(Seite 2 von 2)
"Es gibt das eine oder andere Problem mit dem Sprunggelenk", berichtete Schweinsteiger im ARD-Hörfunk. Schnelle Drehungen oder Außenristpässe bereiten ihm Probleme. "Es fühlt sich wieder besser an", beruhigte er jedoch vor dem Halbfinale. Und überhaupt: "Wenn das Spiel angeht, bist du so voller Adrenalin, dass du den Schmerz verlierst."An der Kondition, der Ausdauer fehlt es nicht. Fast 48 Kilometer hat Dauerläufer Schweinsteiger nach vier Spielen auf dem EM-Tacho. "Ich habe auch gegen Real Madrid und im Champions-League-Finale mit den gleichen Voraussetzungen gespielt. Da habe ich auch gute Spiele gemacht", erzählte der 27-Jährige. Er sei "sehr heiß" auf die letzte Hürde vor dem Finale am Sonntag in Kiew: "Wir haben noch nie gewonnen gegen die Italiener in einem Turnier, deswegen ist es Zeit."
Löws Loblied auf Schweinsteiger
Löw hat in den vergangenen Tagen viel gesprochen mit seinem Vize-Kapitän, den er in der entscheidenden Turnierphase in Bestform benötigt. "Bastian ist ein Spieler, der mitdenkt, der wissbegierig ist, der nachfragt, der sich wahnsinnig viele Gedanken macht, was die besten Lösungen für uns sind. Er ist unglaublich reif geworden", stimmte Löw ein Loblied auf den fast 100-maligen Nationalspieler an.
Es sei "bewundernswert", wie Schweinsteiger die Verletzungen und die sportlichen Enttäuschungen mit dem FC Bayern weggesteckt habe, bemerkte Löw: "Wir wissen alle, er kann es besser machen als gegen Griechenland. Aber in den ersten drei Spielen fand ich ihn gut im Mittelfeld." Das galt vor allem für das 2:1 gegen die Niederlande, als Schweinsteiger beide Tore von Mario Gomez vorbereitete.
"Es ist für unsere Mannschaft wichtig, wenn er da ist, mit seiner Präsenz, seiner Ruhe am Ball, mit seiner Physis auch", erläuterte der Bundestrainer: "Was Bastian gegen Griechenland ein bisschen abgegangen ist, war die Handlungsschnelligkeit in einigen Aktionen. Aber Schweinsteiger ist wichtig für uns auf dem Platz." Das sieht der Vize-Kapitän auch so, gerade auch wegen seiner Erinnerungen an den bitteren Halbfinal-K.o. gegen Italien beim WM-Sommermärchen 2006: "Es war das einzige Spiel, das ich nicht von Anfang an gespielt habe..."





