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Als vierten und letzten Innenverteidiger haben wir uns für Georg Niedermeier entschieden. Sicher: Der VfB-Mann gibt in der Stuttgarter Abwehr neben Serdar Tasci eher den rustikaleren Vertreter und darf nicht im engeren Sinne als "moderner Abwehrspieler" gelten. Aber lehnt man ihn ab, so ist man im Rahmen unserer Such-Parameter schnell bei Namen wie Lasse Sobiech oder Niko Bungert. Oder man muss in die Juniorenbereiche (Koray Günter) oder die 2. Liga (Ermin Bicakcic).
Zu den Außenpositionen. Auch das nicht leicht, da ja alle Rechtsverteidiger, die schon einmal ausprobiert wurden (und das schließt Sascha Riether ein) nicht für unseren Kader in Frage kommen. Die erste Wahl ist unter diesen Vorzeichen natürlich der von Löw gerade schon nominierte Frankfurter Sebastian Jung, der wie seine Eintracht den Sprung zurück in die Bundesliga gerade problemlos schafft.
Gefolgt von Tony Jantschke. Der Gladbacher spielt ja jetzt schon in der U21 und ist zwar nicht unbeeindruckt von den Formschwankungen der Borussia, verbessert seine Konstanz aber und ist einer von nur drei weiteren für den DFB spielberechtigten Rechtsverteidigern in der Bundesliga, die für uns in Frage kommen. Die anderen beiden sind Dennis Diekmeier und Daniel Schwaab. Da wir beide defensiv nicht sicher genug finden und links ebenfalls keine überzeugenden Alternativen zu unserer Nummer eins existieren, werfen wir das große Perspektivnetz und erinnern uns an die starke Form, die Dortmunds an Duisburg ausgeliehener Julian Koch vor seiner schweren Verletzung zeigte: ein toller Spieler.
Für die linke Seite bleibt also nur noch ein Posten übrig, und der geht an Bastian Oczipka. Nachdem er sich während seiner Leihe an St. Pauli bei einem Spiel in Dortmund den Knöchel brach, brach auch die Form der Hamburger in sich zusammen: Sie holten ab dem Zeitpunkt von Oczipkas Ausfall nur noch einen Punkt aus elf Spielen und fielen von Platz elf auf Platz 18 zurück. In Frankfurt zeigt der Bergisch Gladbacher jetzt wieder, dass nicht er, sondern sein damaliges Team zu schlecht für die Bundesliga war. Alternativen zu Oczipka auf links wären der Dortmunder Chris Löwe, dem nicht einmal sein eigener Trainer vertraut, sowie Bayerns Diego Contento. Auch Oliver Sorg aus Freiburg käme in Frage.
Mittelfeld
Beginnen wir hier mit einer einfachen Wahl, dem klarsten Kandidaten des gesamten Kaders: Roman Neustädter wurde völlig zu Recht schon von Löw berufen, der Mann konnte seine Leistung nach dem Wechsel nach Schalke auf Champions League-Niveau anheben. Ebenfalls wenige Diskussionen dürfte es um Neustädters ehemaligen Teamkollegen in Mönchengladbach, Patrick Herrmann, geben. Sicher ist er nicht so gut wie Marco Reus, aber er ist faktisch der beste Feldspieler der Borussia in dieser Saison. Und schließlich kann es auch um Sebastian Rode, dessen Formkurve steil nach oben zeigt, keine zwei Meinungen geben. Diese Drei sind gesetzt.
Als Sechser Nummer drei hinter Neustädter und Rode sehen wir Kevin Vogt vom FC Augsburg, der schon in Bochum sehr positiv auffiel und seine Laufbahn in der U21 auch eine Ebene höher fortsetzen sollte. Für die rechte Seite empfiehlt sich Lars Stindl, der als Vorbereiter ebenso glänzt wie als Ballgewinner. Zwei etwas unerwartetere Nominierungen betreffen Daniel Didavi, der nach seiner famosen Rückrunde in Nürnberg nach Stuttgart zurückkehrte, aber einen Knorpelschaden erlitt, bevor er wieder das Trikot mit dem Brustring tragen durfte. Seine Dynamik und Schussstärke machen ihn aber, wenn fit, zu einem idealen Mann für die zentrale offensive Position. Auf dieser wartet als Reservist Leon Goretzka, den wir kraft seines Potenzials ausgewählt haben, das er bisher natürlich nur in der zweiten Liga zeigen konnte. Aber er ist ja auch erst 17, bei der EM 2016 wird er 21 sein.
Links außen haben wir uns schließlich für Daniel Caligiuri entschieden, einen weiteren Freiburger, der allerdings schon vor dem Amtsantritt von Christian Streich zu glänzen wusste. Seine Flügelläufe und Solos sind stark, sein Abschluss beeindruckend.
Wen haben wir ausgelassen? Die beiden Dortmunder Leonardo Bittencourt und Moritz Leitner werden Opfer des im Mittelfeld auch unter den Null-Länderspiel-Spielern guten Auswahl. Das Gleiche gilt bei Schalke sogar für Marco Höger. Er findet auf der Sechs vorerst keinen Platz, wie auch Manuel Schmiedebach, obwohl der sich in Hannover auch dank der Verletzung Leon Andreasens wieder zurück ins Team gespielt hat.





