Bundesliga
2. Bundesliga
3. Liga
DFB-Pokal
Champions League
Europa League
International
Frauen Bundesliga
Live-Ticker
Ergebnisse
WM-Stand 2026
Termine 2026
Historie
Live-Ticker
Ergebnisse
Weltrangliste
Live-Ticker
Ergebnisse
Bundesliga
BBL-Pokal
Euroleague
NBA
WM
EM
Live-Ticker
Ergebnisse
MLB
NFL
NHL
NBA
Ergebnisse
DEL
NHL
WM
Live-Ticker
Ergebnisse
Bundesliga
Champions League
DHB-Pokal
Live-Ticker
Ergebnisse
WM 2025
EM 2026
Nordische Kombination
Ski Langlauf
Skispringen
Biathlon
Ski Alpin
Ergebnisse
Liveticker
Kalender
Ergebnisse
StatistikSpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
ErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
Ligue 1Serie APrimera DivisionPremier LeagueErgebnisseLive-Ticker
Datum: 18. Oktober 2012, 08:10 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
Diskussion:
Sport Live-Ticker
Heute finden keine weiteren Live-Ticker-Events statt.
kommende Live-Ticker:
11
Jun
Fußball: WM 2026 Gruppe A
21:00
12
Jun
Fußball: WM 2026 Gruppe A
04:00
Formel 1: GP von Barcelona-Katalonien
13:30
17:00
Fußball: WM 2026 Gruppe B
21:00
13
Jun
Fußball: WM 2026 Gruppe D
03:00
Formel 1: GP von Barcelona-Katalonien
12:30
16:00
Fußball: WM 2026 Gruppe B
21:00
14
Jun
Fußball: WM 2026 Gruppe C
00:00
Fußball: WM 2026 Gruppe D
06:00
Formel 1: GP von Barcelona-Katalonien
15:00
Fußball: WM 2026 Gruppe E
19:00
Fußball: WM 2026 Gruppe F
22:00
 
Sport Ergebnisse
Fussball Ergebnisse
Bundesliga, 34. Spieltag
alle Sport-Ergebnisse im Überblick
 
 

Bundesliga: Lösungsansätze für Stuttgart, Bremen, Wolfsburg und Nürnberg

VfB Stuttgart, Bruno Labbadia
Bruno Labbadia steht in Stuttgart im Mittelpunkt

Bruno Labbadia hielt eine legendäre Wutrede, Bremen startete unter Thomas Schaaf noch nie so schlecht, Felix Magath wird verdächtig der Rücken gestärkt und Dieter Hecking ist selbstkritisch. Die Trainer stehen vor dem 8. Spieltag nicht nur bei sportal.de im Mittelpunkt.

VfB Stuttgart - Sparzwang, totale Verunsicherung, dicke Fehler 

Dem VfB Stuttgart klebt das Pech derzeit förmlich an den Schuhen. Da wollten die Schwaben die Länderspielpause für ein Testspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern im südpfälzischen Offenbach nutzen, damit Bruno Labbadia seine Spieler aus der zweiten Reihe testen konnte. Doch dann fiel nach 50 Minuten das Flutlicht aus und es hieß einpacken, nach Hause fahren.

Schwäbischer Sparzwang war zwar für den Stromausfall im Queichtalstadion nicht verantwortlich, ist allerdings ein Problem, das zum Fehlstart des VfB Stuttgart in die Bundesligasaison (nur sechs Punkte, derzeit Platz 14) erheblich beitrug. Der enge finanzielle Rahmen, den Präsidium und Aufsichtsrat vor der Saison gesteckt hatten, ließ nur Spielraum für den bisher noch nicht überzeugenden Tunay Torun und die verletzte Leihgabe Tim Hoogland sowie Rückkehrer Daniel Didavi.

Personelle Engpässe - wie zuletzt durch Verletzungspech - können so nicht kompensiert werden, vor allem dann nicht, wenn gesunde Spieler und vermeintliche Leistungsträger (z.B. Tamas Hajnal) im Formtief stecken. Ein nicht zu unterschätzender Grund, um die immensen Abwehrprobleme (14 Gegentore) zu erklären. Den dünnen Kader allerdings als einzige Ausrede zu benutzen, würde zu kurz greifen. Schließlich hatte die fast identische Stammelf in der abgelaufenen Saison mit einer furiosen Rückrunde ihre "Qualität" eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Wie kann es da sein, dass der Gegner hinten immer wieder mit haarsträubenden Fehlpässen "zu Torchancen eingeladen" wird, wie Sven Ulreich laut swp.de bemängelte oder vorne teilweise fahrlässig Chancen und damit natürlich auch Punkte liegenlässt? "Wir haben Abstiegskampf gezeigt", sprach Martin Harnik bei bundesliga.de von Verunsicherung, die auch der bisher einzige Bundesliga-Sieg der Mannschaft nicht hatte nehmen können. Allerdings resultierte der Erfolg gegen Nürnberg auch eher aus dem Bock von Marcos Antonio als einer Glanzleistung des VfB Stuttgart.

Offensichtliche Verunsicherung und Ideenarmut auf dem Platz - da muss sich allerdings auch der Trainer hinterfragen lassen. Musste man beispielsweise vom 4-4-2 abrücken, das beim vielleicht besten Saisonauftritt gegen Werder Bremen so gut geklappt hatte, und gegen Hoffenheim auf ein 4-2-3-1 zurückgreifen, das in dieser Saison nur Probleme machte? Labbadia muss diese Probleme lösen, sonst heißt es irgendwann tatsächlich: "Am Arsch geleckt".

Werder Bremen - Spiel auf Zeit mit falschem System?

Klaus Allofs tut es und Eljero Elia auch - bei Werder Bremen setzen derzeit alle auf "Zeit und Geduld". Dass man bei den Hanseaten traditionell einen langen Atem hat und ohne Mühe Entwicklungen abwarten kann, ist bekannt. Doch die nackten Statistiken legen eigentlich ein schnelles Handeln nah - mit sieben Punkten schlechtester Saisonstart unter Thomas Schaaf, mit vier Siegen in saisonübergreifend 24 Spielen schlechtestes Bundesligateam des Kalenderjahres 2012.

Der erhoffte internationale Platz gerät in immer weitere Ferne. Kein Wunder, dass sich auch die Geduld der Fans langsam dem Ende entgegen neigt. So richtig rund läuft es schließlich seit nunmehr schon zwei Jahren nicht bei Werder Bremen. Ein Grund liegt im personellen Umbruch der Sommerpause. Zwölf Spieler, darunter etablierte Leistungsträger wie Tim Wiese, Claudio Pizarro und mit Abstrichen Naldo gingen, neun Neue kamen. Dass die wie Kevin de Bruyne, Elia und Nils Petersen noch Eingewöhnungszeit brauchen, ist sicherlich irgendwo verständlich.

Aber auch schon länger bei Werder Bremen spielende Akteure sind weit von ihrer Bestform entfernt. Sebastian Mielitz hat große Mühe in Wieses Fußstapfen zu treten, die Innenverteidiger Sokratis und Sebastian Prödl agieren extrem unsicher, was zu insgesamt 13 Gegentoren führte. Problematisch in diesem Zusammenhang ist, dass das von Schaaf praktizierte 4-1-4-1-System diese Wackelabwehr nicht gerade unterstützt. Zlatko Junuzovic als einziger Sechser kann nicht genügend Stabilität geben, die übrigen Mittelfeldspieler sind überwiegend sehr offensiv ausgerichtet.

Das führte zu einem insgesamt sehr ansprechenden Angriffsspiel, was den Bremern trotz fehlender Punkte oftmals auch gute Kritiken einbrachte. Doch was nützt schönes Spiel nach vorne, wenn es am Ende ineffektiv bleibt? Marko Arnautovic blieb bisher weitgehend blass, Elia wartet noch auf sein erstes Tor und auch Petersen hat noch viel Luft nach oben. Der Stürmer schiebt mit dem Trainer mittlerweile Torschuss-Sonderschichten, um den Abschluss zu verbessern.

"Wir gehen den richtigen Weg", ist Schaaf laut fr-online.de nach wie vor von sich und seinem System überzeugt und hält via bild.de Rückendeckung von Allofs: "Wir sind in der Lage, in absehbarer Zeit erfolgreich zu sein." Doch allzu sehr sollte man sich bei Werder Bremen nicht darauf verlassen und nur darauf hoffen, irgendwann die Trendwende zu schaffen. Auf Zeit zu spielen, ist im Fußball schon oftmals ziemlich nach hinten losgegangen. Vor allem dann nicht, wenn es der einzige verfügbare Lösungsansatz für existierende Probleme ist.

VfL Wolfsburg - Schluss mit den ständigen Wechseln

Anfang November werden die Wolfsburger Fans, die ihren Protest gegen die Leistungen der Mannschaft zuletzt immer deutlicher äußerten, wissen, ob in dieser Saison noch mehr als Abstiegskampf zu erwarten ist. In der Bundesliga warten nach dem Heimspiel gegen Freiburg die Partien in Düsseldorf und Nürnberg, dazwischen liegt noch das Pokalspiel gegen FSV Frankfurt - vier Spiele, in denen die Wölfe viel Wiedergutmachung betreiben können.

Oder noch tiefer in den Keller rutschen können. Trainer Felix Magath bekommt von Vereinsseite weiter Unterstützung, doch die Gesetze des Fußballs könnten mit weiteren Niederlagen auch in Wolfsburg greifen. "Die Situation ist unbefriedigend. Wir haben für unsere Ansprüche zu wenig Punkte geholt. Deshalb verstehe ich die Unruhe bei Fans und Öffentlichkeit", sagte Aufsichtsrat-Vize Stephan Grühsem in den Wolfsburger Nachrichten: "Es fokussiert sich aber viel zu viel Aufmerksamkeit auf den Trainer, dahinter können sich die Spieler manchmal allzu leicht verstecken."

Über die Gründe für die Krise in Wolfsburg schrieb sportal.de bereits nach der Heimniederlage gegen Mainz. Magath selbst machte nach der Pleite auf Schalke die fehlende Integration von Spielmacher Diego als wesentlichen Faktor für das stockende Offensivspiel des VfL aus, "die Mannschaft ist nicht für Diego zusammengestellt".

Um Diego den Rücken besser freizuhalten, ist Magath nun in der Pflicht, eine feste Stammformation zu finden. Gerade im defensiven Mittelfeld wechselte der Trainer ständig durch, Automatismen konnten so nicht entstehen. Gemessen an den Qualitäten im Kader gehört Wolfsburg in die obere Tabellenhälfte, Magath muss nun für das nötige Vertrauen sorgen. Von einer Drucksituation will der Trainer aber nichts wissen: "Den Druck haben wir uns selbst gemacht - jetzt soll mir keiner kommen und sagen, der Druck sei ihm zu hoch", sagte Magath der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung.

1. FC Nürnberg - Sehnsucht nach Konstanz

Betrachtet man die vergangenen zweieinhalb Jahre des Clubs, fällt eine Sache sofort ins Auge: Die Nürnberger bewegen sich gerne in Wellen, Serien von sieglosen Spielen folgten fast zwangsläufig auf die vielen guten Phasen, am Ende wurde das Ziel Klassenerhalt stets erreicht. So wundert es nicht, dass Trainer Dieter Hecking nicht zum ersten Mal vier Niederlagen in Folge erklären muss, in seiner Amtszeit passierte das bereits zum dritten Mal.

Eine Stärke des Clubs war es dabei in den vergangenen Jahren, die Ruhe zu bewahren und Hecking einfach weiterarbeiten zu lassen. Das gelingt auch in der derzeitigen Krise, trotzdem ist die Hoffnung am Valznerweiher greifbar, in Zukunft ohne diesen Wellentäler auskommen zu können.

In der aktuellen Krise will Hecking einen Schritt auf die Mannschaft zugehen und etwaige atmosphärische Störungen eindämmen. Der Trainer ließ in den vergangenen Tagen durchblicken, seine bewusst geschaffene Distanz zur Mannschaft habe nicht den gewünschten Effekt gehabt, auch seine öffentliche Kritik an einzelnen Spielern (Alexander Esswein) sei der falsche Weg gewesen. Andererseits greift der Verein nach der öffentlichen Kritik von Robert Mak an Hecking hart durch, Mak muss eine Geldstrafe zahlen und trainiert vorerst nur mit der Reserve. "Die Höhe der Geldstrafe ist empfindlich ausgefallen, so dass Robert sie deutlich spürt", sagte Manager Martin Bader zu dieser Maßnahme.

Ob Hecking so die zahlreichen Leistungsträger mit einem Formtief direkt wieder auf Kurs bringt, bleibt abzuwarten. Bis auf Torhüter Raphael Schäfer, Innenverteidiger Timm Klose und Routinier Timmy Simons erreichte bei den Pleiten gegen Hannover (1:4), Stuttgart (0:2) und in Freiburg (0:3) kein Spieler seine Normalform.

Gerade in der Abwehr muss Hecking nach der Rückkehr der insgesamt neun Nationalspieler an den Abläufen arbeiten, mit 14 Gegentoren stellt der Club gemeinsam mit Hoffenheim und Stuttgart die schlechteste Abwehr der Bundesliga. Neuzugang Marcos Antonio und Per Nilsson machen zu viele individuelle Fehler, aber auch die Außenverteidiger Javier Pinola und Timothy Chandler kämpften zuletzt sowohl offensiv als auch defensiv mit Problemen.

Malte Asmus und Marcus Krämer

Malte Asmus und Marcus Krämer