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Nun überschlugen sich die Ereignisse. Erst wurde das 3:0 durch Pepe wegen eines angeblichen Foulspiels zurückgepfiffen, dann sah Adriano die Rote Karte nach einer Notbremse an Ronaldo. Vilanova reagierte, wollte ein sich androhendes Debakel vermeiden und wechselte Martin Montoya für Alexis Sanchez ein.
Barcelona in Unterzahl - Real Madrid zögert
Doch Real Madrid begann plötzlich zu zögern, wollte ob der nummerischen Überlegenheit einen Gang aus dem Spiel nehmen. Das führte erst zu einer Chance über Iniesta und Pedro, danach zum Anschlusstreffer von Lionel Messi, der einen Freistoß in die Maschen wuchtete. Iker Casillas schien dabei die Mauer nicht optimal gestellt zu haben (45.).
Es blieb trotz zweier guter Chancen von Xabi Alonso sowie Angel di Maria beim 2:1 für Madrid, das wegen der geschossenen Auswärtstore aus dem Hinspiel - wenn auch nur hauchdünn - die Nase vorne hatte. Mit einem Mann mehr auf dem Platz spielte zumindest die Zeit für die Gastgeber, doch Barcelona hatte angedeutet, auch in Unterzahl gefährlich sein zu können.
Erster Titel für Real Madrid
Barca wirkte phasenweise verunsichert, und Madrid kontrollierte die Partie in Durchgang zwei nicht mehr in der Art, wie noch in den ersten 45 Minuten. Resultat war ein weniger temporeiches Spiel als in Hälfte eins, in dem sich beide Teams über weite Strecken neutralisierten, wobei die Gastgeber die besseren Chancen auf das vorentscheidende 3:1 besaßen. Sami Khedira scheiterte jedoch am stark parierenden Schlussmann des FC Barcelona (69.). Zuvor hätte Mascherano den Ausgleich erzielen können, Casillas war jedoch ebenfalls zur Stelle (62.).
Zehn Minuten vor dem Ende verpasste Higuain dann aus kurzer Distanz per Pfostentreffer die endgültige Entscheidung, musste dann auch für Karim Benzema weichen. Auch Luka Modric durfte sein Debüt feiern und sich letztendlich mit dem ersten Titel schmücken. Denn nachdem Messi in der Nachspielzeit aus 23 Metern knapp den Ausgleich verpasst hatte, beendete Schiedsrichter Mateu Lahoz die Partie.





