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Unverhofft kommt oft
Erst Higuain erlöste den amtierenden Meister, der auch in der zweiten Hälfte klar das Heft in der Hand hatte. Getafe spielte nach vorne zu ängstlich, scheiterte schon im Ansatz beim Spielaufbau und versuchte es oft mit langen Bällen und Steilpässen, die von der königlichen Abwehr abgefangen wurden. Auch in der kleinen Druckphase direkt nach Wiederanpfiff bekamen die Gastgeber zwar Freistöße in Tornähe, blieben in Sachen Torgefahr zunächst aber weiterhin blass.
Umso überraschender fiel der Ausgleich in der 52. Minute. Abdelaziz Barrada brachte einen Freistoß in den Sechzehner und fand Abwehrspieler Juan Valera, der aus knapp 13 Metern den Ball versenkte und das Spiel wieder offen gestaltete. Jose Mourinho reagierte postwendend und brachte mit Karim Benzema einen weiteren Stürmer für den im Mittelfeld unauffälligen Lassana Diarra. Benzema hatte unmittelbar nach seiner Einwechslung die Führung auf dem Fuß, sein Schuss wurde im letzten Moment aber noch zur Ecke abgefälscht.
Niederlage und "Bankverweis"
Und gerade als Real wieder stärker wurde, sich vom Gegentreffer erholt zu haben schien und gewohnt den Vorwärstgang einlegte, rappelte es hinten zum zweiten Mal. Eine Viertelstunde vor Schluss plädierte Raul Albiol zurecht auf ein Handspiel von Adrian Colunga bei dessen Ballannahme, wodurch der Stürmer die Zeit hatte die Kugel in die Mitte auf den völlig freien Barrada durchzustecken, der Casillas mit einem wuchtigen Schuss überwand. Albiols Proteste, anstelle des Weiterspielens, brachten Madrid nicht nur in Rückstand, sondern ihm selbst auch noch die Gelbe Karte.
Im Anschluss bäumte sich Real Madrid nicht mehr sonderlich auf und kam zu keinen nennenswerten Chancen mehr. Trauriger und unnötiger Schlusspunkt der Partie war die Rote Karte für den auf der Bank sitzenden Fabio Coentrao, der weniger freundliche Worte losgeworden sein soll. Der Fehlstart für Madrid ist perfekt, nach dem zweiten Spieltag haben die Königlichen einen Punkt und fünf Punkte Rückstand auf den Erzrivalen aus Katalonien.





