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Eigentlich, so mag nun der geneigte Leser denken, wäre eine Verlegung des Afrika Cups in den Sommer - wie es bei den anderen großen Turnieren der Fall ist - die logische Konsequenz aus dem Zwist zwischen Clubs und afrikanischem Verband CAF. Genau dies hat die FIFA, wie das Time Magazine berichtet, bereits angefragt. Und dies aus nicht einem ganz uneigenützigen Grund, läuft doch 2014 ein Abkommen zwischen Weltverband und der European Club Association (ECA) aus, dass die Abstellung zu Länderspielen zur Pflicht macht. Eine Verlegung des Kontinentalturniers dürfte die Verhandlungsbasis der FIFA stärken, die Abstellung der Nationalspieler den Clubs etwas schmackhafter zu machen.
Doch so ganz liegt die Entscheidung nicht alleine beim Verband. Schließlich muss man bedenken, dass die Durchschnittstemperaturen in den bevorzugten Austragungsorten des Turniers im nördlichen und westlichen Afrika, zwischen 25 und 35 Grad Celsius betragen. Laut time.com ist man beim CAF durchaus geneigt, dem Anliegen der FIFA und der Clubs ein Gehör zu schenken, schließlich will man nicht unbedingt die Clubs verprellen, die den Großteil der Afrika Cup-Kader stellen. Für die nächsten fünf Jahre scheint die Planung des Turniers jedoch unumstößlich.
Zuschauer? Stimmung? 87.000 Vuvuzelas?
Doch einmal abgesehen von den Clubs, dürfte sich der Fußball-Fan doch auf glänzende Unterhaltung freuen, lautet das Gegenargument, das gerade in England den Kritikern des Afrika Cups entgegengeschmettert wird. Das mag stimmen, doch ist der Zuspruch wirklich so groß? Schaut man sich vor Ort um, sieht man in den meisten Spielen vor allem eines: leere Ränge. Für den positiven Ausschlag des Zuschauerschnittes dürften die Partien des Gastgebers Südafrika sorgen, nach offiziellen Angaben kamen zum Eröffnungsspiel satte 87.000 Zuschauer.
Einem anderen Argument in Sachen Zuschauer darf man sich ebenfalls nicht verschließen, wie Time-Redakteur Tony Karon, ein Kenner Afrikas, in seinem Blog feststellt. So laufen die Spiele des Afrika Cups an den Wochenenden meist parallel mit Spielen der europäischen Ligen, insbesondere Premier League. "Afrikanische Fans sind in großem Maße süchtig nach europäischem Fußball und werden die Spiele am Fernsehen verfolgen. Der afrikanische Fußball wird von ihnen im Vergleich unzureichend beachtet", so Karon. Und spätestens das dürfte nicht im Sinne der CAF sein.





