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2. VfL Wolfsburg - Schluss mit den ständigen Wechseln
Datum: 18. Oktober 2012, 08:10 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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VfL Wolfsburg - Schluss mit den ständigen Wechseln

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Der erhoffte internationale Platz gerät in immer weitere Ferne. Kein Wunder, dass sich auch die Geduld der Fans langsam dem Ende entgegen neigt. So richtig rund läuft es schließlich seit nunmehr schon zwei Jahren nicht bei Werder Bremen. Ein Grund liegt im personellen Umbruch der Sommerpause. Zwölf Spieler, darunter etablierte Leistungsträger wie Tim Wiese, Claudio Pizarro und mit Abstrichen Naldo gingen, neun Neue kamen. Dass die wie Kevin de Bruyne, Elia und Nils Petersen noch Eingewöhnungszeit brauchen, ist sicherlich irgendwo verständlich.

Aber auch schon länger bei Werder Bremen spielende Akteure sind weit von ihrer Bestform entfernt. Sebastian Mielitz hat große Mühe in Wieses Fußstapfen zu treten, die Innenverteidiger Sokratis und Sebastian Prödl agieren extrem unsicher, was zu insgesamt 13 Gegentoren führte. Problematisch in diesem Zusammenhang ist, dass das von Schaaf praktizierte 4-1-4-1-System diese Wackelabwehr nicht gerade unterstützt. Zlatko Junuzovic als einziger Sechser kann nicht genügend Stabilität geben, die übrigen Mittelfeldspieler sind überwiegend sehr offensiv ausgerichtet.

Das führte zu einem insgesamt sehr ansprechenden Angriffsspiel, was den Bremern trotz fehlender Punkte oftmals auch gute Kritiken einbrachte. Doch was nützt schönes Spiel nach vorne, wenn es am Ende ineffektiv bleibt? Marko Arnautovic blieb bisher weitgehend blass, Elia wartet noch auf sein erstes Tor und auch Petersen hat noch viel Luft nach oben. Der Stürmer schiebt mit dem Trainer mittlerweile Torschuss-Sonderschichten, um den Abschluss zu verbessern.

"Wir gehen den richtigen Weg", ist Schaaf laut fr-online.de nach wie vor von sich und seinem System überzeugt und hält via bild.de Rückendeckung von Allofs: "Wir sind in der Lage, in absehbarer Zeit erfolgreich zu sein." Doch allzu sehr sollte man sich bei Werder Bremen nicht darauf verlassen und nur darauf hoffen, irgendwann die Trendwende zu schaffen. Auf Zeit zu spielen, ist im Fußball schon oftmals ziemlich nach hinten losgegangen. Vor allem dann nicht, wenn es der einzige verfügbare Lösungsansatz für existierende Probleme ist.

VfL Wolfsburg - Schluss mit den ständigen Wechseln

Anfang November werden die Wolfsburger Fans, die ihren Protest gegen die Leistungen der Mannschaft zuletzt immer deutlicher äußerten, wissen, ob in dieser Saison noch mehr als Abstiegskampf zu erwarten ist. In der Bundesliga warten nach dem Heimspiel gegen Freiburg die Partien in Düsseldorf und Nürnberg, dazwischen liegt noch das Pokalspiel gegen FSV Frankfurt - vier Spiele, in denen die Wölfe viel Wiedergutmachung betreiben können.

Oder noch tiefer in den Keller rutschen können. Trainer Felix Magath bekommt von Vereinsseite weiter Unterstützung, doch die Gesetze des Fußballs könnten mit weiteren Niederlagen auch in Wolfsburg greifen. "Die Situation ist unbefriedigend. Wir haben für unsere Ansprüche zu wenig Punkte geholt. Deshalb verstehe ich die Unruhe bei Fans und Öffentlichkeit", sagte Aufsichtsrat-Vize Stephan Grühsem in den Wolfsburger Nachrichten: "Es fokussiert sich aber viel zu viel Aufmerksamkeit auf den Trainer, dahinter können sich die Spieler manchmal allzu leicht verstecken."

Über die Gründe für die Krise in Wolfsburg schrieb sportal.de bereits nach der Heimniederlage gegen Mainz. Magath selbst machte nach der Pleite auf Schalke die fehlende Integration von Spielmacher Diego als wesentlichen Faktor für das stockende Offensivspiel des VfL aus, "die Mannschaft ist nicht für Diego zusammengestellt".

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