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Vorwürfe die unzeitgemäßen und verknöcherten Ansichten und rückständigen Strukturen betreffend, verbitten sich die Verantwortlichen - vor allem in der Frage der Mitgliedschaft. Man sei schließlich ein Privatclub, daher niemandem Rechenschaft schuldig und könne auch frei entscheiden, wen man als Mitglieder aufnehmen wolle und wen nicht.
Das mag ja im juristischen Sinne durchaus legitim sein, aber nicht alles, was man so landläufig als "legitim" bezeichnen kann, muss auch zwingend moralisch richtig sein. Im Falle des Augusta National kollidiert aber gerade der Anspruch, ein kleiner elitärer Club mit archaischen Regeln sein zu dürfen, fundamental mit der Tatsache, dass man das Masters ausrichtet - das größte und wichtigste Golfturnier des Jahres.
Für eine Woche öffnet man die Tore des ob seiner Verschwiegenheit oft spöttisch als eine Art "Geheimbund von Männern in grünen Jacken" - in Anlehnung an die nur Mitgliedern und Siegern vorbehaltenen grünen Jackets - bezeichneten Club, bittet die Welt hinein, lässt sich das in Form von TV-Geldern und Merchandising fürstlich bezahlen und möchte dann für den Rest des Jahres wieder seine Ruhe?
Irgendwie hat das etwas Verlogenes. Aber auch das passt ja zum eingangs beschriebenen schönen Blütenschein. Denn der ist auch nicht so ganz echt. Die Veranstalter sorgen mit einem raffinierten Klimasystem dafür, dass die Blütenpracht jedes Jahr exakt pünktlich zum Turnierstart in voller Schönheit erblüht.
Malte Asmus





