(Seite 3 von 4)
Italien agierte gegen Spanien ähnlich. Auch das 3-5-2-System der Italiener verschob sich bei Ballbesitz Spanien zu einem 5-3-2-System. Die Flügelspieler Christian Maggio und Emanuele Giaccherini wichen zurück, neben die Dreierkette, aus der Dreierkette wurde eine Fünferkette. Im defensiven Mittelfeld agierten Motta, Andrea Pirlo und Claudio Marchisio raum- und gegnerorientiert. Was hat das alles mit den Portugiesen zu tun?
Zwei Dinge hat die Kurzanalyse der unangenehmsten Gegner Spaniens gezeigt. 1. Ein taktisch flexibel agierendes defensives Mittelfeld ist wichtig Check! Die Portugiesen haben nicht zuletzt gegen Deutschland gezeigt, wie stark ihr defensives Mittelfeld ist. 2. Bei Ballbesitz der Roja, bitten wir alle Passagiere des Fluges EM2012 Richtung Finale auf ihre defensiven Plätze, bitte hinter dem Ball! Hier liegt der Hase im Pfeffer. Portugal agiert mit Nani und Ronaldo, dazu mit einem Mittelstürmer.
Können Sie sich vorstellen, dass Nani und Ronaldo bei Ballbesitz Spanien als verkappte Verteidiger agieren und aus der Vierer- eine Fünferkette wird? Wir nicht. Portugals Coach Paulo Bento wird also vermutlich einen Offensivspieler opfern und mit einem flexiblen 4-4-2 auflaufen. Ronaldo und Nani, oder Ronaldo und Almeida wären die offensiven Akteure.
Kroatien hat gezeigt, dass man damit zumindest die Chance auf einen Sieg hat. Aber vielleicht setzt Bento auch auf die eigene Stärke und sagt, die Spanier müssen sich an uns orientieren, nicht wir an den Spaniern. Das wäre zwar so, als würde sich Heidi Klum Schminktipps bei Alice Schwarzer holen und Alice Schwarzer einen Artikel von Heidi Klum schreiben lassen, aber im Fußball ist zum Glück alles möglich. Zurück aber zur Analyse des bisher Gesehenen und den Schlüssen, die wir daraus ziehen. CR7 gehört durch die beiden Auftritte gegen die Niederlande und Tschechien zu den besten Spielern dieser EM. Stellt er für Spanien eine Gefahr dar?





