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Von: Gunnar Beuth
Datum: 30. August 2012, 00:11 Uhr
Format: Artikel
Diskussion:
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Real Madrid schlägt den FC Barcelona und gewinnt den Supercup

Gonzalo Higuain,Real Madrid,Supercup
Gonzalo Higuain traf zum 1:0 für Real Madrid

Hätte Barca-Keeper Victor Valdes im Hinspiel nur nicht den Fehler zum 2:3 gemacht, vielleicht wäre die Messe schon vor dem Supercup-Rückspiel gesungen gewesen. So drehte Real Madrid mächtig auf, gewann den ersten Titel sowie den zweiten Clasico der Saison.

Der FC Barcelona hatte es im Hinspiel des spanischen Supercups verpasst, für ein deutliches Ergebnis zu sorgen. Zwar reichte es am Ende für einen 3:2-Heimsieg gegen Real Madrid, doch besaßen die Katalanen zwischenzeitlich die Chance, eine 4:1-Führung zu erzielen. Torhüter Victor Valdes leistete sich dann einen bösen Patzer, der den Königlichen den wichtigen Treffer bescherte.

Im Rückspiel setzte sich Real Madrid dann mit 2:1 durch und ob der zwei geschossenen Tore im Hinspiel reichte es für den Gewinn des Supercups. Gonzalo Higuain traf bereits in der elften Minute zum 1:0 für die Gastgeber, Cristiano Ronaldo erhöhte in Minute 19 auf 2:0. Lionel Messi besorgte dann per Freistoß das 2:1 (45.).

Real Madrid mit Cristiano Ronaldo und Mesut Özil

Real-Trainer Jose Mourinho setzte erneut auf die viel gescholtenen Cristiano Ronaldo und Mesut Özil, die in den ersten beiden Ligaspielen nicht hatten überzeugen können. Gonzalo Higuain bildete die einzige Spitze. Auf der Gegenseite musste Barca-Coach Tito Vilanova kurzfristig auf Dani Alves verzichten, Neuzugang Jordi Alba rutschte dafür in die Startelf.

Dieser Ausfall kam Real durchaus entgegen, denn Adriano wechselte auf die rechte Seite und Mourinho beorderte Außenverteidiger Marcelo weit nach vorne, um die nun defensiver eingestellte Seite der Katalanen früh unter Druck zu setzen. Barca kam mit den stürmischen Gastgebern überhaupt nicht zurecht und so durften die Madrilenen sich über einen frühen Treffer freuen.

Zwei frühe Tore für Real Madrid

Nach einem langen Ball von Pepe trat Javier Mascherano über das Spielgerät und so hatte Higuain freie Bahn, ließ Valdes bei seinem Schuss keinerlei Abwehrmöglichkeiten. Barcelona wirkte erstaunlich passiv und gehemmt, hatte dem Angriffswirbel des Gegners kaum etwas entgegen zu setzen. Ein erneuter Fehler im Defensivverbund führte dann zum 2:0.

Erneut war es ein langer Ball aus der Defensive der Gastgeber, der die Abwehr des FC Barcelona in Verlegenheit brachte. Mascherano und Gerard Piqué konnten sich nicht recht einigen, wer zum Ball gehen soll und Ronaldo setzte sich schließlich klasse gegen Pique durch, legte sich den Ball per Hacke über den Verteidiger und netzte nach einer kurzen Orientierungsphase zum 2:0 ein (19.).

Nun überschlugen sich die Ereignisse. Erst wurde das 3:0 durch Pepe wegen eines angeblichen Foulspiels zurückgepfiffen, dann sah Adriano die Rote Karte nach einer Notbremse an Ronaldo. Vilanova reagierte, wollte ein sich androhendes Debakel vermeiden und wechselte Martin Montoya für Alexis Sanchez ein.

Barcelona in Unterzahl - Real Madrid zögert

Doch Real Madrid begann plötzlich zu zögern, wollte ob der nummerischen Überlegenheit einen Gang aus dem Spiel nehmen. Das führte erst zu einer Chance über Iniesta und Pedro, danach zum Anschlusstreffer von Lionel Messi, der einen Freistoß in die Maschen wuchtete. Iker Casillas schien dabei die Mauer nicht optimal gestellt zu haben (45.).

Es blieb trotz zweier guter Chancen von Xabi Alonso sowie Angel di Maria beim 2:1 für Madrid, das wegen der geschossenen Auswärtstore aus dem Hinspiel - wenn auch nur hauchdünn - die Nase vorne hatte. Mit einem Mann mehr auf dem Platz spielte zumindest die Zeit für die Gastgeber, doch Barcelona hatte angedeutet, auch in Unterzahl gefährlich sein zu können.

Erster Titel für Real Madrid

Barca wirkte phasenweise verunsichert, und Madrid kontrollierte die Partie in Durchgang zwei nicht mehr in der Art, wie noch in den ersten 45 Minuten. Resultat war ein weniger temporeiches Spiel als in Hälfte eins, in dem sich beide Teams über weite Strecken neutralisierten, wobei die Gastgeber die besseren Chancen auf das vorentscheidende 3:1 besaßen. Sami Khedira scheiterte jedoch am stark parierenden Schlussmann des FC Barcelona (69.). Zuvor hätte Mascherano den Ausgleich erzielen können, Casillas war jedoch ebenfalls zur Stelle (62.).

Zehn Minuten vor dem Ende verpasste Higuain dann aus kurzer Distanz per Pfostentreffer die endgültige Entscheidung, musste dann auch für Karim Benzema weichen. Auch Luka Modric durfte sein Debüt feiern und sich letztendlich mit dem ersten Titel schmücken. Denn nachdem Messi in der Nachspielzeit aus 23 Metern knapp den Ausgleich verpasst hatte, beendete Schiedsrichter Mateu Lahoz die Partie.