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Toni Kroos (Bayern München): 2,5
Gleich die nächste schwierige Note, aber wir wollen ja nicht dahin gehen, wo es nicht weh tut. Toni Kroos hätte einmal mehr der Matchwinner werden können, wenn sein tolles eigenes Tor das einzige des Spiels geblieben wäre. Mit dem Antritt und dem Abschluss zum 1:0 richtig gut, nachdem er zuvor eher ein durchschnittliches Spiel (wenn auch auf dem angesprochenen hohen Spielniveau) gezeigt hatte.
Dann aber fiel der Dortmunder Ausgleich durch Mario Götze. Auch wenn alle Beteiligten (Spieler und Trainer) sich hinterher im Fernsehinterview bemühten, jede Verantwortung von Kroos zu nehmen - mag sein, dass ein anderer Münchner auf Götze hätte aufpassen müssen. Aber wenn ein Spieler des Gegners so alleine dasteht und man selbst keine defensive Aufgabe nach einem Standard hat, könnte man ja trotzdem eingreifen, oder? Das gibt leichte Abzüge, die aber lange nicht so schwer wiegen wie sein positiver Beitrag. 2,5 eben.
Neven Subotic (Borussia Dortmund): 3,5
Der klassische Fall eines Abwehrspielers, der grundsätzlich solide spielt, beim einzigen Gegentor aber nicht ganz so gut aussieht. Insgesamt machte Subotic ein überdurchschnittliches, wenn auch nicht überragendes Spiel. Beim Gegentor durch Kroos orientierte sich Subotic, aus dem Mittelfeld zurückkommend, zu Thomas Müller an der Strafraumecke - eine merkwürdige Entscheidung, war der doch schon von Marcel Schmelzer verfolgt, während der nachrückende Kroos keinen Gegenspieler hatte. Als der dann den Ball von Müller abgelegt bekam, eilte Subotic in die Mitte, wurde aber von Kroos umkurvt, bevor der Torschütze einschob.
Ein Abzug in der Note, aber keiner, der Subotic insgesamt in den negativen Bereich abrutschen lassen würde.
Marco Reus (Borussia Dortmund): 3
Zum Abschluss sehen wir uns noch einmal Marco Reus an. Seine Benotungen weisen generell ein charakteristisches Muster auf: In Spielen, in denen er sich in Szene setzen kann, gerne herausragend bewertet, wegen der individuellen Klasse seiner Beiträge, wird er in Spielen, die an ihm vorbeilaufen, oft auch noch kritischer betrachtet als seine Teamkollegen, weil sein Wert für die Mannschaft dann nicht immer ersichtlich ist.
In München hatte er mit seiner Ecke vor dem Ausgleich nur indirekt Anteil am Punktgewinn, denn der Ball kam ja auf Mario Mandzukic, der zum unfreiwilligen Assistgeber wurde. Aber dennoch hatten die Aktionen von Reus Hand und Fuß. Und vor allem war seine Defensivarbeit bemerkenswert. Reus ging weite Wege nach hinten, so etwa beim Bayern-Tor, als er bis in den eigenen Strafraum hineinspurtete, um mögliche Passempfänger von Kroos abzudecken. In dieser Szene wirkungslos, aber alles in allem ein überdurchschnittliches Bundesligaspiel.





