen fest oder ĂŒbersah den besser postierten Mitspieler. Noch wichtiger seine Defizite in der Defensive. Eroberte zu wenig BĂ€lle und schaffte es nicht, die Zone zentral vor dem eigenen Strafraum zu schließen - vor allem vor dem 0:1.
de Bruyne, K.
Zwar mit einigen auffĂ€lligen Aktionen in der Offensive, von denen allerdings auch nur eine wirklich gut war - seine Flanke auf Arnautovic vor dessen Großchance. Jedoch auch mit diversen Ungenauigkeiten. Zudem schaltete De Bruyne vor allem nach RĂŒckstand nicht immer auf Defensive um. Und: Eine Mischung aus schlechtem Zweikampfverhalten und unaufmerksamem Stellungsspiel fĂŒhrten zu freien RĂ€umen fĂŒr den Gegner - gut zu beobachten vor dem 0:1, als De Bruyne Arnold laufen ließen.
Fritz, C.

Fritz, C

. : 4,5
Versuchte einerseits durch lose Mannorientierung Diego auszuschalten, was nur in AnsĂ€tzen gelang, und andererseits nach Balleroberungen schnell auf Angriff umzuschalten. Dabei fuhr Fritz beim Stand von 0:1 einen potenziell sehr gefĂ€hrlichen Angriff an die Wand. SpĂ€ter als Linksverteidiger mit solidem Defensivspiel, aber schwachen VorstĂ¶ĂŸen ĂŒber die Mittellinie.
Hunt, A.

Hunt, A

. : 4,5
Einige Male gelang es Hunt, der von allen Bremern am ruhigsten wirkte, mit SteilpĂ€ssen oder Spielverlagerungen Struktur in das konfuse Offensivspiel Werders zu bringen. Sehr oft unterliefen Hunt jedoch kleine Fehler, die sowohl der eigenen Offensive schadeten als auch dem VfL Umschaltchancen lieferten. Immerhin einer der wenigen Bremer, die bis zuletzt vernĂŒnftig mit nach hinten arbeiteten. Trotzdem bei weitem kein gutes Spiel von Hunt.
Arnautovic, M.
Seit langem mal wieder im Sturm aufgeboten, wobei Arnautovic sehr flexibel spielte. Überhaupt rochierte bei Werder zunĂ€chst jeder mit jedem, was aber eher Bremen schadete als Wolfsburg verwirrte. Denn: Die Position im Strafraum blieb entweder verwaist, oder aber gleich mehrere Spieler tummelten sich vor dem Wolfsburger Tor. SpĂ€ter, als Rechtsaußen, wurde Arnautovic dann weniger Spielintelligenz abverlangt, was ihm einerseits zugutekam, indem er mehr Ballkontakte verzeichnete. Allerdings setzte er sich hierbei zu selten durch, als dass er Wolfsburg ernsthaft gefĂ€hrden konnte. Und: Arnautovic vergab die Großchance zum Anschlusstreffer.
Petersen, N.
Zwar ordentlich im Spiel gegen den Ball, indem Petersen viel marschierte, einige BefreiungsschlÀge provozierte. Wichtiger: Auch er vermochte das Bremer Angriffsspiel nicht entscheidend zu verbessern, sondern blieb im Strafraum ohne eine wirklich gute Aktion in knapp 60 Minuten.
Yildirim, Ö.
Wirkte ĂŒbermotiviert nach seiner Einwechslung. Hielt kaum seine Position, sondern irrte ĂŒber das Feld - und reihte sich damit gut ins Spiel der Bremer ein. Als Beispiel dafĂŒr dient sein Laufweg in der Entstehung des Elfmeters, den er selbst ungeschickt verursachte. Immerhin auch mit AnsĂ€tzen im Angriff. Gut etwa sein öffnender Pass auf De Bruyne vor dessen Flanke auf Arnautovic.
zu "Einzelkritik Werder Bremen Bundesliga Fußball, 30. Spieltag ..."
12 Kommentare
Letzter Kommentar:
Nibbler schrieb am 22.04.2013 18:45
Nun, Fritz muss ja regelmäßig als Prügelknabe herhalten ;-) Die Mannschaftsleistung war insgesamt, gerade in der Offensive, erbärmlich schlecht. Da würde ich keinen der Bande positiv hervorheben, am ehesten tatsächlich noch Aaron Hunt der wenigstens hier und da mal Struktur gebracht hat.

Um die Note zu Sokratis will ich mich nicht streiten, 4.0 wäre sicher auch ok da für mich die positiven Aktionen überwiegen. Ich will ihn jetzt auch nicht aus jeder Verantwortung entlassen aber in vielen Szenen versucht Sokratis etwas auszubügeln was nicht mehr auszubügeln ist...und sieht dabei dann natürlich selber schlecht aus. Beispiel (ganz generell) das 0:1, man könnte ja fragen wieso da niemand aus dem defensiven Mittelfeld angreift und wieso keiner aus der Innenverteidigung herausrückt (Prödl). Der eigentliche Fehler passiert aber vorher, nämlich bei de Bruyne und seiner anschließenden Verweigerung wieder in den Zweikampf zu gehen.

Egal, war als Mannschaft einfach nur schlecht...