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Nicht nur der Zugang zur Mitgliedschaft unterliegt strengen Vorgaben. Auch sonst sind alle Details im Club bis ins Kleinste geregelt - selbst das schon strikt reglementierte Wimbledon wirkt dagegen schon fast wie ein Hort der Freigeistigkeit. Dass die Caddies in weißen Overalls herumlaufen und aussehen müssen wie die Spurensicherung bei CSI ist eine solche Regel, dass die Spieler bei Interviews im Presseraum ihre Mützen gefälligst richtig herum aufzusetzen haben, eine andere.
Masters-Zuschauer werden mit einem 68-seitigen Guide ausgestattet, der ihnen neben Infos zum Turnier auch Verhaltensmaßregeln bietet. Rennen auf dem Platz ist strengstens untersagt, ebenso das Mitführen von Kameras oder Handys auf der Anlage - das Verbot gilt sogar für Spieler und Journalisten. Ordner wachen über die strikte Einhaltung der Regeln. Wer nicht spurt, fliegt raus. Mitglieder, die einen Gast mitbringen, tragen die Verantwortung für diesen und sein Handeln. Muss der Gastgeber die Veranstaltung vorzeitig verlassen, hat der Gast sofort zu folgen.
Gar keinen Spaß verstehen die Veranstalter auch beim traditionellen Champions Dinner. Der Titelverteidiger darf dabei traditionell ein Wunsch-Menü zusammenstellen. Bei den Gerichten sind die alten Herren offen für alles - Tiger Woods wünschte sich 1997 Burger, Fritten und Milchshakes -, an der traditionellen Form im Saal des zweiten Stocks des Clubhauses mit formeller Sitzordnung lassen sie aber nicht rütteln. So wurde auch der revolutionäre Plan von Charl Schwartzel, das Dinner in diesem Jahr in eine Outdoor-Veranstaltung mit von ihm selbst zubereiteten Grillspezialitäten zu verwandeln, abgewiesen.
Augusta National: Geheimbund von Männern in grünen Jacken





