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So spielten sich die Deutschen im ersten und zweiten Drittel fast ungestört den Ball zu, während es im letzten Drittel des Spielfeldes ganz eng wurde und kein Durchkommen war. Ein gutes Mittel also, um Kombinationen vor dem Strafraum und Anspiele wie die von David Silva auf Cesc Fabregas im Spiel der Spanier gegen Italien zu verhindern. Damit wäre allerdings noch nicht Spaniens starke linke Seite mit dem offensiven Jordi Alba und dem umtriebigen Andres Iniesta gestoppt.
2. Kroatien und Italien: Mit der geballten Faust im 5-3-2
Es kommt wohl nicht von ungefähr, dass ausgerechnet zwei physisch extrem starke und unangenehm zu spielende Gegner wie Kroatien und Italien den besten Eindruck gegen die übermächtigen Spanier hinterließen. Da wir jedoch zunächst an taktische Maßnahmen und nicht an "die müssen nur mehr kämpfen-Argumente glauben, hier die Lehren der Kroaten und Italiener.
Fangen wir also mit den
Franzosen an: Laurent Blancs Plan mit zwei Außenverteidigern (Mathieu Debuchy und Anthony Réveillère) ging daneben. Eine bessere Idee, als bei Ballbesitz der Spanier eine Fünferabwehrkette zu bilden, hatte bisher aber noch kein Trainer bei dieser EM. Nur besser gespielt haben es zwei Teams: Italien und Kroatien.
Slaven Bilic stellte zwei nominellen offensive Außenspielern auf (Danijel Pranjić und Darijo Srna), die auch als Außenverteidiger durchgehen würden. Im Defensivverhalten nahmen sie diese Rolle an, ließen sich flexibel auf der rechten oder linken Seite neben den Verteidiger fallen und es entstand ein 5-3-2-System bei Ballbesitz Spanien. Auch die Stürmer der Kroaten arbeiteten viel nach hinten, um das berühmte Überzahlspiel der Spanier im Mittelfeld auszugleichen. Der ballführende Spanier wurde dann von einem rausrückenden Kroaten im Spielaufbau gestört.






